Warum wir aus der Zinsenfalle niemals herauskommen. Ein lehrreiches Stück “Warum überall Geld fehlt”:
Frohe Wehrmacht und guten Putsch !
Die schönste Weihnachtskarte kam dieses Jahr von meinem Militärberater Gerhard Seyfried auf elektrischem Wege – und wir schließen uns den Festtagsgrüßen an die Front freudig an:

Occupy “Corporation of London” !
Stellen wir uns vor, wir haben irgendwo ein Bankkonto, ein Sparbuch, ein Depot mit Wertpapieren – die Ersparnisse für eine größere Anschaffung, für’s Alter, die eiserne Reserve. Und nun stellen wir uns vor, dass die Bank, bei der wir unser Geld auf die hohe Kante gelegt haben, auch eine Abteilung hat, die mit Derivaten handelt und im Finanzcasino Wetten abschließt, wie fast alle großen Banken – und dass sie sich im großen Stil verzockt. So weit, so normal und – zu Lasten der Steuerzahler, die dann “Rettungschirme” bereit stellen – leider allzu bekannt. Mit der Pleite des Finanzgiganten MF Global hat dieses Betrugsschema jetzt eine neue Dimension erreicht – die Zocker-Abteilung von MF Global hat als ihre Wetten den Bach runter gingen einfach auf die Konten der Bankkunden zugegriffen und diese leergeräumt – 1,2 Milliarden $ sind verschwunden. Der Trendforscher Gerald Celente ist einer dieser Kunden und erklärt in diesem Videogespräch mit Max Keiser wie die Sache lief und wer – mal wieder – dahinter steckt: die Strippenzieher von Goldman-Sachs.
Wie aber kann es sein, dass auch nach der Pleite von Lehmann-Brothers, AIG usw. solche Großbetrügereien noch immer möglich sind, wie können Finanzterroristen weiter solche Riesenwetten und Riesenpleiten produzieren, ohne dafür in irgendeiner Form belangt zu werden ? Das hat damit zu tun, dass ihre Aktionen nicht illegal sind, zumindest nicht überall , denn es gibt einen sicheren Hafen, von dem aus sie ihre Waffen finanzieller Massenzerstörung ungehindert zum Einsatz bringen können: die City of London. Diese ist kein Stadtteil der britischen Hauptstadt, sondern wie der Vatikan in Rom ein Staat im Staate mit eigener Gesetzgebung, ober besser gesagt ein Firma im Staate, denn sie heißt nicht nur “City of London Corporation”, sondern wahlberechtigt sind in diesem Stadtstsaat außer ein paar Anwohnern nur die dort registrierten Unternehmen – Banken und Finanzinstitute. Und die “Unaccountable Corporation of London” – wie der “Guardian” diese gigantische Off-Shore-Oase nannte – kann sich ihre Gesetze eben so machen, wie es ihr paßt. Zum Beispiel was die Re-Hypothecation betrifft, die es Bankern und Brokern erlaubt, auf die hinterlegten Einlagen und Sicherheiten ihrer Kunden ihrerseits Hypotheken aufzunehmen. Ein Haus, das der Bank als Sicherheit für einen Kredit überschrieben wurde, kann so von der Bank für einen weiteren Kredit als Sicherheit verwendet werden. In den USA und Europa ist der Betrag für die Re-Hypothecation beschränkt, an der Wall Street können Broker ihre Kundeneinlagen nur zu 140 % beleihen. In der City of London aber gibt es kein Limit – das eh schon beliehene Haus kann als Sicherheit den doppelten, dreifachen, vierfachen Betrag seines Realwerts generieren. Und was tut nun ein Großzocker bei Lehman, AIG, wenn er verzockt hat und neues Spielgeld braucht – er geht nach London und holt sich neues. So konnte es kommen, das Pappdeckelhäuser in den USA mit einem Vielfachen ihres Werts beliehen werden konnten – sämtliche Großpleiten der sog. Finanzkrise wie jetzt auch MF Global liefen durch das Nadelöhr der City of London. Solange dieser sichere Hafen des Finanzterrorismus nicht stillgelegt ist, wird diese Krise nicht zu Ende gehen – und solange ist auch ein Ende der betrügerischen Geldschöpfung aus dem Nichts nicht abzusehen….
