Dass und wie sich die beiden vermeintlichen 9/11-Hijacker Al-Midhar und Al-Hazmi der schützenden Hand der CIA erfreuten, dürfte den Lesern unseres Buchs 11.9. – Zehn Jahre danach noch bekannt sein, ebenso wie die Tatsache, dass 15 der 19 “Hijacker” mit ihren völlig desolaten Visa-Anträgen vom US-Konsulat in Jhedda/Saudi Arabien durchgewunken wurden, das als Schleusungseinrichtung der Geheimdienste schon berüchtigt war. Hätte es sich bei diesen Männern tatsächlich um autonome Terroristen gehandelt, die zu dem von Bin Laden in einer afghanischen Höhle organisierten Attentat ausgeschwärmt waren, hätten sie mit diesen dilettantisch ausgefüllten Visa nicht einmal nach USA einreisen können, ihr Plan wäre schon im Ansatz gescheitert. Nur dank der Protektion der CIA kamen sie in die Vereinigten Staaten und wurden auch dort bestens unterstützt, erhielten wie Al-Midhar und Al-Hazmi in San Diego Wohnungen und Geld von Mittelsmännern des saudischen Geheimdiensts und wurden von der CIA vor einem möglichen Auffliegen durch Fahnder des FBI geschützt. Weil schon diese wenigen Fakten das Lügengebäude der offiziellen 9/11-Legende zum Einsturz gebracht hätten sorgte Philip Zelikow, der Autor des 9/11-Reports dafür, dass die gesamte Saudi-Connection in dem Report weitestgehend unterschlagen wurde. Peter Dale Scott hat die Geschichte dieser Saudi-Connection, die schon lange vor 9/11 begann, jetzt noch einmal in einem akribisch dokumentierten Essay aufgeschrieben, dessen Lektüre gerade angesichts der aktuelle wieder aufgeflammten Terrorwarnungen nur empfohlen werden kann: US Government “Protection” of Al-Qaeda Terrorists and the US-Saudi “Black Hole”
Auf einmal sind alle Verschwörungstheoretiker
Für die heutige Ausgabe der taz habe ich einen kleinen Kommentar zu dem Wandel des Begriffs “Verschwörungstheorie” geschrieben. Offenbar scheint verschwörungstheoretisches Denken mittlerweile auch in solchen Redaktionen angekommen, in denen der Begriff “Verschwörungstheorie” bis vor Kurzem allein der Diffamierung unerwünschter Nachrichten diente.Wer vor einigen Wochen noch behauptet hätte, dass die Geheimdeinste den kompletten Internetverkehr und sämtliche Telefonate abschnorcheln, wäre ohne jedes Zögern als verrückter Verschwörungstheoretiker bezeichnet worden, der mit seiner pathologischen Paranoia völlig unbegründetes Misstrauen sät. Jetzt, wo sich die Aussagen dieses Verrückten als zutreffend und wahrheitsgetreu erwiesen haben, kann er sich freilich auch nichts dafür kaufen. Denn nun heißt es: Dass Geheimdienste spitzeln, war doch sowieso schon immer klar!
