Auf die wunderbare Fleißarbeit der russischen Botschaft in Washington, die die wichtigsten Fake-News der vergangenen drei Jahre – mit hunderten von Links – zusammengestellt hat und einen massiven Fall von Russophobie daiagnostzierte : THE RUSSIAGATE HYSTERIA:A CASE OF SEVERE RUSSOPHOBIA , hatte ich hier schon alle verwiesen, die “irgendwas mit Medien” studieren oder sich für den tragischen Zustand der einstigen “vierten Gewalt” interessieren. Die Dokumentation ist eine Fundgrube und ein Fallbeispiel par excellénce.
Vor allem für jene sogenannten „Experten“ die Kritik an regierungsoffiziellen Narrativen mit der Keule „Verschwörungstheorie“ bearbeiten. Denn mit „Russiagate“ haben wir eine solche „Theorie“ jetzt seit Jahren auf freier Wildbahn, die sich als tatsächliche Verschwörung herausgestellt hat. Und zwar nicht von irgendwem, sondern von Angehörigen des FBI, der CIA, der Obama-Regierung und der Partei der Demokraten sowie fast allen Großmedien, die sich im Geheimen absprachen, die Wahl des Kandidaten Trump zu verhindern und als das nicht gelang, ihn als Präsidenten anzuklagen und zu stürzen.
Aber keiner der „Experten“ nimmt dafür das böse V-Wort in den Mund, auch wenn es sich bei dieser Konspiration von Behörden, Politik, Geheimdiensten und Medien um die bedeutendste und offensichtlichste Verschwörung der letzten Jahre handelt. (Wo bleibt eigentlich Prof. Butter wenn man ihn mal braucht? ) Und wir merken uns: Verschwörungstheorien sind nur dann „krude“, „gefährlich“ und „Demokratie gefährdend“ wenn sie von Kritikern und Opponenten der Regierungen kommen, wenn sie aber von Regierungen, Behörden, Polizei und Geheimdiensten verbreitet werden, sind sie in voll Ordnung. Und es ist nicht einmal peinlich, wenn sie sich als haltlos, erstunken und erlogen herausstellen – die Großmedien orgeln einfach weiter.
Man kann ja Donald Trump weiterhin unsympathisch, unmöglich und unerträglich finden, aber man muss ihm zugestehen, dass er zu Unrecht beschuldigt wurde und dass er Recht hatte immer nur noch von „Fake News Medien“ zu sprechen. Dass ihm dieser Bonus nun voraussichtlich die Wiederwahl bescheren wird, haben sich Demokraten einzig und allein selbst zuzuschreiben, allen voran Hillary Clinton, die lautstärkste Verbreiterin der Russigate-Verschwörungstheorie.
Nun ist Hillary ja keineswegs dumm, genauso wenig wie die führenden FBI und CIA-Leute und die ganzen Journalisten, Leitartikler, Chefredakteure, die immer neue „Breaking Fake News“ verbreiteten. Haben all diese Leute, die an der Anti-Trump-Operation mitstrickten, diese erfundenen Geschichten am Ende selbst geglaubt und Trump für einen russischen Agenten gehalten ?
Wenn man die oben erwähnte Dokumentation liest, kann man sich kaum vorstellen, dass die von Beginn an heiße Luft wirklich ernstgenommen wurde. Spätestens seit das von Clintons Partei finanzierte „Steele“-Dossier zerpflückt wurde, nach dem Trump erpressbar sein soll weil ihn Putin mit geheimen Pippi-Videos in der Hand hat, war die Luft aus dieser Russennummer eigentlich komplett raus. Wieso wurde dieser tote Gaul dann noch zwei Jahre weiter geritten ? Zum einen ging es sicher darum, Trumps im Wahlkampf immer wieder angekündigte Wende in der Außenpolitik – dass er „mit Putin verhandeln“ und „mit Russland klar kommen“ wolle – zu verhindern, was bisher auch ziemlich gut funktioniert hat.
Zum anderen aber hatte die Kampagne mit Russen und Russland gar nichts zu tun – im Kern war „Russiagate“ nämlich – wie der in Berlin lebende amerikanische Autor C.J.Hopkins scharfsinnig festgehalten hat – ein „Obstructiongate“. Die erfundenen Vorwürfe und Verdächtigungen sowie die ganze Mueller-Ermittlung waren eine Falle, mit der Trump zu einer „obstruction of justice“, einer illegalen Behinderung der Justiz, gelockt werden sollte, mit der dann ein Amtsenthebungsverfahren begründet werden könnte. Trump hat diese Intrige offenbar gewittert. Und immer nur getwittert, dass es sich um einen Shitstorm mit Fake News handelt, sich ansonsten aber zurückgehalten, hinter den Kulissen dagegen vorzugehen. Die „Obstruction“-Falle konnte also nicht zuschnappen – und jetzt sind mehrere Dutzend Anzeigen und Anklagen gegen diejenigen anhängig, die sie präpariert und aufgestellt haben. Diese Verfahren werden schön für Trump und bitter für alle Russiagate-Verschwörungstheoretiker. Schon deshalb muss der Weltfeind Putin weiter an die Wand gemalt werden und deshalb ist abzusehen, dass alsbald ein neuer Trump-Skandal Schlagzeilen machen wird – „Steuerhinterziehungs“-Gate, „Pussygrabscher-Gate“ oder „Was auch immer“-Gate“. Es bleibt weiter intrigant im Washingtoner Real Game of Thrones und das Popcorn sollte uns nicht ausgehen…






