Notizen vom Ende der unipolaren Welt – 71

“Eigentlich ist der 2.Weltkrieg noch nicht zu Ende,  wir hatten nur seit 1945 einen Waffenstillstand.” Als diese Bemerkung unlängst in einer Runde fiel, hatten wir  nicht weiter darüber gesprochen, als ich später darüber nachdachte schien mir die Perspektive aber gar nicht  so falsch. Nicht zufällig wurde diese lange Waffenstillstandsphase  “Kalter Krieg” genannt, denn ein Krieg war es ja durchaus, nur dass man entlang der Frontlinie und ihren Hotspots wie der Berliner Mauer nicht mehr dauernd herumfeuerte. Dank der vernünftigen Außenpolitik von Willy Brandt und Egon Bahr (“Wandel durch Annäherung”) waren für  die eingeschlossenen Westberliner bald auch gefahrloser Transit und Besuche im “Feindesland” gegen Eintrittsgeld (“Zwangsumtausch”) möglich;  und dank Gorbatschow konnte dann 1989 die gesamte Front begradigt und die Grenze abgeschafft werden.

Ein “Weltfrieden” war damals greifbar nahe, aber das US-Imperium hatte leider andere Pläne. Ein Friedensvertrag zwischen Deutschland und Russland wurde nicht geschlossen, stattdessen die osteuropäischen Länder in Windeseile mit Geld und EU-Beitritt geködert, um sie dann zwecks Fortsetzung des Kriegs zu  NATO- Frontstaaten aufzurüsten. Bis Russland vor einem Jahr diesen Vormarsch mit seiner “Speziellen Militäroperation” in der Ukraine stoppte. Seitdem geht an  der neuen Frontlinie in der Ostukraine der Krieg weiter. Und wie vor 100 Jahren, als die anglo-amerikanischen Eliten zuerst Mussolini und dann Hitler finanzierten und förderten, um sie gegen die Sowjetunion in Stellung zu bringen – und militärisch erst nach vier Jahren Krieg ernsthaft eingriffen, weil die Rote Armee sonst bis zum Rhein durchmarschiert wäre – werden auch jetzt wieder Vasallen in die Schlacht gehetzt. Anders als damals stehen sich aber im Hintergrund zwei Atommächte mit dem Potential globaler nuklearer Zerstörung gegenüber, sodass es, denke ich, zu einem finalen Showdown nicht kommen wird, weshalb das Artillerie-Gemetzel in der Ukraine dann auch eher wie die “Stahlgewitter” im Ersten Weltkrieg anmutet. Wobei die aktuelle anti-russische Koalition des kollektiven Westens sogar noch auf das Jahr 1901 zurückgeht, wie wir schon im letzten April hier (Notizen # 18) anhand der Grafik des US-Satiremagazins “Puck” notiert hatten. Mit dem Hinweis, dass sich heute nicht mehr blanker Säbel und Gewehre gegenüberstehen, sondern der Bär über mindestens gleichwertige, wenn nicht sogar überlegene Waffen verfügt. Doch nach wie vor gibt sich der kollektive Westen der Illusion hin, Russland auf dem Schlachtfeld besiegen zu können, wenn man nur noch ein paar Panzer mehr liefert – bis auch der letzte Ukrainer sein Leben gelassen hat. Und dann ?