JFK vs. National Security Establishment
Als ich Mitte des vergangenen Jahres von verschiedenen Verlagen gefragt wurde, ob ich zu dem im November 2013 anstehenden 50. Todestag nicht ein Buch über John F. Kennedy schreiben wolle, winkte ich zuerst ab – und wunderte mich über die Anfragen. Bis mir klar wurde, dass ich sie wohl Google verdanke, wo nach der Eingabe “JFK Verschwörung” gleich hinter Wikipedia der zweiteilige Artikel angezeigt wird, den ich 2003 für Telepolis geschrieben hatte. Seitdem hatte ich mit dem Thema nur noch selten beschäftigt und dachte eigentlich , dass genug dazu geschrieben sei und ein weiteres Buch wenig Sinn machen würde, weil es zu diesem Fall einfach nichts Neues gibt. Doch dann entdeckte ich das Archiv des “Assassination Records Review Board” (ARRB), das Mitte der 90er Jahre per Gesetz auf den Weg gebracht worden war und seitdem Millionen bis dato unveröffentlichter Dokumente gesichtet hatte, ich las die beiden ausgezeichneten Bücher von David Talbot – “Brothers – The Hidden History of the Kenendy Years” (2008) – und Jim Douglass – “JFK & The Unspeakable – Why He Died And Why It Matters” (2010)- und war umgehend überzeugt, dass es nicht nur sehr viel Neues zu diesem Fall gibt, sondern dass es auch Sinn macht, weiter zu recherchieren und ein Buch zu schreiben. Zumal ich ein weiteres Werk entdeckte, Peter Janney’s “Mary’s Mosaic: The CIA Conspiracy to Murder John F. Kennedy, Mary Pinchot Meyer, and Their Vision for World Peace” (2012), das einen Zusammenhang dokumentierte, der mich umtrieb, seit ich Mitte der 80er Jahre Timothy Learys Auotobiografie “Flashbacks” gelesen hatte. Dort erzählte Leary, dass Anfang der 60er Jahre eine junge Frau, die sich als Mary Pinchot vorstellte, zu ihm in die Harvard-Universität gekommen sei, und um Unterweisung gebeten hätte, wie man eine LSD-Sitzung leitet – sie hätte einen einflußreichen Freund in Washington, dem sie die Erfahrung eines erweiterten Bewußtseins zukommen lassen wolle. Den Namen dieses Freundes hatte sie auch bei ihren weiteren Besuchen bei Leary nie genannt; in seinem Buch äußerste Leary nur die Vermutung, dass es sich dabei um JFK gehandelt habe – und wiederholte dies auch, als ich ihn bei einem Besuch in Berlin 1987 explizit danach fragte. Viele JFK-Forscher haben diese Geschichte als Aufschneiderei des ohnehin als “LSD-Guru” schlecht beleumundeten Ex-Professors bezeichnet, der damit nur sein Buch promoten wollte. Doch mir schien sie schon damals plausibel – und nach den Recherchen im letzten Jahr und Peter Janneys akribisch recherchierter Biografie scheint sie mir absolut glaubwürdig. Denn sie kann den erstaunlichen Wandel erklären, der den als bekennender kalter Krieger gestartete Kennedy in seiner kurzen Amtszeit zu einem Prösidenten machte, der das defintive Ende des kalten Kriegs einleiten wollte – und sich so die mächstigste Insititution im Lande, den militäisch-industriellen Komplex, zum tödlichen Feind machte. Und Mary Meyer, die anders als JFKs zahlreiche Mätressen und Betthäschen, seine wichtigsten Beraterin und Freundin wurde, spielte bei diesem Wandel eine entscheidende Rolle – und bezahlte dafür 10 Monate nach dem Attentat in Dallas ebenfalls mit ihrem Leben. Mehr dazu in meinem Buch “JFK – Staatsstreich in Amerika”, das in Kürze erscheint.
Dass und wie John F. Kennedy sich das National Security Establishment zum Feind machte, weil er den “heiligen Krieg” gegen den Kommunismus beenden wollte, hat Douglas Horn, der als “Chief Analyst for Military Records” des ARRB fungierte und ein 5-bändiges Werk darüber veröffentlichte – Inside the Assassination Records Review Board (2009) – in einem soeben erschienenen ausführlichen Beitrag dargestellt. Diesen kann ich allen Interessierten als Einstieg in das Thema nur empfehlen: JFK’s War against the National Security Establishment.
Welcome To Brainwashington !
Auch wenn mir Alarmismus eher fern liegt, scheint es doch ziemlich merkwürdig, dass heute zahlreiche US-Botschaften im mittleren Osten schliessen, auch England Frankreich und Deutschland ihre im Yemen dichtmachen, FBI und Interpol wegen “erhöhter Terrorgefahr” Reisewarnungen an ihre Bürger durchgeben und dann auch noch gemeldet wird, dass in den USA eine nationale “Anti-Terror”-Übung mit über 5.000 Teilnehmern sattfindet, bei der ein nuklearer Terroranschlag simuliert werden soll. Da solche “Übungen” gerne in die Realität umschlagen – wie 9/11 die Simulation gehijackter Fluzeuge, wie 7/7 die Terrorübung in der Londoner U-Bahn und zuletzt das Training der “Boston Bomb Squad” beim Marathonlauf – scheint in den nächsten Tagen besondere Aufmerksamkeit für stattfindende oder “in letzter Minute” verhinderte Operationen unter falscher Flagge durchaus geboten. Zumal die ins Kreuzfeuer öffentlicher Kritik geratenen Schnüffelaktionen der NSA dringend einer Imageaufwertung bedürfen, ebenso wie die CIA, deren Aktionen in der libyschen Botschaft Bengazhi – die Ausrüstung von Al Qaida-Kämpfern mit libyschen Waffen für die “Revolte” in Syrien – gerade ans Licht gekommen sind.
