Mondmärchen (II)

Das kleine Video im letzten Posting hat eine ausführliche Debatte in den Kommentaren provoziert, die mich ziemlich überrascht. Je weiter  Verschwörungen entfernt sind und je weniger sie anhand von Fakten, Augenzeugen und “harten” Beweisen nachweisbar sind, desto heftiger scheinen die Theorien darüber zu spriessen. Dass ich die “Moon-Hoax”-Thesen als “irrelevant” bezeichnet habe, wurde von vielen offenbar als Provokation empfunden – wobei mir in keinem der Kommentare die Relevanz näher gebracht wurde, außer dass es sich um “die größte Verarsche” aller Zeiten handelt. OK – aber so what ?

Ich will  niemandem das Hobby leidig machen, sich damit intensiv zu beschäftigen, wie man an der Vielzahl der Beiträge und Links sehen kann ist es offenbar weit verbreitet und wird mit Leidenschaft betrieben; mir selbst allerdings erscheint  es, nachdem ich schon vor einiger Zeit die einschlägigen Webseiten und Publikationen dazu studiert habe, eher unwichtig. Denn selbst wenn die Beweise für diese Mega-Verschwörung absolut nachvollziehbar, wasserdicht und gerichtsfest wären, wären die Folgen  – abgesehen von einem Imageverlust für die NASA, die sowjetische Raumfahrt und die Weltraumbranche insgesamt – nahezu gleich Null.  Und das unterscheidet den Moon-Hoax  (oder auch Roswell und die ganzen durchaus spannenden UFO/Aliens/Kornkreise -Kisten ) von vielen wichtigeren Verschwörungsfällen – wie z.B. 9/11, oder JFK, oder Golf von Tonkin, Afghanistan, Irak usw. – die konkrete politische Folgen hatten, die Menschenleben gekostet haben und deren Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden können und müssen.

Mondmärchen

Zu den schrägsten (und irrelevantesten) Verschwörungstheorien gehört die Behauptung, dass die Mondlandung 1969 nicht auf dem Mond, sondern nur in einem Filmstudio stattgefunden hat – und die gesamte Welt von den Fake-Videos seitdem nach Strich und Faden belogen wird. Wer das glauben kann, der kann defintiv an ALLES glauben – was in einer immer komplexer werdenden Welt ja durchaus hilfreich sein kann. An irgendwas muß man sich schließlich halten – und ob es nun der liebe Gott, der allmächtige Allah,  die perfide NASA  oder die diabolischen USA sind ist da ziemlich wurscht. Und mit Tatsachen, mit der Realität, muß es auch nichts zu tun haben – und schon gar nicht mit einem Wissen über den Stand der Film-und Videotechnik Ende der 1960er:

Podiumsdiskussion über “Die vierte Macht”

Im Herbst vergangenen Jahres erschien das Buch von Dirk Fleck  “Die vierte Machte – Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten” , für das er neben 25 anderen Kollegen auch mich befragt hatte.
Morgen findet an der Katholischen Akademie Freiburg unter dem Titel “Die vierte Macht – Die Medien zwischen Verantwortung und Entertainment in schwierigen Zeiten” eine Podiumsdiskussion statt, an der ich teilnehme. Wer interessiert und in der Nähe ist, weitere Infos zur Veranstaltung gibt es  hier.

Leih-stung lohnt sich!

Dass sich “Leistung wieder lohnen”, Spekulanten geschützt, Banken gerettet, Arme gemolken und Reiche entlastet werden müssen – dass sich also die Bonzen,- Zahnarzt,- Verleihnix,- und Mövenpickpartei FDP mit Leihstimmen ihren Platz am Fleischtopf der Regierung erschnorren muß, klingt wie ein schlechter Witz. Ist aber gerade in Niedersachsen passiert. Leih-stung kann sich also doch lohnen, bzw. nur noch, denn wenn es nach Leistung ginge, wären Flachpfeifen wie Rössler, Westerwelle, Niebel & Co. allenfalls bei 2,5 % gelandet…

Gegen den Copyright-Extremismus

Auch wenn es etwas schwer fällt, Kim DotCom sympathisch zu finden, der derzeit in Neuseeland auf seinen Prozess  wegen Urheberrechtsverletzungen auf seiner Plattform Megaupload wartet – sein neues Projekt “Mega” ist ein genialer Schachzug, zumindest wenn man dem Nerd-Blog Gizmodo glauben darf, der sich das schon mal genauer angeschaut hat. Der kleine aber entscheidende Unterschied zu “Dropbox” und anderen cloud-ähnlichen Upload-Plattformen, die den Austausch von Dateien ermöglichen, ist die Verschlüsselung: alle Daten  werden beim Hochladen automatisch verschlüsselt, “Mega” weiß nicht ob es sich um banale Kochrezepte, den neuesten Hollywood-Streifen oder Top-Secret-Akten des Pentagon handelt, auch der User kriegt von der Verschlüsselung nichts mit, außer einem Schlüssel, den er anderen Usern zukommen lassen muß, damit diese die Daten herunterladen und entschlüsseln können. “It’s maybe the most private, invincible file-sharing service of all time” – und die definitive Waffe gegen die orwellsche Ausspionierung des Internets, sowie das  Copyright in Zeiten digitaler Reproduzierbarkeit. Im Interview mit dem Guardian sagt Kim DotCom, dass er nicht gegen das Copyright sondern nur “gegen Copyright-Extremismus” ist  – klingt theoretisch gut, aber wie das praktisch aussehen soll steht dahin.