Da Wladimir Putin in seiner jüngsten Rede das “NEW START”-Abkommen zur Begrenzung strategischer  Atomwaffen gekündigt (UPDATE: suspendiert, d.h.ausgesetzt ) hat und somit nach den seitens der USA gekündigten Verträgen – dem ABM (Anti-Ballistsic-Missile)-Vertrag 2002 von George W. Bush und dem INF (Intermediate-Range Nuclear Forces)-Vertrag 2019 von Donald Trump – die wichtigsten Abkommen zur Vermeidung nuklearer Kriege außer Kraft sind, ist die Welt einer atomaren Apokalypse – der Gefahr, dass angesichts der unausweichlichen  Niederlage auf dem Schlachtfeld ein Dr.Strangelove den roten Knopf drückt – fraglos ein Stück näher gekommen. Und man kann nur hoffen, dass die Verrückten von den roten Knöpfen ferngehalten und rechtzeitig von freundlichen Pflegern in weißen Kitteln in die Psychiatrie geschafft werden können; und dass M.A.D. (Mutually Assured Destruction) – die gegenseitige sichere Vernichtung –  als Drohung in der Luft bleibt und nicht real wird. Was indes bedeutet: das mörderische “Stahlgewitter”, der Bodenkrieg in der Ukraine, wird weiter gehen – und je mehr weiterreichende Waffen und Raketen der Westen anliefert, desto weiter wird dann auch Russland feuern.

Mit den Gesprächen des chinesischen Außenministers Wang Yi in dieser Woche in Moskau und dem angekündigten Besuch des Präsidenten Xi werden Russland und China ökonomisch und militärisch noch enger zusammenrücken als bisher. Dass aus dem Pentagon  sofort Drohungen von “Konsequenzen” kamen, falls China Waffen an die Russen liefern sollte, zeigt nur einmal mehr die Hybris und Arroganz des Imperiums, dem Rest der Welt Vorschriften zu machen, welche Waren oder Waffen wem geliefert werden dürfen. Und mit wem man über Handelsverträge hinaus auch gegenseitige Verteidigungsbündnisse schließen darf. Letzteres – ein Verteidigungspakt  zwischen Russland und China – könnte beim Gipfeltreffen von Xi und Putin möglicherweise  schon auf der Tagesordnung stehen. Damit wäre der über ein Jahrhundert alte Alptraum der anglo-amerikanischen Geopolitiker von Mackinder bis Breszinski Realität und der aktuelle NeoCon-Plan, zuerst Russland zu zerschlagen, um dann gegen den Endgegner China vorzugehen, definitiv Makulatur. Schon jetzt ist NATOstan mit dem regionalen Konflikt im Donbass ziemlich überfordert, obwohl Russland nur einen Bruchteil seiner Streitkräfte und Feuerkraft eingesetzt hat. Wenn da jetzt – im Ernstfall – auch noch der chineschische Drache dem Bären Rückendeckung bietet, ist jedes militärische Vorgehen gegen diese Koalition ein Selbstmordkommando.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Wang Wenbin sparte auf einer Presskonferenz nicht mit Klartext zur Sache (übersetzt mit deepl.com):

CCTV: Die USA sind besorgt, weil China und Russland eine gemeinsame Vision haben, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums Ned Price. Was ist Ihr Kommentar? 

Wang Wenbin: Die Beziehungen zwischen China und Russland beruhen auf der Grundlage der Blockfreiheit, der Nicht-Konfrontation und der Nicht-Zielgerichtetheit auf eine dritte Partei. Sie sind ein Faktor, der dem Weltfrieden und der Stabilität förderlich ist und keinen Anlass zur Sorge gibt. Wirklich besorgniserregend ist die zerstörerische Rolle, die die USA für den Frieden und die Stabilität in der Welt gespielt haben.

Die USA sind der Kriegstreiber Nr. 1 in der Welt. In ihrer mehr als 240-jährigen Geschichte waren die USA nur 16 Jahre lang nicht im Krieg. Die USA waren für etwa 80 Prozent aller bewaffneten Konflikte nach dem Zweiten Weltkrieg verantwortlich.

Die USA sind auch die Nummer eins bei der Verletzung der Souveränität und der Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder. Berichten zufolge haben die USA seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs versucht, mehr als 50 ausländische Regierungen zu unterwandern, sich in mindestens 30 Ländern grob in Wahlen eingemischt und auf mehr als 50 ausländische Staatsoberhäupter ein Attentat verübt.
(…) Solange der Hegemonismus und die Kriegstreiberei der USA fortbestehen, wird der Rest der Welt kaum den Frieden bekommen, den er verdient.

