Es wäre ein Ding: Robert F.Kennedy jr. (69) tritt in die Fußstapfen seines Onkels und wird der nächste Präsident der USA. Wobei das, was er bei der Kick-Off-Rede seiner Kampagne letzte Woche sagte, danach klingt, dass er – falls die Demokraten ihn tatsächlich nominieren – im Wahlkampf besser nicht durch Dallas fahren sollte. Um die “Kriegsmaschine” zu stoppen zitierte er nicht nur JFK, der dazu “die CIA in 1000 Stücke zerschlagen wollte”, sondern sagte auch: “Ich werde die Truppen nach Hause bringen, ich werde die Militärbasen schließen, ich werde beginnen den amerikanischen Mittelstand zu fördern…”.
Kein Wort von diesem politischen Progamm in der “New York Times”, die ihn ausschließlich als “Impfgegner” porträtiert und wie der Rest der Mainstreamnpresse darauf hinweist, dass man im weit gestreuten Kennedy-Clan nicht glücklich ist mit dieser Kandidatur. Reuters stellte unterdessen klar, dass RFK jr. wegen “misinformation about vaccines and the COVID-19 pandemic” von Facebook und Instagram verbannt worden sei. Ob mit der Klassifizierung als “Impfgegner”, “Maßnahmen-Kritiker” und “Misinformation über COVID” jemand noch wirklich diffamiert und zum Buhmann für Wähler gemacht werden kann, ist indes fraglich. Dass Kennedy politisch noch weitaus mehr auf der Pfanne hat, mussten die Großmedien deshalb unterschlagen – nur bei Tucker Carlson auf “Fox” kam er zu Wort. Mit der Mahnung, dass es an der Zeit ist, die “Korpokratie”, den “Sozialismus der Reichen” und den “permanenten Krieg” zu beenden.
Howard Kunstler schreibt dazu (übersetzt mit deepl.com) :
“Bobbys Eintritt auf die nationale Bühne ist bereits ein Schock für das politische System, weshalb die gefangenen Nachrichtenmedien so sehr versuchen, die Nachrichten darüber zu unterdrücken. Sie wissen, dass er etwas in dieses Spiel einbringt, das die Spieler auf dem Spielfeld aus dem Konzept bringen und den Wettbewerb 2024 in eine ganz andere Richtung lenken kann, als die Eigentümer des Spiels erwartet haben. Allein schon Bobbys selbstbewusstes, erwachsenes Auftreten auf dem Podium ist ein beruhigender und scharfer Kontrast zu der gespenstischen geistigen Leere von “Joe Biden” und der egoistischen Kindlichkeit von Mr. Trump. Den Wählern wird der Unterschied nicht entgehen, möglicherweise sogar den “woken” Demokraten, die sich in Impfstoffrausch und anderen kultischen Beförderungen der Selbstgerechtigkeit verlieren.
Ich denke, RFK jr. sieht den historischen Moment, den er repräsentiert, sehr klar. Er ist sich des Schattens, der durch die Ermordung seines Vaters und Präsident Kennedys über dieses Land geworfen wurde, sehr bewusst und hat mit deutlichen Worten gesagt, dass unsere eigene CIA hinter den heimtückischen Taten steckte. Er war in der Lage, die Feindseligkeit zwischen JFK und dem Gründungsdirektor der CIA, Allen Dulles, und die rücksichtslosen Fehler der Agentur und ihrer Partner im Pentagon zu kennen, die Präsident Kennedy in die Schweinebucht-Farce hineinmanövrierten und dann versuchten, ihn noch tiefer in den Vietnam-Sumpf zu ziehen. JFK wehrte sich dagegen und drohte damit, die CIA in tausend Stücke zu zerfetzen und in alle Winde zu zerstreuen… und Allen Dulles schlug ihn nieder. Er kam damit genauso davon, wie die heutige Geheimdienst-“Gemeinschaft” mit RussiaGate und all ihren nachfolgenden Verbrechen davonkam. Kurz gesagt, Bobby Kennedy weiß, wie es aussieht, wenn eine Regierung Krieg gegen ihr eigenes Volk führt.”
https://kunstler.com/clusterfuck-nation/bobby-steps-up/
Apropos Russiagate: Der damalige CIA-Direktor Mike Morell gab bei einer Kongressbefragung zu, dass er von Joe Bidens damaligen Wahlkampfleiter Anthony Blinken zu dem offenen Brief aufgefordert wurde, in dem 51 “ehemalige Geheimdienstoffiziere” bekundeten, dass die von der “New York Post” publizierte (und von Twitter &Co. zensierte) Story über Hunter Bidens Laptop “die klassischen Anzeichen einer russischen Informtionsoperation” aufweist. Morell hatte sein Netzwerk zusammengetrommelt, weil er “Biden unterstützen” wollte. Klarer kann man nicht sagen, was auf diesem Blog schon seit 2017 dutzendfach darglegt worden ist: dass Russiagate ein Fake ist, den das Team Clinton-Biden in Zusammenarbeit mit Unterstützern in der “intelligence community” und den Medien inszenierten. Zur Verantwortung gezogen wird für die höchst undemokratische “collusion” von Partei, Staat und Konzernen natürlich niemand.
Falls Bobby Kennedy als Liebling auch republikanischer Herzen (siehe die Kommenatre unter dem FoxNews-Intervierw oben) tatsächlich nominiert wird, hat er aus diesen Sumpf sicher einiges zu erwarten. Aber – so der Ex-Redenschreiber von Reagan und White House-Insider Douglas MacKinnon – schon einmal wurde ein Außenseiter und Erdnussfarmer ohne Parteilobby – Senator Jimmy Carter – aus dem Nichts zum Präsidenten gewählt worden, und das ohne einen berühmten Namen und ohne soziale Medien. RFK jr. sollte also nicht unterschätzt werden. Für die demokratische Partei wäre seine Noiminierung fast schon revolutionär, aber auch keineswegs aussichtslos, zumal sie neben der Wandermumie Biden niemanden zu bieten haben.