Dass verschlüsseltes Filesharing wie jedes Werkzeug zum Guten wie zum Bösen benutzt werden kann versteht sich von selbst und  bis die abgelatschten Argumente dagegen kommen – Kinderporno etc. – muß man keine Uhr stellen. Und doch ist “Mega” selbstverständlich  begrüssenswert: es stellt dem Mainstream der Internet-User ein Werkzeug zur Verfügung, das bisher vom militärisch-industriellen Komplex genutzt wird – und es ermöglicht diesem Mainstream zurück zu gewinnen, was ihm in Zeiten von Google, Facebook zunehmend genommen wird, nämlich das Recht auf Unverletztlichkeit der Privatsphäre.

Napoleon in Mali

Ich kann nicht wirklich einschätzen, was in Mali gerade geschieht, außer dass es immer Grund zur Skepsis gibt, wenn der Westen irgendwo “gegen den Terror” interveniert –  zwei gute Artikel dazu hier und hier –  kaum hoch genug schätzen aber kann ich die Musik aus diesem Land und das Album, das sie berühmt gemacht hat: “Talking Timbuktu” von Ali Farka Toure und Ry Cooder.

Auf verlassenem Posten

Einer der phantastischsten “Zufälle” des 11.September 2001 ist bekanntlich die Tatsache, dass genau am Tag und zur Stunde der Anschläge Manöver der US-Airforce stattfanden, die genau das simulierten was dann passierte, nämlich die Entführung von Zivilmaschinen durch “Hijacker”. Im letzten Posting hatten wir gerade darüber spekuliert, dass die  Fake-Islamisten Atta & Co. an Bord dieser Maschinen waren, weil sie  von ihrem Geheimdienst den Auftrag bekommen hatten, diese “Hijacker” zu simulieren. Heute hat Kevin Ryan ein längeres Stück überden Chef der NORAD, der militärischen Luftüberwachung,  General Ralph Eberhart veröffentlicht, der an diesem Tag u.a. dafür zuständig war,  Flugzeugentführungen zu verhindern bzw.mit Abfangjägern unschädlich zu machen. Was er aber nicht tat. Dennoch wurde der General später als “9/11-Hero” ausgezeichnet.  Hier ein kurzer Auszug aus unserem Buch über diesen “Helden” und mit den Informationen,  warum  er nach 9/11 befördert wurde: er war (wie Rumsfeld, Cheney und Myers) schlicht nicht auf seinem Posten:

“Eberhart trat seinen Dienst auf dem Stützpunkt Peterson, Colorado, gegen 8:30 Uhr an und wurde um 8:45 Uhr, unmittelbar vor dem ersten Crash in New York, von der Entführung des Fluges AA 11 unterrichtet. Nachdem er vergeblich versucht hatte, den auf Reisen befindlichen eigentlichen Oberbefehlshaber des US-Militärs, Admiral Sheldon, zu erreichen, benachrichtigte er General Myers – laut Myers zwischen 9:03 und 9:30 Uhr, wusste aber (wiederum laut Myers) zu diesem Zeitpunkt selbst nicht, dass bereits Jets von der Otis Air Base in Massachusetts aufgestiegen waren. Eine Erklärung für diese Wissenslücke Eberharts fehlt bis heute. Nach dem Gespräch mit Myers blieb Eberhart zunächst auf seinem Posten, also auf der Basis in Peterson, um »die Kommunikation nicht zu unterbrechen«, tat jedoch Minuten später genau das, und zwar mit erstaunlichem Ergebnis. Denn Eberhart setzte sich »gegen 9:30 Uhr« ins Auto und machte sich auf den je nach Verkehrslage halb- bis einstündigen Weg zum NORAD Operations Center in Cheyenne Mountain. Als er dort eintraf, war – wiederum seiner eigenen Aussage zufolge – der Abschussbefehl für die entführten Verkehrsmaschinen gerade vom Vizepräsidenten erteilt und durch das NORAD-System weitergegeben worden. Das war, nachweislich, um 10:30 Uhr, sprich: General Eberhart traf erst eine Stunde nach seiner Abfahrt aus Peterson in Cheyenne Mountain ein und ließ sich informieren, was in seinem Abwehrsystem inzwischen passiert war. Denn während der gesamten Fahrt von Peterson nach Cheyenne Mountain war der NORAD-Oberbefehlshaber aus bis heute ungeklärten Gründen nicht zu erreichen gewesen.Ebenso ungeklärt bleibt, weshalb Eberhart um 9:30 Uhr überhaupt beschloss, die Location zu wechseln – zu einem Zeitpunkt, zu dem er, der NORAD-Commander, dringendst gebraucht wurde. In dieser Stunde jedenfalls, die der General schweigend in Stau und Handy-Funkloch verbrachte, waren Amerika und seine Einwohner, wie Senator Mark Dayton später fassungslos feststellte, »komplett verteidigungslos«. Wir wissen bis heute erstaunlich wenig über die Gründe für Eberharts sonderbare Wege am 11. September. Über seinen fürderhin erfolgreichen Berufsweg wissen wir hingegen alles: Im Oktober 2002 wurde ihm aufgrund seines bemerkenswerten Krisenmanagements die Leitung der »primären militärischen Heimatschutz-Organisation« übertragen, des Northern Command (NORTHCOM).”