Auch auf die letzte Frage von “Reuters” – “Das Wall Street Journal berichtete, dass die Regierung Biden möglicherweise Geheimdienstinformationen veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass China überlegt, ob es Waffen zur Unterstützung des russischen Krieges in der Ukraine liefern soll. Was sagt China dazu? – brachte Herr Wang seine Antwort sehr gut auf den Punkt:

Apropos Veröffentlichung geheimer Informationen: Die USA könnten Informationen über die Wahrheit hinter der Nord-Stream-Explosion veröffentlichen. Wir hoffen, dass die USA so schnell wie möglich eine ernsthafte und verantwortungsvolle Antwort auf die Enthüllungen geben werden, anstatt sich darüber hinwegzusetzen.

Nach dem Einmarsch vor einem Jahr hatte ich hier zehn Gründe notiert, warum ich noch immer Putinversteher bin. Damals ging ich davon aus, dass die “Militäroperation” in kurzer Zeit beendet sein wird und es zu Verhandlungen kommt, zu denen sowohl Kiew wie auch Moskau auch bereit waren. Schließlich hatte Zelensky bei den Wahlen eine große Mehrheit gewonnen, weil er sich explizit für Frieden und eine Einigung mit den Donbass-Regionen aussprach und auch Russland hatte sich acht Jahre lang  engagiert, eine interne Einigung voranzubringen und die offizielle Anerkennung der selbsternannten Republiken verweigert. Dass es nicht schon nach den ersten Tagen und Wochen zu Friedensverhandlungen kam, lag nicht an dem ukrainischen Ex-Komiker und auch nicht an dem Ultrabösen im Kreml – hauptverantwortlich und federführend für die Fortsetzung und Eskalation des Krieges waren ein  struppiger Ex-Journalist in London und eine Wander-Mumie in  Washington: Boris Johnson und Joe Biden. Sie zogen Europa am Nasenring in den Konflikt – außer Polen und den baltischen Giftzwergen wollte anfangs eigentlich keiner wirklich mitziehen, Deutschland unter Scholz galt als Wackelkandidat und wurde dann per Nordstream-Sprengung an die Kandare genommen und die Propaganda – Wurlitzer in den Turbomodus überführt.

Wieder ganz ganz vorn beim Boostern von Bellizismus und Gewalt ist das ehemalige Nachrichtenmagazin, dem sich Jens Berger jetzt mal einen Tag lang ausgesetzt hat: “Ein Tag mit SPIEGEL Online – die totale Meinungsmache ist möglich”:
“Wenn Sie diesen Text lesen, sind Sie wahrscheinlich ein „Friedensschwurbler“, „Vulgärpazifist“, „Rechts- oder Linksnationalist“, „Putin-Fan“, „Russland-Romantiker“, „Illiberaler“, „Propagandaopfer“, „Verschwörungstheoretiker“ oder „schlicht realitätsavers“, „selbstbesoffen“ und „egoistisch“. So tituliert zumindest der SPIEGEL-Kolumnist Sascha Lobo diejenigen, die sich
Verhandlungen und Frieden für die Ukraine wünschen.”

Ob Lobotomie angewendet werden kann um bei solchen Pre$Stitutes irgendein Restgehirn einzuschalten, ist unbekannt, sicher ist nur, dass das Niveau unter Bordsteinkante in der Gosse liegt und unsere sogenannten Qualitätsmedien mittlerweile was Russen betrifft im “Stürmer”-Sound tönen. Die “Zeit” veröffentlicht zum 80. Jahrestag der berüchtigten Goebbels Rede im Sportpalast am 18.Februar einen Gastbeitrag mit dem Titel “Ich wünsche mir einen totalen Sieg” und die Instanz Jürgen Habermas – noch gelobt, weil er in Sachen Covid vom Krieg “Species gegen Species” irrlichterte und den Ausnahmezustand rechtfertigte – wird nun gebasht und gecancelt, weil er zu Verhandlungen aufruft.  Dass in Deutschland  geächtet wird, wer nicht zu den Waffen ruft und zum Krieg bläst, konnte ich mir nicht vorstellen. Der 2. Weltkrieg ist offenbar tasächlich noch nicht zu Ende…