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“Bombshell filing: 9/11 hijackers were CIA recruits” – 9/11 Hijacker waren CIA-Rekruten – titelt “The Grayzone”, unter Verweis auf eine jetzt aufgetauchte Gerichtsaussage von Don Canestraro, der für das “Office of Military Commissions” unter anderem die Aktivitäten der in San Diego wohnenden “Hijacker” Al-Midhar und Al_Hazmi untersucht hat. Weil die beiden vom FBI nicht gesucht wurden, obwohl sie auf der Terror-Fahndungsliste standen, da die CIA ihre schützende Hand über sie hielt, spielen sie auf den 1192 Seiten meiner 9/11-Trilogie (2002,2003, 2011) schon eine zentrale Rolle. Was der Ermittler Canestraro herausgefunden und ausgesagt hat – und seit 2021 aktenkundig ist – bestätigt alles, was dort über Midhar und Hazmi sowie ihren saudischen Agentführer Bayoumi dargelegt ist. Was mich als habilitierten Konspirologen einmal mehr zu dem Seufzer hinreißt: “Bitte neue “Verschwörungs-Theorien” (-erzählungen, -legenden, -mythen), die alten haben sich alle als Realität erwiesen!”
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Mindestens 60 Milliarden Dollar hat NATOstan an direkter Militärhilfe seit einem Jahr in den Ukrainekrieg gesteckt, doch für den Endsieg über die Russkies braucht es noch bisschen mehr, genauer, so hat Andrei Melnyk jetzt präzisiert, das Zehnfache. Es dürfe – beim Geldversenken im Schwarzen Loch Ukraine – für die “Partner” keine “roten Linien” mehr geben, twittert der ukrainische Vizeaußenminister. In Deutschland, wo er als Verehrer des Nazischergen Bandera und pöbelnder Botschafter ständig rote Linien ignoriert hat, wird sein Appell aber vermutlich verhallen, selbst bei Flak-Zimmermann und den olivgrünen Ostlandrittern. Zumal auch ihr oberster Kriegsherr und Meister, “Joe Biden”, der gerade angekündigt hat, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren, offenbar Vorbereitungen trifft, die Ukraine aufzugeben. Weil es mit der mythischen “Gegenoffensive” nichts wird, daweder Kiew noch NATO das nötige Material zur Verfügung haben, drängt Washington hinter verschlossenen Türen zu Verhandlungen – im Wahlkampf kann sich Biden weder eine Niederlage , noch eine Eskalation mit US-Truppen in der Ukraine erlauben. “US-Offizielle haben die Ukraine auch über die Gefahren einer Überdehnung ihrer Ambitionen und einer zu dünnen Truppenstärke informiert – dieselbe Warnung, die Biden dem damaligen afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani gab, als die Taliban während des US-Militärabzugs im Jahr 2021 das Land überrannten.” MoonOfAlabama setzt hinzu: “Zelensky hat, wie Aschraf Ghani, genug Geld mit dem Krieg gemacht um zu erwarten, dass er einfach still verschwindet. Doch im Moment scheint es unwahrscheinlich, dass er das tun will.”
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Letzte Meldung: Fox News hat Tucker Carlson gefeuert. Gründe wurden keine bekannt. Dass Tucker als “Propaganda-Organ Russlands” den Krieg und die Millliarden an die Ukraine kritisiert hat und deshalb entlassen wurde, scheint möglich, mir aber eher unwahrscheinlich. Der Murdoch-Kanal “Fox News” hatte mit dem libertär-konservativen Tucker die mit Abstand erfolgreichste News-Show im Kabel-TV am Start, der mit pointierter kritischer Stimme in Zeiten von Corona und Ukrainekrieg noch gelegentlich anbot, was auf dem Menu der US-Mainstreammedien überall gestrichen war: Journalismus.
U.S intelligence says Russia used Tucker Carlson for their propaganda campaign against Ukraine.
— Abraham Stein (@AbrahamStein8) April 25, 2023
This clip was cited. #TuckerCarlsonFired pic.twitter.com/w3F2IftQuP
Jimmy Dore diskutiert die eigentlichen Gründe der Entlassung, die Glenn Greenwald hier aufgelistet hat:
Tucker was the cable host who most:
— Glenn Greenwald (@ggreenwald) April 24, 2023
* Opposed US proxy war in Ukraine;
* Denounced CIA, FBI and DHS for its systemic lies and corruption;
* Devoted himself to a pardon for Julian Assange;
* Objected to regime change efforts in Cuba;
* Criticized Trump Admin’s militarism. pic.twitter.com/PEduNzOyW6
UPDATE: Auch RFKjr. hat die Entlassung kommentiert:
Hier Tuckers großartiger Monolog vom 19.4. über die von Pharmakonzernen korrumpierten Newsmedien, der zum Stein des Anstoßes bei Big Pharma und Fox-Boss Murdoch wurde. Würde er mit RFK jr. morgen eine neue Partei gründen – das korrupte Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln wäre am Ende!
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Neu erschienen:
Mathias Bröckers : Vom Ende der unipolaren Welt , Fifty-Fifty (2022), 288 Seiten, 20 Euro
Der internationale Bestseller über die Geschichte und Hintergründe des Ukraine-Kriegs:










