In der letzten Folge des 3. Jahrtausend hatten wir uns mit dem unsterblichen Bewusstsein und den Indizien und Beweisen für ein Weiterleben jenseits von Materie beschäftigt. In den Links zur Sendung sind zahlreiche Bücher und Publikationen angegeben, die Nahtod-Erfahrungen, Jenseits-Kontakte und Reinkarnations-Erinnerungen auf seriöse Weise untersucht haben. Darunter auch die umfangreichen Beiträge eines hoch dotierten Essaywettbewerbs des Bigelow Institute for Consciousness Studies, die einen sehr guten Überblick zum Stand der gegenwärtigen Forschungen geben. Dass nahezu alle Kulturen der Welt davon ausgehen, dass das Bewusstsein des Menschen den körperlichen Tod überdauert, wird von der materialistisch orientierten Wissenschaft gemeinhin als hoffnungsstiftende Illusion angesehen, mit der die Menschen zu allen Zeiten auf die Angst vor dem unausweichlichen Ende reagiert haben – mit der es aber definitiv zu Ende ist, wenn Gehirn und Kreislauf ihre Arbeit eingestellt haben. In den letzten Jahrzehnten aber ist diese wissenschaftliche Ansicht ins Wanken geraten, weil aufgrund der Fortschritte der Notfallmedizin immer mehr klinisch tote Menschen wiederbelebt werden und unabhängig von Alter, Status, Religion und Kultur von übereinstimmenden Erfahrungen berichten. Diese empirischen Daten lassen es nicht mehr zu, die Forschungen zu diesem Phänomen in den Bereich der Esoterik und Glaubensfragen abzuschieben – mit harten Fakten tanzt der Tod aus der Reihe der materialisitischen Bauklötzchenwelt und macht klar: Bewusstsein…Geist…Seele sind nicht an einen Körper gebunden. Sie haben vor seiner Geburt “gelebt” und werden nach dem körperlichen Tod weiterleben.
Der rationale Aufklärer Immanuel Kant setzte sich in “Träume eines Geistersehers” (1766) mit den Schriften seines Zeitgenossens, des Naturiwssenschaftlers Emanuel Swedenborg auseinander, der 1744 begonnen hatte, seine mystischen Offenbarungen auf über 20.000 Druckseiten zu publizieren. Zu Anfang höchst fasziniert fand Kant diese Enthüllungen dann zwar “ganz abscheulich und voll Unsinn” und schimpfte den Autor einen “Fantatsten”, kam aber nicht umhin zu Swedenborgs Gesprächen mit Geistern und Engeln festzustellen: „…in welche erstaunlichen Folgen sieht man hinaus, wenn auch nur eine solche Begebenheit als bewiesen vorausgesetzt werden könnte?” Diese Voraussetzung scheint mittlerweile anhand tausender durch die Nahtod-Forschung dokumentierter Begebenheiten durchaus gegeben – und die “erstaunlichen Folgen” sind für das herrschende materialistische Weltbild nach wie vor erschütternd. Wie auch schon Kants Bekenntnis “das Dasein immaterieller Naturen in der Welt zu behaupten und meine Seele selbst in die Klasse dieser Wesen zu versetzen. Was in der Welt ein Prinzipium des Lebens enthält, scheint immaterieller Natur zu sein.“ Weil wir es aber nicht erkennen können, hat es für ihn keinen Nutzen, sich Gedanken über die Frage zu machen “ob eine Seele, die sich geistig ganz in der anderen Welt sieht, in der sichtbaren Welt durch sichtbare Wirkungen erscheinen werde und könne. Dies ist nicht möglich” , konstatierte Kant, “denn nur Materie kann sinnlich angeschaut werden, nicht aber ein Geist.“ Womit für Aufklärung und Rationalismus die Untersuchung des Geistigen und Immateriellen quasi erledigt und eine Kernfrage der Existenz auf ein naturwissenschaftliches Abstellgleis verschoben war.
Dort ist sie bis heute weitgehend verblieben, auch wenn sämtliche Fortschritte der Neurologie und Hirnforschung noch immer nicht erklären können, was “Bewusstsein” ist und inwieweit die Aktivitäten von Gehirnzellen dafür verantwortlich sind. Das anhand schwerer Kopfverleztungen im Ersten Weltkrieg häufig beobachtete Phänomen, dass überlebende Hirngeschädigte plötzlich eine andere (ihnen bis dahin fremde) Sprache fehlerfrei sprechen, dass ungebildete Bauernjungen in medialer Trance Diktate komplexer Abhandlungen niederschreiben oder ein fünfjähriges Kind die statischen Probleme nach dem Einsturz eines Neubaus erklären kann, die es aufgrund eines früheren Lebens als Architekt parat hat – all diese Rätsel sind ungelöst und deuten darauf hin, dass das menschliche Gehirn nicht der Produzent, sondern der Empfänger von “Geist” ist, also ein Receiver und Verstärker und nicht die Sendeanstalt. Auch wenn auf der zerebralen Festplatte einiges gespeichert ist, scheint Bewusstsein in einer immateriellen “Cloud” gespeichert, die nach dem Ende der neuronalen Hardware weiterhin erreichbar ist. Und die es verstorbenen Seelen offenbar ermöglicht, Kontakt mit der materiellen Erde aufzunehmen und Lebenden, sofern sie mit besonderen “Antennen” ausgestattet sind, Nachrichten zukommen zu lassen. Das schloß auch Kant, der nüchterne “Alleszermalmer” jeglichen spekulativen Aberglaubens, seinerzeit keineswegs aus, auch wenn normalerweise „die über die fünf Sinne hinausgehenden immateriellen Sinne während des Lebens verschlossen (bleiben)”. Besonderen Personen aber, “deren Organe eine ungewöhnlich hohe Reizbarkeit haben”, sei es möglich, “sich bisweilen der Einflüsse von Seiten der Geisterwelt sogar in diesem Leben bewusst zu werden.”
Eine solche Person, ein “Medium”, suchte der Mediziner und Informatik-Professor Oliver Lazar 2017 auf, als er durch den Unfalltod einer ihm völlig unbekannten Mitschülerin seiner kleinen Tochter in eine unerklärlich tiefe Trauer und seelische Krise gestürzt war. Und die Botschaften und Identitätsbeweise, die ihm von dem verstorbenen Mädchen übermittelt wurden, waren so unglaublich, dass er eine wissenschaftliche Studie auflegte, um solchen Jenseitskontakten auf die Spur zu kommen. Sein Buch “Jenseits von Materie” ist gerade erschienen und mein Kollege Robert Fleischer hat mit Oliver Lazar ein Gespräch über seine Erfahrungen und Forschungen geführt. Wie so oft bedurfte es auch bei Lazar einer intensiven persönlichen Erfahrung, um aus einem materialistischen Mediziner und Wissenschaftler einen Jenseitsforscher zu machen und wie der Neurochirurg Eben Alexander nach seinem Nahtoderlebnis sein Weltbild von Geist und Materie vom Kopf auf die Füsse zu stellen.
Schon zu Kants Zeiten, später auf einem Höhepunkt des “Spiritismus” um die vorletzte Jahrhundertwende und bis in unsere Tage haben skeptische Wissenschaftler immer darauf hingiewesen, das man auf derlei paranormale Phänomene wenig geben sollte, weil sie unbeweisbar seien und es sich dabei um Hirngespinste und Halluzinationen oder um Betrügereien handelt. Beides ist mit Sicherheit nicht auszuschliessen und die Geschichte ist voll von geschäftstüchtigen Scharlatanen, Ablaßverkäufern und Wunderheilern – und sie ist gleichzeitig voller wahrer Wunder, unerklärlicher Phänomene und immaterieller Aktivitäten. Schon vor hundert Jahren wurde der atomistischen Bauklötzchen-Physik mit der “geisterhaften Fernwirkung” (Einstein)der Quanten ihr materielles Fundament entzogen. Ist “das sogenannte Übernatürliche” gar nicht übernatürlich, sondern wir und unser Wissen schlicht und ergreifend unternatürlich ? Und müssten nicht allein die Nahtod-Evidenzen, die massenhaften und übereinstimmenden Daten dieser “Empirie in der ersten Person”, dazu führen, dass dieser naturwissenschaftliche Rückstand endlich aufgeholt wird ? Wie sinnvoll ist ein “Transhumanismus”, der mit Chips, Implantaten und Gentechnik an der menschlichen Hardware herumschraubt und die entscheidende Software des Humanen – die unsterbliche Seele – ignoriert. Und damit die Tatsache, dass Menschsein per se ein Transitzustand ist: vom aquatischen Wesen im Ozean des Mutterleibs über das Luftwesen nach der Geburt zum unsterblichen Geistwesen nach dem Tod.
“Wenn Du stirbst bevor du stirbst, wirst du nicht sterben, wenn Du stirbst” – die Inschrift, die sich am Kloster auf dem Berg Athos in Griechenland erhalten hat, weist nicht nur zurück auf die antiken Mysterien von Eleusis, sondern könnten auch sehr gut als Zustandsbeschreibung für jene Menschen gelten, die der aktuellen Forschung von Nahtod,-und Jenseitserfahrungen als Zeugen zur Verfügung standen: ihre Angst vor dem Tod schwindet, sie wissen, dass es weitergeht, dass es ein Bewusstsein jenseits des Körpers gibt. Das ändert ihr Weltbild und viele ziehen aus dieser Erfahrung entscheidende Konsequenzen für ihr weiteres Leben. Ihr materielles Ego hatte aufgehört zu atmen, aber ihr Ich-Bewusstsein war geblieben und bedauerte es vielen Fällen, auf die kalte Notfallstation zurückgeschickt zu werden, in der es sich – als wohlig aufgehobenes immaterielles Geistwesen schwebend – auf dem Bett liegen sah. “Wer nicht in Eleusis war, kann Leben und Tod nicht verstehen” hatten die Griechen geraunt, nachdem ihnen die Initiation mit dem psychedelischen Trank der Demeter eine ähnliche Erfahrung beschert hatte wie den aus dem Jenseits zurückgekehrten Nahtod-Kandidaten: der ozeanischen Entgrenzung, der Auflösung des Ichs, einer Existenz und immateriellen Verbundenheit außerhalb des Körpers.