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Mathias Bröckers : Vom Ende der unipolaren Welt , ‎ Fifty-Fifty (2022),  288 Seiten, 20 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 



 

Notizen vom Ende der unipolaren Welt -70

Vorgestern vor einem Jahr, am 16.Februar 2022, begann der massive Beschuss der Donbass-Region durch die ukrainischen Truppen und das paramilitärische “Asow-Regiment”. In den Monaten und Wochen zuvor hatten die Beobachter der OSZE, die alle Kampfhandlungen an der Grenze registrierten,  meist weniger als ein Dutzend Verstöße gegen die Waffenstillstandsvereinbarungen gemeldet. Doch am 16.2. waren es über 300 Explosionen und Raketeneinschläge,  am 17.2 über 600 und am 18.2. wurden 1400 registriert , die nach einem leichten Rückgang über das Wochenende danach noch weiter zunahmen. Diese Attacken und Bombardements  wurden zwar von der “Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa” gemeldet, tauchten in den westlichen Medien aber nicht auf, denn der Informationskrieg hatte schon begonnen und Fakten wie diese mussten unterschlagen werden, um das Narrativ vom “unprovozierten Angriffskriegs” Russlands etablieren zu können. Ebenso wie die diplomatischen Proteste der Russen, die den ukrainischen Truppenaufmarsch in der Ostukraine natürlich beobachtet und  vor Eskalationen gewarnt hatten. Dass aus Washington und London im Januar fast täglich Vorhersagen über eine drohende Invasion Russlands in der Ukraine kamen, hatte fraglos mit dem Wissen über diese Attacken zu tun – ganz ähnlich, wie die Ansagen von Joe Biden gegenüber Olaf Scholz am 7. Februar 2022, dass man bei einem russischen Einmarsch Nordtsream 2 stoppen würde. Zu diesem Zeitpunkt waren die Sprengsätze an der Pipeline schon angebracht ( Update: beschlossene Sache), wie wir mittlerweile wissen.  Dank Seymour Hersh, und nicht durch unsere “Qualitätsmedien”, für die die Aufklärung des Nordstream-Anschlags genauso wenig ein Thema war, wie die OSZE-Berichte über die Angriffe auf die Ostukraine.  Die auch zum Jahrestag des russischen Einmarschs mit Sicherheit unter den Tisch fallen werden, weil man sonst nicht mehr von einem  unprovozierten russischen “Angriffskrieg” könnte. Sondern zumindest auf die Gründe hinweisen müsste, warum Russland sich auf  Art. 51 der UN-Charta, das Völkerrecht, berufen hat, um den Militäreinsatz in der Ukraine zu rechtfertigen – mit dem Hinweis auf die über 13.000 Menschen, die durch die Angriffe auf die Donbass-Regionen seit 2014 getötet wurden.

Fakten wie diese müssen im Informationskrieg unterschlagen werden, weil anders die märchenhafte Unterscheidung von Guten und Bösen nicht aufrecht erhalten werden kann. Dass der russische Einmarsch völkerrechtlich mindestens so “legal” war wie das US-geführte NATO-Bombardement Jugoslawiens 1999 hatte ich vor einem Jahr hier schon notiert – und meine Schadenfreude nicht verheimlicht, dass dieser Tabubruch des weltweit führenden Menschen,- und Völkerrechtsverletzers USA und seiner Vasallen jetzt bestraft wird. Wobei anders als bei den Bomben auf Belgrad – als von Jugoslawien keinerlei Gefahr für NATOstan ausging – Russland  die Aufrüstung der ukrainischen Armee zur größten Landstreitmacht Europas und die am 16.Februar beginnenden Attacken durchaus als Bedrohung empfinden konnte. Und zu einer Reaktion gezwungen werden sollte, die dann auch kam – nicht mit einem “Angriffskrieg”, bei dem die Russen mit ihrem Bombenarsenal Kiew in wenigen Tagen in Schutt und Asche zerlegen könnten, sondern mit einer “Speziellen Militäroperation”, die gezielt gegen die militärische Infrastruktur vorging.

Das Ziel dieses Einsatzes hatte Präsident Putin benannt, die Ukraine soll:  entmilitarisiert und für neutral erklärt werden,  offiziell auf den Beitritt zur NATO verzichten,  die Krim und Sewastopol als russisches Territorium anerkennen und eine Einigung mit den LDNR-Republiken aushandeln. Dass eine solche Einigung dann nicht zustande kam, lag NICHT an dem Regime in Kiew, sondern an westlichen Kriegstreibern wie Boris Johnson, der sich Zelensky im April zur Brust genommen und aufgefordert hatte, bis zum letzten Ukrainer zu kämpfen. Zu diesem Zeitpunkt wären auch nach Aussagen des damaligen Premierministers Israels, Naftali Bennett, ein sofortiger Waffenstillstand und Friedensverhandlungen greifbar nahe gewesen – doch sie wurden nicht seitens Moskau oder Kiew blockiert, sondern von Washington und London. Die zwar weitere milliardenschwere Waffenlieferungen garantierten, aber kein Kriegsziel definierten – und bis heute keines klar benannt haben: „Wir leisten militärische Unterstützung ohne politisches Konzept, Strategie und Zielsetzung”, sagte der langjährige  militärische Berater der Merkel-Regierung, Ex-Brigadegeneral Erich Vad dazu gerade in einem Interview. Diese Planlosigkeit hat  mittlerweile mehr als 200.000 Menschen das Leben gekostet, Millionen in die Flucht getrieben und immense Zerstörung angerichtet, doch Konsequenzen werden daraus keine gezogen, außer: immer weiter, immer mehr Waffen und Kanonenfutter in die Schlacht zu werfen.

Wie verzweifelt die Lage in NATOstan ist, erfahren wir bei CNN mittlerweile schon in der Überschrift: The West’s hardest task in Ukraine: Convincing Putin he’s losing. In der Tat eine schwere Aufgabe:  wie kann ein Jürgen Klopp, dessen Team zur Halbzeit 3:0 zurückliegt, den gegnerischen Kollegen Pep Guardiola überzeugen, dass der das Match haushoch verlieren wird? Hat die Rote Armee die deutsche Wehrmacht bis in den Führerbunker nach Berlin zurück gejagt, weil Hitler Stalin nicht erklären konnte, dass er der Verlierer ist ?  Das wäre so, wenn allein mit  BlaBla, PR und Propaganda Spiele gewonnen werden könnten und das Geschehen “auf`m Platz” keine Rolle spielte. Aber so läuft es nicht im wirklichen Leben, weder im Fußball, noch gar im Krieg.  Insofern sollte man das Kommando dort lieber einem Pep oder Klopp überlassen als den planlosen  Joint Chiefs, “Analysten” und “Experten”, die außer Rhetorik, Slogans und hohlen Sprüchen nichts zu bieten haben. Es sind dieselben, die uns die Desaster in Irak, Libyen, Syrien, Afghanistan schön geredet haben – (weil die Barfuß-Armee der Taliban nicht von ihrer Niederlage “überzeugt” werden konnte ??) – stets im Sinne ihrer Auftraggeber, des guten alten “Military Industrial Complex” (MIC), der sich mittlerweile zu dem zu einem monströsen “Military-Industrial-Congressional-Intelligence-Media-Academia-Think-Tank” ausgewachsen hat: welcome to MICIMATT.  Dieser Verein allerdings hat eine Generalstrategie, der alle diese scheinbar planlosen, konzeptlosen Kriegen übergeordnet ist. Sie lautet, in den Worten des Air-Force-Piloten und Militär-Theoretikers Col. John Boyd: “Unterbreche niemals den Geldfluß – vermehre ihn.” Nur unter dieser Prämisse macht das ziellose, planlose Schlachten in der Ukraine noch irgendeinen Sinn, und allein daher rührt Wahnwitz, denn der MICIMATT den Bürgern verkauft: Mit immer mehr Waffen Frieden schaffen! Es wird höchste Zeit, sich von dieser mörderischen Strategie zu verabschieden.

