Zbigniew Brzezinski – nationaler Sicherheitschef unter Jimmy Carter, außenpolitischer Berater von vier weiteren Präsidenten inkl. Barack Obama – ist neben “Bloody Henry” Kissinger der große alte Mann der amerikanischen Geopolitik. 1979 bewaffnete und motivierte er die “Freiheitskämpfer” der Mujaheddin gegen die Russen in Afghanistan (“Gott ist an eurer Seite!”) und kann somit als Erfinder des terroristischen Islamismus und “Al CIAda” gelten. In seinem Buch “Die einzige Weltmacht – Amerikas Strategie der Vorherrschaft” (1997) – bei Amazon wird das Fischer-Taschenbuch gebraucht für 200,00 EURO angeboten, hier gibts ein PDF – beschreibt er sehr weitsichtig die geopolitische Strategie, der die US-Politik bis heute folgt, auch aktuell in der Ukraine:
“Die Ukraine, ein neuer und wichtiger Raum auf dem eurasischen Schachbrett, ist ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt, weil ihre bloße Existenz als unabhängiger Staat zur Umwandlung Russlands beiträgt. Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr. Wenn Moskau allerdings die Herrschaft über die Ukraine mit ihren 52 Millionen Menschen, bedeutenden Bodenschätzen und dem Zugang zum Schwarzen Meer wiedergewinnen sollte, erlangte Russland automatisch die Mittel, ein mächtiges Europa und Asien umspannendes Reich zu werden.Verlöre die Ukraine ihre Unabhängigkeit, so hätte das unmittelbare Folgen für Mitteleuropa und würde Polen zu einem geopolitischen Angelpunkt an der Ostgrenze eines vereinten Europas werden lassen. Eine langfristige amerikanische Geostrategie für Europa wird die Fragen der europäischen Einheit und echter Partnerschaft mit Europa mit aller Bestimmtheit angehen müssen. Eine Politik für ein geeintes Europa wird sich außerdem – wenn auch gemeinsam mit den Europäern – der hochsensiblen Frage nach Europas geographischer Ausdehnung stellen müssen. Wie weit soll ich die Europäische Union nach Osten erstrecken?”
Diese Frage ist mittlerweile beantwortet, denn mit ihrem Entweder/Oder-Angebot an die Ukraine haben EU und NATO klar gemacht, dass sie bis an die russischen Grenzen vorrücken und sich im Schwarzen Meer festsetzen wollen. Dazu wurde eine Putsch-Regierung in Kiew installiert und eine faschistische Sturmabteilung aufgehetzt, für die dieselbe Parole gilt, mit der Brezinski seinerzeit seine Gotteskämpfer in Afghanistan in den Krieg schickte: “Soviel russisches Blut wie möglich vergiessen!” Dass der rechte Sektor sie beherzigt, wurde gerade im Gewerkschaftshaus in Odessa grausam unter Beweis gestellt. Doch Tragödien wie diese sind genau das Richtige, um den Konflikt und die Spaltung des Landes weiter anzuheizen – und die feuchten Träume amerikanischer Hegemonie auf dem eurasischen Schachbrett wahr werden zu lassen. Dazu wurde schon 2008 in Georgien gezündelt, um die russische Kontrolle über die Baku/Ceyhan-Pipeline zu unterniminieren, denn die Kontrolle der Öl,-und Gasreserven des kaspischen Beckens sind für die “einzige Weltmacht” von zentraler Bedeutung :
“Amerikas primäres Interesse muß folglich sein…dass keine einzelne Macht die Kontrolle über dieses Gebiet erlangt und dass die Weltgemeinschaft ungehinderten finanziellen und wirtschaftlichen Zugang zu ihr hat…Somit kann das Bemühen Russlands, allein über den Zugang zu bestimmen, nicht hingenommen werden, da es der regionalen Stabilität abträglich ist.”