Passend zu dieser aktuellen Situation heute im Sonntagskino ein wenig Hintergrund: “State of Mind – The Psychology of Control” – eine gerade erschienene 2-stündige Dokumentation über die Geschichte der Bewusstseinskontrolle, Gehirnwäsche und psychologischer Operationen im 20./21. Jahrhundert:
Die Handy-Anrufe des 11.9.
Zuletzt hatte es hier im Frühjahr 2011 eine heisse Diskussion über die echten oder gefälschten Handy-Anrufe aus den entführten Flugzeugen am 11.9.2001 gegeben. Ohne Frage sind diese Telefonate – vorallem die von Barbara Olsen mit ihrem Mann Theodor Olson, dem “Kronanwalt” der Bush-Regierung – eine der zentralen Säulen der offiziellen 9/11-Legende. In unserem Buch hatten wir auf eine dteaillierte Erörterung verzichtet und dazu angemerkt:
“Unter dem Info- und Desinfo-Strich bleibt indes bis heute offen, ob es an Bord von AA 77 überhaupt »Airphones« gab, von denen aus Hauptzeugin Barbara Olson ihren Mann Theodore im Justizministerium hätte erreichen können (nachdem das FBI offenbar die Verwendung eines Handy ausschloss, dank der im Moussaoui-Prozess vorgelegten Auswertungen). Unbeantwortet bleiben ebenfalls skeptische Fragen an die Skeptiker, kulminierend ungefähr in dieser: Falls 9/11 auf jeder Ebene ein gigantischer Verschwörer-Hoax war – wieso machten die genialen Planer ohne Not Fehler wie den, fragwürdige Anrufe von Bord der Maschinen aus schlampig zu inszenieren? Hätten wir nicht ohne diese Anrufe viel weniger Zweifel an der offiziellen Darstellung?Aufgrund der insgesamt gewichtigen Unsicherheiten verzichten wir daher nach gründlicher Prüfung der unsicheren Fakten- und Beweislage im Rahmen dieses Buches auf eine weitere Vertiefung des Aspekts »Anrufe von Bord der Flüge 77 und 93” (Bröckers/Walther: 11.9. – Zehn Jahre danach, S.296)
Unlängst hat sich nun eine Gruppe von Experten – “Consensus 9/11 – The 9/11 Best Evidence Panel” – der Fakten im Zusammenhang mit diesen Telefonaten nochmals angenommen – und kommt nach der Analyse der Anrufe von Todd Beamer (“Let’s Roll!”) und Barbara Olson sowie der weiteren Telefonate zu dem Schluss, dass diese nicht stattgefunden haben. Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse auf deutsch. Damit ist die “unsichere Fakten,-und Beweislage”, die uns 2011 von einer eingehenden Befassung mit diesem Punkt abhielt zwar immer noch nicht auf der völlig sicheren Seite, die Belege, die das Panel zusammengestellt hat, unterstützen jedoch die massiven Zweifel an der Authentizität der offiziellen Version. Und sie zeigen, dass es auch weiterhin in Sachen 9/11 nur ein Forderung geben kann: eine Neu-Untersuchung in der sämtliche Zeugen unter Eid aussagen.