 

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Notizen vom Ende der unipolaren Welt – 69

Da es eine Eiche nicht stört, wenn sich Ferkel an ihr abreiben, wird es auch das Urgestein des investigativen Journalismus Seymour Hersh wenig jucken, wie die Horden von  Presstitutes und Flachpfeifen in den Medien über seine Enthüllungen der Nordstream-Sprengung herfallen. Sonst bei jedem Reichsbürger-Rülpser und Ballon-Furz minutenschnell mit “Breaking News” Geticker zur Stelle, kam in der hiesigen Journaille zuerst einmal: Nichts. Dann nur ein paar Kurzmeldungen. Zur “Lage am Abend” meldet dann das ehemalige Nachrichtenmagazin: “Was hatte Putin mit dem MH17-Abschuss zu tun?” und  bei “Heute” im ZDF lässt man schon das Fragezeichen weg: “Putin spielte aktive Rolle bei MH-17-Abschuss”. Am nächsten morgen ist die Story über ein angeblich vor neun Jahren abgehörtes angebliches Telefonat vierspaltiger Aufmacher im Zürcher “Tagesanzeiger” – über die detaillierte Recherche zu den Hintermännern des größten europäischen Terroranschlags seit Jahrzehnten kein Wort (im 3. Jahrtausend haben wir ausführlich darüber gesprochen). 
Den Text der Reporter-Legende zu übersetzen und dem deutschen Publikum zur Kenntnis zu bringen, hielt ebenfalls keines unserer “Qualitätsmedien” für notwendig, die  Nachdenkseiten und die “Junge Welt” haben das dann übernommen, während sich die Ferkel in  den Schmuddelblättern “Süddeutsche” und “Spiegel” daran machten, ihren Dreck an Seymour Hersh abzureiben. Da erdreistet sich ein Stefan Kornelius, der als Lohnschreiber das publizistische Deck der “Atlantikbrücke” schrubbt,  Hersh als  “abgeglittenen Ex-Star des investigativen Journalismus” zu porträtieren – als ob man als Journalist tiefer absinken könne als in die Rolle eines Lautsprechers der US-Kriege – und das Relotius-Magazin “Spiegel” moniert: “Der umstrittene US-Journalist Seymour Hersh schreibt in einem schwach belegten Blogbeitrag, die USA hätten die Nord-Stream-Pipelines gesprengt. ” Als ob ein “schwach belegter” Text von Seymour Hersh, selbst wenn er im hinterletzten Blog erscheint, nicht noch allemal glaubwürdiger und informativer wäre als der pseudo-investigative Propaganda-Müll – nicht nur zu MH-17 – im “Spiegel”. Und in der New York Times, Washington Post, CNN, ARD, FAZ, taz et. al., die jetzt angewackelt kommen, dass Hersh ja nur eine anonyme Quelle habe, weshalb seine Darlegung über die Planung und Ausführung des Anschlags “fragwürdig” sei. Das ist sie in der Tat – aber Fragen werden ja gar nicht gestellt, Antworten gar nicht gesucht, es wird ad personam angepisst.