Wobei Brzezinski unter “Weltgemeinschaft” natürlich eine von den USA und Big Oil dominierte Truppe versteht, die aus seiner Sicht aber unabdingbar ist, um “regionale Stabilität” bei Russlands direkten Nachbarn zu garantieren. Bei soviel imperialem Klartetxt stellt sich die Frage, ob Brzezinskis 10-EuroTaschenbuch vielleicht deshalb nicht mehr nachgedruckt wird, weil hier einfach zu klar und prägnant dargelegt wird, um was es jenseits des Blablas um Demokratie und Menschrechte eigentlich geht. Oder anders gesagt: wer “Putinversteher” nicht verstehen kann – oder einer putinistischen Weltverschwörungstheorie anhängt – sollte Brzezinski lesen. Dass der große Schachspieler und Ziehvater Osama Bin Ladens auch nichts dagegen hat, jetzt in der Ukraine faschistische Strumtruppen zu bewaffnen, ist eigentlich selbstverständlich. In einem aktuellen Artikel fordert er die Obama-Regierung auf, die US-Bevölkerung endlich zum Krieg zu mobilisieren und die “Freiheitskämpfer” in Kiew mit Waffen für den Bürgerkrieg auszurüsten:
The Ukrainians will fight only if they think they will eventually get some help from the West, particularly in supplies of the kind of weaponry that will be necessary to wage a successful urban defense. They’re not going to beat the Russians out in the open field, where thousands of tanks move in. They can only beat them through prolonged urban resistance. Then the war’s economic costs would escalate dramatically for the Russians, and it would become futile politically. But to be able to defend a city, you have to have handheld anti-tank weaponry, handheld rockets and some organization.
Zbig ist immer noch stolz darauf, dass er den Russen einst in Afghanistan “ihr Vietnam” bereitete und bereut die Aufrüstung des Islamismus keine Minute – (wie auch, wo jetzt Al CIAda in Syrien hilft, die Interessen von Big Oil durchzusetzen. Wundere sich also niemand, wenn zur Unterstützung der Nazi-Milizien in der Ukraine demnächst auch noch ein paar radikale Wickelmützen aufkreuzen, wie sie in anderen ehemaligen Sowjetpubliken von den USA auch schon erfolgreich in Stellung gebracht wurden.) Dass derlei rücksichtslose Durchsetzung größenwahnsinniger Weltmachtphantasien eigentlich ein Fall für’s Gefängnis oder den Psychiater wäre spielt im “Great Game” leider keine Rolle – Ideen und Typen wie Brzezinski sind “too zbig to jail.” Und damit solche Forderungen erst gar nicht aufkommen, haben sie ihre Zöglinge, die ihre schnöden Interessen ins (menschen-)rechte Licht rücken, wie etwa Jockel Fischer, der einst mit der Auschwitz-Tränendrüse zum Balkankrieg blies und jetzt (als Angestellter der Brzezinski-Schülerin Madeleine Albright und Handelsvertreter in Pipelineistan) kräftig ins Kriegshorn trompetet: “Putin will die Weltmacht!” Is klar: der Iwan will uns alle holen – er hat sein Land schon direkt an unsere Militärbasen gerückt.

Ich war mal ein paar Tage weitgehend offline und nur mit Radionachrichten versorgt – und ging bis vor ein paar Stunden davon aus, dass Kontrolleure der OSZE in der Ostukraine als Geiseln genommen wurden. Doch offensichtlich hatten diese “Beobachter”
Und sie lügen natürlich auch in Sachen Ukraine was das Zeug hält. Doch offenbar gibt es mittlerweile immer weniger Menschen, die USA und NATO für eine große Friedensbewegung halten und deren jeweils aktuelles Ziel für das Reich des Bösen schlechthin. Außer 95 % aller Journalisten und Politiker, die als Stenographen und Sprachrohre dieses Lügengeschäfts fungieren – und sich gerade wundern, warum es immer noch soviele “Putinversteher” in der deutschen Bevölkerung gibt, obwohl sie uns Wladimir den Schrecklichen doch seit Monaten als aggressiven russischen Untermenschen porträtieren, dem dringend mit Gewalt Einhalt geboten werden muß. Und nicht nur die notorischen Kriegstrommler der Springer(stiefel)-Presse haben den Turbo in Sachen Mobilmachung und Wehrertüchtigung angeworfen, auch die einst anti-militaristische taz beklagt, dass der “Antiterrorkampf” in der Ost-Ukraine “stecken geblieben” sei und fordert von der Putschregierung robusteres Eingreifen: “
Michael C.Ruppert hat sich in der Nacht zum Montag
NATO-