“JFK – Staatsstreich in Amerika” als e-Book
Mein Buch über John F. Kennedy ist ab heute schon als e-Book erhältlich, Kindle-LesreInnen können es hier bestellen. Das gedruckte Buch kommt dann in drei Wochen. Dass das Buch im Zusammenhang mit der Massenausspähung durch die NSA eine besondere Aktualität hat, weil diese sehr wahrscheinlich nicht stattfinden würde, hätte JFK länger als nur 1000 Tage regiert, hatte ich anhand seiner Aussagen über “secrecy” hier kürzlich schon erwähnt. Und die Millionen Toten des Vietnamkriegs hätte es unter seiner Regierung nicht gegeben – doch drei Tage nach den Schüssen von Dallas, als sein Sarg in Washington aufgebahrt war und Zehntausende Bürger kondolierten, sagte sein Nachfolger Johnson dem Generalsstab angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahl 1964: “Seht zu, dass ich gewählt werde, und ihr bekommt euren Krieg. ”
Dass Kennedy es ernst meinte mit seinen Friedensbemühungen und er defintiv dabei war, den kalten Krieg zu beenden wurde spätestens in seiner Rede am 10. Juni 1963 klar, die ich zum 50. Jahrestag verlinkt hatte. Wie der erstaunliche Wandel JFKs, der als konventioneller kalter Krieger gestartet war, zustande kam, wird in diesem Buch ausführlich dokumentiert und dargelegt. JFK suchte den Frieden und wurde deshalb zum Abschuss freigegeben..
Privatsphäre fördert Terrorismus!
Die FAZ hat Fefe nach Las Vegas geschickt, um der von der Blackhat-Hackerkonferenz, auf der NSA-Chef General Keith Alexander eine Keynote zu Besten gab, zu berichten – hier ist sein Bericht und hier sein Blogposting über die hollywoodartige Show, die nur einmal kurz unterbrochen wurde, als ein Zwischenrufer die Aussage des NSA-Chefs “We stand for freedom” mit einem lauten “Bullshit!” quittierte. Worauf Alexander die Moneyquote des Tages los lies: “Ich denke, dass diese Diskussion wichtig ist. Weil ich meine, dass Sie glauben was in der Presse steht , ohne die Fakten zu beachten.” Also, liebe Leserinnen und Leser: nichts glauben was über die Snowden-Leaks ans Licht kommt – wie gestern die Fakten über das xKeyscore-Programm – sondern allein die “Tatsache” beachten, dass die NSA “für die Freiheit” steht. Sie tut wirklich nichts anderes als böse Terroristen zu bekämpfen und für unsere Sicherheit zu sorgen. Und Privatsphäre fördert nun mal den Terrorismus, Datenschutz sorgt dafür, dass sich die Bösen heimlich verabreden, Krieg ist Frieden, Sklaverei ist Freiheit und Unwissenheit Stärke. Aber: immer auf die Fakten achten! Denn “die Diskussion ist wichtig”. Alles klar! Fragt sich nur , warum ich angesichts dieser Farce gar nicht so viel essen kann wie ich kotzen könnte…
There’s something rotten…
” Die USA haben ein verrottetes Rechtssystem “, stellte eine bundesdeutsche Justizministerin, Herta Däubler-Gmelin, vor einigen Jahren fest – und wurde bald darauf in die Wüste geschickt. So was sagt man ja auch nicht über “Freunde”. So wie man jetzt, wenn man in der Politik noch Karriere machen will, am besten nichts oder nur vages über die Massenbespitzelung durch die NSA sagt. Und die illegalen Kriege der USA und ihre Kriegsverbrechen in Afghanistan und Irak zu benennen geht schon gar nicht, denn mit diesen Kriegen wird bekanntlich “unsere Freiheit” verteidigt. Insofern ist es auch keine Überraschung, dass der brave Soldat Bradley Manning, der die Öffentlichkeit über diese Kriegsverbrechen informiert hat, keine politische Unterstützung aus Deutschland erfährt. Und die Tatsache, dass ihm für seine Heldentat jetzt 130 Jahre Gefängnis drohen, keinen Aufschrei, keine Proteste seitens irgendeines Ministers oder Regierungsmitglieds zur Folge hat. Dass ihm die Todesstrafe erspart bleibt, weil der Anklagepunkt er habe “dem Feind geholfen” fallen gelassen wurde, muß da offenbar schon als Erfolg gewertet werden. Und dass die Soldaten, deren Mordtaten in dem von Manning an Wikileaks weiter gereichten Video “Collateral Murder” öffentlich bekannt wurden, niemals angeklagt oder bestraft wurden – damit muß in einem verrotteten Rechtssystem halt gerechnet werden, Ebenso wie mit der abstrusen Logik, dass Manning zwar einerseits dem “Feind” nicht geholfen hat, andererseits aber dennoch der Spionage schuldig gesprochen werden kann. Was ein großartiges Signal für jeden Whistleblower bedeutet, der künftig gedenkt, Mißstände oder Fehlverhalten staatlicher oder militärischer Institutionen anzuprangern: er wird behandelt wie der Spion einer fremden Macht, selbst wenn er dieser weder angehört noch ihr etwas verraten hat.