Diesem Geheimnis des “Sterbens vor dem Sterben” ist Brian Muraresku in seinem Bestseller „The Immortality Key: The Secret History of the Religion with No Name“ nachgegangen – den Spuren des in Eleusis gereichten Gebräus mit Mutterkornpilz, das sich in Form des von Frauen zubereiteten dionysischen Weins im gesamten griechischen Großreich verbreitet hatte. Bis in die Katakomben von Rom, wo die bis ins 4. Jahrhundert verfolgte Sekte der Christen ihre Rituale feierte…bis Kaiser Konstatin das Christentum zur Staatsreligion machte, die Priesterinnen aus dem Ritus verschwanden und das psychoaktive Sakrament zum Messwein-Placebo verdünnt wurde. Mit der Zerstörung des Tempels von Eleusis durch den christlichen Barbaren Alarich im Jahr 395 wurde das Abendland von der Selbstverständlichkeit eines unendlichen, immateriellen Bewusstseins, einer unsterblichen Seele, abgeschnitten.
Bessere Nachrichten als die, dass die gesamte Menschheitsfamilie – Geimpfte und Ungegeimpfte – mit einem unsterblichen Bewusstsein geboostert ist, kann es angesichts eines weiteren Corona-Jahrs, in dem die Welt mit der Angst vor einem “Killervirus” in Panik versetzt wird, eigentlich nicht geben. Ewiges Leben ist machbar, Herr Nachbar, es ist sogar werkseitig eingebaut! … möchte man den maskiert am TV bibbernden Verängstigten zurufen, oder mit dem “Eintracht”-Trainer und hessischen Groß-Philosophen Stepi Stepanovic: “Lebbe gehd weider!”. Wer das nicht nur glaubt, sondern weiss, kann den Massenwahn des Coronahorrors fraglos entspannter ertragen, auch wenn diese Gewissheit viele weitere Fragen aufwirft. Zum Beispiel, was sich die unsterblichen Seelen eigentlich dabei denken, sich im gefährlichsten und gierigsten Raubtier dieses Planeten – Homo sapiens – niederzulassen, wo sie doch immateriell und engelartig gelassen über den Dingen schweben könnten, statt sich hinieden mit 8 Milliarden Raubtieren um FFF (Fressen/Ficken/Fernsehn) etc. zu prügeln. Und das ist nur eine von vielen Unklarheiten, die sich beim Neusortieren von Geist und Materie, dem Paradigmenwechsel zu “Mind over Matter” ergeben. Tröstlich aber bleibt die Nachricht vom ewigen Leben auf jeden Fall…



Auf der Frankfurter Buchmesse war ich in diesem Jahr nicht. Gelesen wird natürlich trotzdem. Zum Beispiel aus dem Westend Verlag das neue Buch von Eva Schweitzer “
Seit der Begriff “Verschwörungstheorie” samt seinen Mutationen nur noch als Diskurskeule zur Desinfektion des Meiningskorridors mißbraucht wird, taucht er zwar gefühlt in jedem zweiten Zeitungsartikel auf, Vernünftiges ist aber darüber aber äußerst selten etwas zu lesen. Die in den Großmedien durchgereichten Wissenschaftler und “Experten” blubbern allesamt die immergleichen Plattitüden, reale Verschwörungen finden in ihrer Welt einfach nicht statt und wer das nicht glaubt ist paranoid, verrückt und neuerdings sogar eine “Gefahr für die Demokratie”. Wer sich davon nicht irre machen lassen und Fundiertes zum Thema erfahren will, greife zu dem Buch der Soziologen Andreas Anton und Alan Schink:
Auf Dmitry Orlovs 

Auch “Danny Patrick Rose” ist ein Pseudonym und sein Lebenslauf liest sich so abgedreht wie dieser Roman: “Er begann als Stand-up-Comedian in seiner Heimatstadt Salt Lake City, studierte Civic Disobedience am City College in New York und arbeitete dann als Coach für das Baseballteam Boston Red Sox, Pizzalieferant für Tupac Shakur und Faktenchecker beim Council of Foreign Relations. Danach eröffnete er eine Stripbar in New Orleans. Als ihn das FBI als Person of Interest suchte, tauchte er in New Mexico unter, wo er bewusstseinserweiternde Kekse mit Kakteen kreuzte….” – soweit nur ein kurzer Ausschnitt. Denn mindestens so schrill und komisch geht es auch in seinem 9/11-Roman 