Dragon Family vs. Rockefeller-Rothschild-Clan
Die Geschichte klingt mehr als abenteuerlich, die verschiedenenen Plots scheinen Drehbüchern für Indiana Jones, James Bond oder dem defintiven Illuminaten-Thriller entommen, die Story reicht bis in die 1930er Jahre zurück und hinein bis in die aktuelle Gegenwart – und ist, wenn man den Whistleblowern folgen darf, von größter Bedeutung für die nahe Zukunft. Sie enthält verschiedene Ingredienzien und Gewürze, die dem nüchternen Analytiker von Verschwörungstheorien den Appetit verderben, weil der Zeiger des Bullshit-Detektors unbarmherzig in den roten Bereich auschlägt wenn zB UFOs und Außeriridische auftauchen. Aber das ist hier nur am Rande und gelegentlich der Fall – und einem guten Motor schadet es nicht, hier und da in den roten Bereich zu drehen, im Gegenteil fängt da für passionierte Fahrer der Spaß erst richtig an, und so ist es auch mit einer guten Geschichte. Dass Benjamin Fulford – der ehemalige Bürochef Asien des Wirtschaftsmagazins “Forbes” – meines Erachtens bei seinen Interpretationen bisweilen über den Pudding haut, ändert deshalb nichts daran, dass es sich im Kern um einen journalistischen Scoop allererster Güte handelt. Nicht um eine “abstruse Verschwörungstheorie”, wie seit 9/11 jede Information genannt wird, die das allgemeine Mainstream-Gewäsch anzweifelt, sondern um eine faktengesättigte, beweis-, und gerichtsfeste Dokumentation. Nun hilft auch das, wie wir spätestens seit 9/11 wissen, wenig, wenn willfährige Medien und Justiz keinerlei Interesse für die Wahrheitsfindung aufbringen – insofern sollte man nicht allzu optimistisch sein, dass die Ende November in New York eingereichte 111-seitige Klageschrift (pdf) und das anstehende Gerichtsverfahren wirklich Folgen haben. Angeklagt sind die Vereinten Nationen, das Office of International Treasury Controll, das World Economic Forum, die Republik Italien und ein weiteres Dutzend Personen, Kläger ist der in Bulgarien lebende US-Staatsbürger Neil Keenan als Bevolllmächtigter der Dragon-Family, einem Konsortium asiatischer Adelsfamilien, und es geht um deren Anspruch auf Gold der Federal Reserve Bank im Wert von 1, 1 Billionen (amerik. Trillionen) US-Dollar.
Ganz kurz tauchte dieser Schatz 2009 im Medienmainstream auf und schnell wieder unter, als zwei Japaner 2009 an der italienisch-schweizerischen Grenze vom Zoll durchsucht worden und Wertpapiere – Bonds der Federal Reserve Bank New York – im Wert von 134,5 Milliarden $ dabei hatten. In den Medien wurde gemutmaßt, dass es sich um Fälschungen handelen muß, da die Papiere auf je 500 Millionen lauteten, was im Bankgeschäft unüblich ist. Mittlerweile hat sich aber herausgestellt, dass die Bonds echt sind und der Bevollmächtigte der Besitzer klagt auf Herausgabe – und bezichtigt die Beklagten der illegalen Beschlagnahme und des Versuchs, ihn mit 100 Millionen zu bestechen wenn er die Sache auf sich beruhen läßt. Die 134 Milliarden, die die japanischen Emmissäre im Auftrag der Dragon-Family 2009 cashen wollten, sollten humanitären Fonds für die Entwicklung in Afrika und Asien zugehen.
Nach dem Einfall der Japaner in China in den 1930er Jahren fürchteten viele der Provinzfürsten und reichen Adeligen um ihre Goldreserven und suchten sie eilig außer Landes zu schaffen – in die Tresore der amerikanischen Federal Reserve Bank, die 1938 dem Empfang von sieben Schiffsladungen Gold quittierte und den Besitzern dafür Schatzanweisungen ausstellte, mit einer Laufzeit von 60 Jahren. Als diese nun 1998 fällig wurden versuchte die FED die Forderung abzuwimmeln, wurde aber vom internationalen Zivilgericht zur Auszahlung verdonnert – und verpflichtete sich zur Rücklieferung des Goldes. Die erste Schiffsladung sollte am 12. September 2001 in New York abgehen – und fiel dann aus bekannten Gründen aus…
Den Rest der Geschichte können geneigte LeserInnen in dem ausführlichen Interview nachlesen, das David Wilcock mit Benjamin Fulford darüber geführt hat – hier.
Wer noch mehr Zeit mitbringt und sich das komplette Verschwörungsgarn von Fulford zu Gemüte führen will – hier ein Dossier des Nexus-Magazin von 2007 als pdf. Gäbe es die oben verlinkte handfeste Gerichtsklage nicht läge es nahe, die ganze Geschichte für kompletten Bullshit und ihren Überbringer für einen durchgeknallten Schwachkopf zu halten. So aber könnte es sich lohnen, diese komplexe Großverschwörung einmal genauer anzusehen, auch wenn sie zu groß scheint um wahr zu sein. Das eine oder andere Licht aber könnte an einem verregneten vierten Advent vielleicht dennoch aufgehen…
…und wieder da.