Oder haben die genannten Organe sofort Reporterteams nach Norwegen und in die USA geschickt, um den offengelegten Spuren weiter nachzugehen ? Hat der Generalbundesanwalt ein neues Ermittlerteam beauftragt, den größten Terroranschlag seit Bestehen der Bundesrepublik endlich aufzuklären (das erste musste bekanntlich zurückkehren, weil es nicht die passenden Taucheranzüge dabei hatte) ? Zeigen Regierung, Rechtsstaat und informationspflichtige öffentlich-rechtliche Medien irgendein Interesse an Aufklärung (ARD-Brennpunkt/Anti-Terror-Task Force/Untersuchungsauschuss???) Und was sagt eigentlich die NATO zu dem begründeten Verdacht, dass ein Mitglied ein anderes mit Terroranschlägen angreift ? Gilt hier wie bei der Mafia mittlerweile die Omerta? Oder sind die NATOstan-Vasallen schon derart versklavt, dass sie nicht einmal mehr wagen, gegenüber dem Imperium auch nur den Mund auf zu machen?
Dass die Suche nach Wahrheiten, die nicht in die offizielle Agenda passen, als staatsfeindliche “Verschwörungstheorie” gebrandmarkt wird, diese nach dem Mord an John F.Kennedy etablierte Prozedur ist seit 9/11 die Standardroutine der Medienmaschine, der selbstverständlich auch Koryphäen wie Sy Hersh unterzogen wurden und werden. Außer diffamierendem Gekläffe hat die zum Schoßhund der Macht verkommene “vierte Gewalt” nicht mehr zu bieten.
Willkommen in Brainwashington D.C.   Wie verrottet der Journalismus mittlerweile ist, hat die Columbia Journalism Review gerade untersucht, in einer akribischen Autopsie der Berichterstattung zu “Russiagate”, der fiktiven Trump-Russland-“collusion”, die von den “Qualitäsmedien” fünf Jahre lang als “Nachricht” verkauft wurde, in konzertierter Aktion mit Geheimdiensten, FBI und Regierungsbehörden: The Press versus The President. Der Schoßhund kann also durchaus bissig werden, wenn ein Außenseiter die Kreise seiner Herrchen stört,  und jahrelang krude Verschwörungstheorien verbreiten, die nicht einmal über eine einzige, geschweige denn zwei unabhängige Quellen verfügten, sondern von vorn bis hinten frei erfunden sind. Wie nach der Sprengung von Nordstream dann auch die Legende “Die Russen waren es”, die jeder Logik und jedem Sinn widersprach, sich trotz aller Absurdität über Monate halten konnte, der permanenten Wiederholung durch die korrupte Medienmeute sei Dank…
Immerhin wagt “Cicero” die Schlüsselfrage zu stellen: “Und wenn es doch die USA waren?”. Tja, was dann? Eine Art Familienaufstellung, weil Uncle Sam seine deutsche Nichte gewaltsam mißbraucht hat ? Eine kolonialer Aufstand in Deutschland, der diese “Schutzmacht” endlich rausschmeißt, Ramstein & Co. dicht macht und den  NATO-Austritt und militärische Neutralität erklärt ? Weil jemand, der solche “Freunde” hat, nun wirklich keine Feinde mehr braucht ? Auch wenn eine solche Zeitenwende nicht in Sicht ist, das wäre die richtige Richtung…

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3.JT 88: Nord State Terror

Jetzt ist es raus: Hinter dem Anschlag auf die Nord Stream Pipelines stecken die USA. Dass einiges darauf hindeutet, haben wir schon vor Monaten berichtet. Doch nun hat der legendäre amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh seine Recherche vorgelegt, wie der Anschlag geplant und durchgeführt wurde. Und was sagen deutsche Regierung und Medien dazu? Nichts. Über diesen Skandal reden wir jetzt,in Ausgabe #88 des 3. Jahrtausends.

