“Gladio B”

Sibel Edmonds ist den Lesern meiner Beiträge über  9/11 keine Unbekannte: als Übersetzerin des FBI transkribierte nach dem 11.9.2001 Aufzeichnungen von Telefonüberwachungen, aus denen eine Zusammenarbeit von “Al Qaida” mit hohen us-amerikanischen Offiziellen hervorging. Doch als sie das ihren Chefs meldete, wurde die Sache unter den Teppich gekehrt, ebenso wie ihre beeidigten Aussagen vor der 9/11-Untersuchungskommission. Als die britische “Sunday Times” diese Geschichte 2008 recherchierte und Informanten der CIA und des MI6 sie bestätigten, wurden ihre Artikel unterdrückt. In einem Interview, das  Sibel Edmonds dieses Frühjahr gegeben hat wird deutlich, warum sie als die am meisten unterdrückte Whistleblowerin der USA gilt – wie die “Strategie der Spannung” durch die NATO stay-behind-Armee “Gladio” in Europa  wird diese auch in Asien angewandt:

“In interviews with this author in early March, Edmonds claimed that Ayman al-Zawahiri, current head of al Qaeda and Osama bin Laden’s deputy at the time, had innumerable, regular meetings at the U.S. embassy in Baku, Azerbaijan, with U.S. military and intelligence officials between 1997 and 2001, as part of an operation known as ‘Gladio B’. Al-Zawahiri, she charged, as well as various members of the bin Laden family and other mujahideen, were transported on NATO planes to various parts of Central Asia and the Balkans to participate in Pentagon-backed destabilisation operations.”

Die ganze “Must read!”-Geschichte über Sibel Edmonds und  “Gladio B” hier.

Das alles und noch viel mehr….

“Wie wäre es, wir Bürger würden auch ein Wahlprogramm zur Bundestagswahl im September 2013 vorlegen? Welches sind die Vorhaben, die mehr als 80 Prozent der Bevölkerung von der nächsten Regierung umgesetzt wissen wollen?” hat Peter Zudeick gefragt – und dreißig Leute gebeten, über alle Ressorts hinweg die wichtigsten und dringendsten Gesetzesvorlagen  zu beschreiben – von der Finanztransaktionssteuer über die Lohnpolitik bis zum Naturschutz.  Beiträge haben u.a. Jens Berger, Bettina Gaus, Ulrike Herrmann, Wolfgang Hetzer, Tom Schimmeck, Rudolf Schreiber, Ines Pohl, Sahra Wagenknecht, Wolfgang Neskovic, Wolfgang Lieb, Ulrich Schneider geliefert, sowie meine Wenigkeit mit der Forderung “Drogen legalisieren- und zwar  subito!”.

Unter dem Titel “Das alles und noch viel mehr würden wir machen, wenn wir Kanzler von Deutschland wär’n” ist das Buch jetzt im Westend-Verlag erschienen. Am kommenden Mittwoch  (19.30 Uhr) stellen Sarah Wagenknecht, Ines Pohl und der Herausgeber Peter Zudeick den Band und die Beiträge in der Berliner Urania vor.

Neues von “Uncle Ruslan”

Der Corbett-Report hat Neues über den Ex-Schwiegervater von “Uncle Ruslan”, den Onkel der Boston Bomber, Graham Fuller (CIA). Ein Spezialist für verdeckte Operationen in Sachen Islamismus-Förderung, was ja schon gegen die Russen in Afghanistan wunderbar funktionierte. Doch mit den “islamistischen” Neffen seines Schwiegersohns haben er und die CIA natürlich GARNICHTS zu tun.

P.S.: Nachdem die Gladio/Stay Behind – Fakten es immerhin schon mal kurz ins Deutsche Fernsehen schafften,  wird die “Strategie der Spannung” – Terror im Namen des Staats, um die Bevölkerung in Angst zu versetzen und Sicherheits,-und Überwachungsapparate hochzufahren  – langsam von dem Nimbus einer “Verschwörungstheorie” befreit und in das Reich der Tatsachen gehievt. Dass auch die jüngsten Bomben von Boston extrem nach einer “False Flag”-Operation aussehen hatten wir hier schon deutlich gemacht. Für die mediale Aufbereitung solcher “furchtbaren Anschläge” werden offenbar auch Schauspieler eingesetzt – wie diese CNN-“Zeugin”, die bei dem Sandy Hook-Schulmassaker ebenso dabei war wie beim Boston Marathon und später bei der Festnahme der Bomber – sowie bei einem Amoküberfall auf eine Kirche in Albuquerque, wo die “Augenzeugin” als Kirchenpianistin auftrat.