War Al-Awaki einer der Handler der 9/11-Hijacker ?

Dass sich die “Hijacker” des 11.September 2001 nicht so verhielten wie islamistische Selbstmordattentäter, dass sie Striptease-Clubs besuchten sowie Alkohol und Drogen konsumierten; dass sie kurz vor ihrer Selbstmordmission noch ordentlich ihre Knöllchen bezahlten, Wohnungen kündigten, Mietautos zurückgaben und “Miles & More”-Konten eröffneten – um dann ihr Testament nicht den Anghörigen zukommen zu lassen, sondern  im mitgeführten Gepäck zu zerstören, wäre es dann nicht zufällig am Flughafen hängen geblieben… all diese Fakten sind vielfach dokumentiert und haben ausreichend Anlass gegeben, die offizielle Version der 9/11-Ereignisse zu bezweifeln. Ebenso wie die Tatsache, dass 15 der angeblichen Hijacker überhaupt in die USA einreisen konnten, trotz völlig desolater Visa, mit denen sie aber  allesamt von  just jenem US-Konsulat in Jeddah/Saudi Arabien, das schon in den Jahren davor als Schleusungsstation für CIA-Assets aktenkundig geworden war, durchgewunken wurden. Um dann  ausgerechnet an einer Flugschule in Venice Beach/Florida zu trainieren, deren Besitzer und deren geschäftsführender Strohmann in den CIA-Drogenschmuggel verwickelt sind…Man muß schon ein äußerst hartnäckiger Zufallstheoretiker sein, um diese Fakten mit der offiziellen Geschichte in Einklang zu bringen.
Wenn aber Atta & Co. sich im Vorfeld der Anschläge nicht so verhielten als würden sie alsbald um’s Leben kommen,  sondern eher so wie saudische Agenten, denen von ihrem Dienst ein cooles Flugtraining in Florida spendiert wurde und die das Leben dort in vollen Zügen genossen, warum und wie kamen sie dann am 11.9. in die Flugzeuge ? Hier sind wir aufgrund der mangelnden Ermittlungen von 9/11 kurz auf Spekulationen angewiesen und die naheliegendste sieht so aus: Eines Tages kam ihr Agentführer vorbei und hatte einen Nebenjob: “Unsere amerikanischen Freunde machen ein Luftwaffenmanöver, bei dem die Entführung von Zivilmaschinen simuliert wird und ihr sollt die Hijacker spielen. Hier sind die Termine und Flüge, die ihr dafür buchen müßt. Ihr braucht nur rechtzeitig am Flughafen sein und ein Teppichmesser mitbringen, um den Rest kümmern wir uns.”
Dieses Manöver fand bekanntlich am Morgen des 11.9. tatsächlich statt und bekannt ist auch, dass Atta das Teppichmesser um ein Haar vergessen hätte und es noch am Vorabend in einem Supermarkt in Portland schnell besorgte. Jetzt wurde anhand von  FBI-Akten auch bekannt, wer dieser Agentführer, einer der Handler der “Hijacker”,  gewesen sein könnte – der US-Staatsbürger und jihadistische Prediger Anwar Al-Awaki, von dessen Kreditkarte im Sommer 2001 drei Flüge für die späteren Hijacker abgebucht wurden. Al-Awaki selbst kann dazu als Zeuge nicht mehr gehört werden, er wurde, nachdem er sich in  den Jemen abgesetzt hatte, dort im November 2011 von einer US-Drohne getötet. Die neuen Fakten bestätigen aber die u.a. in unserem Buch  als Hintergrund der “Hijacker” ausführlich beleuchtete CIA-Saudi- Connection.