Insofern ist auch Edward Snowden gut beraten, sich dem verrotteten Rechtssystem seiner Heimat zu entziehen – zumal Glen Greenwald in einer neuen Veröffentlichung einmal mehr aufzeigt, dass nicht Snowden gelogen hat, als er behauptete, jeder simple NSA-Analyst könne jeden e-mail Account einsehen – sondern die US-Offiziellen, die behauptet haben, dass dies nicht stimme. Im heutigen “Guardian” kann man ausführlich nachlesen, wie das Programm xKeyscore funktioniert : die NSA sammelt sämtliche Aktivitäten eines Nutzers im Internet. Bei Nicht-Amerikanern braucht sie dazu keinerlei Genehmigung – und wenn der US-Bürger irgendeinen Kontakt ins Ausland hat ebensowenig. Einmal mehr zeigt sich also, dass der “Lügner” und “Staatsfeind” Edward Snowden die Wahrheit offenbart hat und die US-Regierung und ihre Geheimdienste nichts als Lügen. Mit Hamlet zu sprechen scheint da fast noch untertrieben: “There’s something rotten in the United States of America”…
Fukushima: Tödliches Schweigen
Knapp zweieinhalb Jahr nach dem Desaster in Fukushima und nahezu dauerhaftem Schweigen über die Fortsetzung und Verschärfung der Katastrophe mußte der Betreiber des zerstörten AKWs jetzt zugeben, dass Radioaktivität ins Grundwasser gelangt ist. Die Belastung mit den gefährlichen Isotopen Caesium und Tritium ist mittlerweile höher als in den Tagen nach der Katastrophe. Bis vor kurzem hatte der Betreiber TEPCO noch beteuert, dass die Verseuchung des Grundwassers wegen des Stahl,-und Betonfundaments der Reaktoren unmöglich sei. Doch es werden Megatonnen verseuchten Wassers täglich in den Pazifik gespült, was Fukushima zu einem globalen Problem macht – und TEPCO auch schon lange bekannt war, aber nicht kommuniziert wurde, weil man die Bevölkerung “nicht beunruhigen” wollte. Man läßt sie lieber stillschweigend krepieren – und gewöhnt den Rest der Welt an den perversen Zynismus von Zeilen wie die Überschrift des oben verklinkten Spiegel-Artikels: “Atomaufsicht will Überwachung verschärfen”. Als ob “Überwachung” die kontinuierliche radioaktive Verseuchung des Ozeans, die technologisch nicht gestoppt werden kann, in irgendeiner Weise verhindern könnte. Doch Vokabeln wie “Überwachung”, “Aufsicht”, “Sicherheit” usw. tragen zur stetigen Verharmlosung des wachsenden Desasters bei – das bei uns natürlich NIEMALS passieren kann – und ermöglichen eine unverantwortliche Politik, die in Japan die stillgelegten Reaktoren wieder ans Netz bringen und in der EU zu einem Beschluss führen kann, den Neubau von AKWs nicht zu verbieten, sondern zu fördern. Um diesen von Lobbyisten korrumpierten EU-Bürokraten etwas entgegenzusetzen braucht es statt des Schweigens der Medien nur Informationen über das Ausmaß der Katastrophe und die erschreckende Realität vor Ort – wie etwa in diesem aktuellen Video über die Geisterstadt Fukushima.