Der Bomberonkel

Dass mit den angeblichen Bombern von  Boston  irgendetwas nicht stimmt, hatten wir am 19. April anhand der Fotos von privaten Paramilitärs beim Marathon hier schon gemutmaßt. Jetzt hat der Freund und Kollege Daniel Hopsicker ausgegraben, dass der Onkel der beiden Bomber, Ruslan Tsarni, aufs Dickste mit den Geheimdiensten verbunden ist: verheiratet mit der Tochter eines hohen CIA-Offiziellen,  Vertragspartner von Dick Cheneys ehemaliger Firma Halliburton in Tschetschenien und Sponsor –  unter  der Adresse seines CIA-Schwiegervaters –  der dortigen islamistischen Terroristen. Unterdessen wird in den USA laut Mainstreammedien  “fieberhaft” gefahndet, wer die beiden Bomber zu ihrer wahnsinnigen Tat rekrutiert hat. Der Onkel hat damit aber garantiert nichts zu tun… bitte weitergehen, nur Gerüchte, reiner Zufall: Verschwörungstheorie !!!

Update: Nicht aktuell zum Boston-Attentat, aber zum grundsätzlichen Hintergrund der “Strategie der Spannung” hier noch der Hinweis auf zwei ebenso ausführliche wie empfehlenswerte Essays:

Peter Dale Scott: 9/11, the JFK Assassination, and the Oklahoma City Bombing as a Strategy of Tension

Lance deHaven-Smith:  Beyond Conspiracy Theory: Patterns of High Crime in American Government (PDF)

Bayernschlau

Muß der Steuerbetrüger Uli Hoeneß, gegen 5 Mio. Kaution derzeit auf freiem Fuß, ins Gefängnis ? Ich tippe mal : “Nein”. Denn der Wurst-Uli ist nicht nur finanziell, sondern auch politisch bestens aufgestellt und das wird ihn – wie bei Oligarchen rund um die Welt nun mal üblich – irgendwie davonkommen lassen. Mit “blauem Auge”, als “reuiger Sünder” usw. usf. Dass ein anderer erfolgreicher Sportmanager (Peter Graf) für ein vergleichbares Delikt in den Knast wanderte, dass andere regionale Wohltäter und Gutmenschen, die immer ein offenenes Ohr für Witwen und  Waisen hatten und großzügig spendeten – wie Al Capone in Chicago oder Pepe Pablo Escobar in Medellin – für ihre Sünden mit dem Leben bezahlten, dass er sich das Geld zum Zocken vom Adidas-Chef gepumpt hat, der kurz darauf mit 10% beim FC Bayern einsteigen kann (obwohl die Konkurrrenz mehr geboten haben soll) – all das wird den “Vater Theresa vom Tegernsee” (K.H.Rumenigge) wohl nicht anfechten. Denn er und seine Amigos sind bayerschlau und werden ein Schlupfloch finden, die Bajuwaren lieben einfach ihre  Doppelmoral-Apostel und würde der Lügenbaron Guttenberg morgen zurückkehren und kandidieren, er käme locker über 50% der Stimmen. “Mia san mia” über alles! Und hat der FCB nicht gerade Barcelona grandios an die Wand gespielt und die Champions League schon quasi im Sack ? Und haben sie nicht der Konkurrenz gerade mal wieder den besten Mann weggekauft und dominieren mit ihrem Festgeldkonto die Bundesliga ? Na also – und wem verdanken sie das wenn nicht dem Herrn Hoeneß ? So einen sperrt man nicht ein. Insofern werden wir den Wurst-Uli demnächst in ein paar Talkshows, “Bild”- und “Focus”Interviews abhängen sehn … und dann gehts weiter. Mia san mia…

Mut, zu denken

Unter dem Titel “Mut, zu denken – Christian Semlers große Texte” ist heute in der Süddeutschen Zeitung eine Rezension des Buchs “Kein Kommunismus ist auch keine Lösung” erschienen, mit den Texten und Essays des im Februar verstorbenen Kollegen Christian Semler, das ich mit Stefan Reinecke herausgegeben habe. Ein Buch, so Rainer Stephan in der SZ, “das Christian Semler nicht nur als hervorragenden Journalisten zeigt, sondern als einen so leidenschaftrlich wie präzise argumentierenden Denker, von dem weiß Gott nicht nur eingeschworene Linke eine Menge lernen können.(…) Man kann seine Haltung verändern, aber man kann sie nicht einfach aufgeben, schrieb Semler immer wieder. Und: man hat die Pflicht, sich und anderen Rechenschaft für seine Haltung abzulegen. Genau das hat er in seinen politischen Analysen, in biografischen Notizen und nebenbei in brillanten philosophisch-ästhetischen Exkursen konsequent getan.”

Am kommenden Donnerstag, den 25.4. 2013 stellen wir das Buch im taz-Café vor. (Rudi-Dutschkestr.23, 19 Uhr, Eintritt frei)  Im Anschluß wird der Film “Die Schlacht am Tegeler Weg” (44 Minuten) zu sehen sein, 1988 gedreht von Barbara Kasper und Lothar Schuster, ein präziser, sachlicher Rückblick auf die gewalttätigste Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und Polizei in Berlin 1968.
Ein Gespräch über das Buch mit Stefan Reinecke führte Marion Brasch heute  auf Radio Eins. Das Buch (194 Seiten, 12 EURO) kann im taz-Shop bestellt werden und ist  unter der  ISBN 978-3-937683-43-0 auch über den  Buchhandel erhältlich.