Und prima erholt und entspannt, um im allfälligen Wahnsinn nicht den Verstand zu verlieren. Zumal dankenswerter Weise mittlerweile ja auch die klugen Köpfe der FAZ erkannt haben, dass ohne ein Ende der Schuldknechtschaft alle Rettungsschirme und Maßnahmen nur Kosmetik sind, und dass es an der Zeit ist, die Systemfrage zu stellen. Soweit ist Mutti Merkel zwar noch nicht, aber ihre zumindest halbwegs klare Kante hat die britischen Casinobetreiber schon mal an den Katzentisch verbannt. Das ist schon mal was – und wenn die Pleiteinsel, die außer Finanzwetten nichts mehr Nennenswertes produziert, ganz aus der EU austritt wäre auch nicht allzuviel verloren. Wenn dann die Systemfrage gestellt und gelöst ist – es ist das Geld,- und Zinssystem, stupid! – und Britannien als letztes Land der Welt die Finanzcasinos dichtmacht, kann dann der Wiedereintritt wohlwollend geprüft werden…
Keineswegs wohlwollend ist indessen der Wiedereintritt einer intelektuellen Flachpfeife in den öffentlichen Diskurs zu werten, der als diplomierter Schmierlappen und falscher Doktor eigentlich längst abgeschrieben war, dank willfähriger Staatsanwälte und Medien jetzt aber schon wieder gehyped wird. Und ein neues Pöstchen hat er auch schon, als Berater soll Baron zu Googleberg seine Expertise in Sachen Internet künftig der EU-Kommission zukommen lassen. Würde man als Drehbuchautor einer Seifenoper diesen Plot über einen selbstgefälligen Poser abliefern, jeder Redakteur würde ihn rausstreichen: “Zu dick aufgetragen!” – die Wirklichkeit schreibt eben immer noch die besten Satiren.
Aber um die Systemfrage kommen wir dennoch nicht herum, weshalb die Occupy-Bewegung natürlich auch nicht aufhört. Denn es wird, nicht nur bei der FAZ, in mehr und mehr Köpfen klar, dass Symptome nicht kuriert werden können, wenn der Fehler im System angelegt ist. Und dass Parasiten nur überleben können, wenn sie ihre Gier einschränken und zu Symbionten werden. Um das zu verstehen, muß kann keine ökonomischen Bücher lesen, sondern die Werke von Lynn Margulis, die am 22. November gestorben ist. Die in meinen Augen wichtigste Evolutionsbiologin seit Darwin hat in ihren Arbeiten gezeigt, dass der “Kampf ums Dasein” und das “Überleben des Stärkeren” nur die eine Seite der Evolutiondsmedaille darstellt. Die andere lautet Kooperation, Koevolution und Symbiose.
Ich bin dann mal weg…

…aber der hiesige Blogwart hat versprochen, ab & zu die Kommentare freizuschalten. Wenn also was Weltbewegendes passiert kann hier kommentiert werden. Dass mir selbst in den nächsten Wochen hoffentlich so ziemlich alles am sprichwörtlichen Arsch vorbei gehen wird, dafür hat die geneigte Leserschaft angesichts der herrlichen Destination sicher volles Verständnis. So um den 10. Dezember geht es hier dann heiter weiter.
To Big To Fail ? Occupy Prohibition!
Der “Guardian” hat am Sonntag mal wieder ein kämpferisches Editorial über das Scheitern des Drogenkriegs veröffentlicht –The war on drugs and the shameful silence of our politicians – doch es wird, wie so viele redliche und faktengesättigte Analysen und Kommentare in den letzten Jahrzehnten, einmal mehr nichts nützen. Jeder weiß, dass der “war on drugs” aussichtslos ist, dass er mehr Schaden anrichtet als verhindert und die Opfer produziert, die er zu retten vorgibt . Mehr als 2,5 Billionen Dollar haben allein die USA in den letzten 40 Jahre ausgegeben, um diesen Krieg zu führen, mit dem Erfolg, dass heute mehr Drogen als je zuvor konsumiert werden – und dennoch die Budgets dieser bizarren “Drogenbekämpfung” jährlich weiter steigen. Warum ? Wie die Großbanken ist auch der Drogenhandel to big to fail, das Drogengeschäft ist “systemrelevant” – USA und NATO zahlen ihre Partner im Afghanistan-Krieg jetzt seit zehn Jahren mit Heroin. In meinem Buch “Die Drogenlüge – Warum Drogenverbote den Terrorimsus fördern und Ihrer Gesundheit schaden” wird diese Systemrelevanz u.a. mit einem Zitat des ehemalige CIA-Chefs William Casey verdeutlicht, der 1986 vor dem Untersuchungsauschuß der Iran-Contra-Affäre darüber aussagen mußte, warum sein Dienst den Großhandel mit Kokain ermöglichte:
“Meine Aktionen mögen als kriminell angesehen werden, weil sie zahllose Amerikaner zur Drogenabhängigkeit verdammen. Das ist mir egal. Jeder Krieg produziert Opfer. Grundsätzlich ist ein Krieg um so kürzer, je gewalttäiger er ist. Meine Wahl war entweder einem andauerenden Guerilla-Aufstand des Kalten Kriegs in Lateinamerika zuzuschauen, oder die verfügbaren Mittel zu nutzen um einen gewalttätigen Krieg von kurzer Dauer für die Demokratie zu finanzieren und zu führen. Ich stehe zu meinen Entscheidungen. Das Werkzeug ist Kokain. Der Trick ist zu verstehen, dass die Drogenkonsumenten die Freiheit der Wahl haben. Sie wählten die Droge. Und ich entschied ihre Gewohnheit zu benutzen um die Demokratie zu finanzieren, an der sich alle Amerikaner erfreuen. Und um diese Amerikaner vor der kommunistischen Bedrohung zu schützen, die an unsere Hintertür in Lateinamerika klopft. Um dies zu ändern muß der Drogenkonsument seinen gesellschaftlichen Beitrag leisten.”
Dieser “Beitrag” zur Finanzierung von “Demokratie” ist auch heute noch zu groß, um darauf zu verzichten – weshalb CIA und NATO ihren Kombattanten weiterhin die Kanäle für das Drogengeschäft offenhalten – und gleichzeitg mit dem “Krieg gegen Drogen” dafür sorgen, dass die Gewinnspannen exorbitant bleiben. Denn nur dank der Illegalität werden aus einfachen Agrarprodukten wie Mohn oder Coca im Wert von 1000 $ die “Luxusprodukte” Heroin oder Kokain mit einem Endkundenpreis von 100.000 $. Kämen sie dahin zurück, wo sie einst herkamen – die Apotheke – wären es nur einfache und billige Arzneimittel. Und die Milliarden von Schwarzgeld, die über die noch immer nicht geschlossenen Schattenbanken in das legale Börsengeschäft fließen, könnten keine Krokodilfonds für illegale Kriege, Warlords und “Terroristen” “Freiheitskämpfer” füttern. Deshalb und nur deshalb wird die irrationale, kontraproduktive und sozial,-und gesundheitspolitisch destruktive Politik der Prohibtion aufrecht erhalten. “There’s no business like drugbusiness” – und wie die Finanzoligarchie muß diese Drogenherrschaft gebrochen werden. Geschäfte, die to big to fail sind, sodass die Allgemeinheit für ihre Verluste und Schäden aufkommen muß, darf es künftig nicht mehr geben: Occupy Prohibition!
Victory!
Während die Polizei Liberty Plaza in New York und andere Occupy-Camps räumt, weisen die Aktivisten darauf hin, dass man zwar ein paar Zelte niederreißen kann, aber nicht eine Idee. Und die Kreativbolzen von Adbusters stellen in einem “Tactical Briefing” zwei mögliche Strategien vor:
STRATEGY #1: We summon our strength, grit our teeth and hang in there through winter … heroically we sleep in the snow … we impress the world with our determination and guts … and when the cops come, we put our bodies on the line and resist them nonviolently with everything we’ve got.
STRATEGY #2: We declare “victory” and throw a party … a festival … a potlatch … a jubilee … a grand gesture to celebrate, commemorate, rejoice in how far we’ve come, the comrades we’ve made, the glorious days ahead. Imagine, on a Saturday yet to be announced, perhaps our movement’s three month anniversary on December 17, in every #OCCUPY in the world, we reclaim the streets for a weekend of triumphant hilarity and joyous revelry.
Ich tendiere eindeutig zu #2. Denn schon jetzt ist “#Occupy” ein klarer Sieg gelungen – was den Gewinn der öffentlichen Meinung, die Mobilisierung kritischen Denkens, die Thematisierung des Geld,-und Finanzsystems betrifft. Auch wenn der Winter mit Frost und Schnee einzieht – und tausende #Schneemännern überall Occupy-Wache halten – wird die Idee nicht unterzukriegen sein. Der Kampf geht weiter.