Notizen vom Ende der unipolaren Welt – 68

 

Als ich unlängst auf dem Waldfriedhof in Zehlendorf war, kam es mir da sehr laut vor. Weil das nicht an unserer schweigsamen Trauergemeinde lag, fragte ich einen Friedhofsgärtner, was das für merkwürdige Geräusche seien: “Das kommt von da drüben”, meinte er und zeigte die Richtung, “Willy Brandt rotiert im Grab.” Angesichts des aktuellen Zustands der deutschen Außenpolitik war das keine Überraschung, “Nie wieder” war die Botschaft, für die er den Friedensnobelpreis bekommen hatte.  Während ich in die gezeigte Richtung ging schien es mir tatsächlich lauter zu werden und als ich mir diesen Unfug gerade ausredete, dröhnte es unüberhörbar an mein Ohr: “Wir schaffen  es, ohne Waffen SS!”
Aber das war nicht die Stimme von Willy, sondern das Organ eines anderen großen Berliners, der auf dem Waldfriedhof zwar seine letzte Ruhestätte gefunden hatte, jetzt aber schnauzte wie zu besten Lebzeiten: Wolfgang Neuss. Unter dem Parteivorsitzenden Brandt war er damals aus der SPD geflogen, weil er als Kriegsgegner für die “Deutsche Friedens Union” Werbung gemacht hatte, jetzt aber waren sich die benachbarten Geister völlig einig: mit deutschen Waffen gegen Russland zu marschieren, ist eine ethische und moralische Verkommenheit ohnegleichen, ein Spucken auf mehr als 20 Millionen Gräber. Und die übelsten Kriegstreiberinnen – Baerbock und Strack-Zimmermann – grinsen dazu derart in die Kamera, dass man sich wünscht, zur Geisterstunde mögen alle Sensenmänner ihren Gräbern entsteigen und diese Brut hinwegfegen. Ein für allemal. “Nie wieder!”

Als Erstwähler hatte ich 1972 selbstverständlich Willy gewählt und war einige Wochen zuvor sogar bei der SPD eingetreten – “Nie wieder Krieg” und “Mehr Demokratie wagen” entsprach meinen Vorstellungen genauso wie die Wahlkampf-Forderung, die Verhandlung für Kriegsdienstverweigerung, auf die ich mich gerade vorbereitete, abzuschaffen. Kaum war jedoch die SPD gewählt, verkündete der neue Verteidigungsminister Schorsch Leber, dass die gerichtsartigen Prüfungen der pazifistischen Gesinnung (“Ein bewaffneter Russe bedroht ihre Freundin. Was tun Sie?”) beibehalten werden. Ich schickte mein zerrissenes Parteibuch mit einem bösen Brief zurück. Bei meinem Freund und Meister Wolfgang Neuss lernte ich dann zehn Jahre später, dass man Politikern immer nur so weit trauen sollte wie man seine Waschmaschine werfen kann. Er hatte sich 1943 an der “Ostfront” bei Rschew selbst in die Hand geschossen, weil er nicht weiter auf Russen schießen wollte: “Selbstverstümmelung ist eine gute Friedensbewegung!” sagte er später dazu und: “Die Angst trieb mich zum Fortschritt”.
Dass die oben genannten Damen Deutschland unverhohlen in den Krieg treiben und Russland karnevalesk mit einem “Volkssturm” drohen können – den das Regime in Kiew mit der Einberufung von 16-60-Jährigen übrigens gerade zum Verheizen rekrutiert – hat allein damit zu tun, dass sie keine Angst haben müssen. Wenn sie zwei, drei Tagen im Artilleriefeuer an der Donbass-Front lebend überstehen, wären sie mit Sicherheit kuriert.

Eigentlich müsste es aber schon reichen, zwei US-Kriegsveteranen – Douglas McGregor und Scott Ritter – zuzuhören, die ihnen klarmachen, dass die NATO ein Papiertiger ist und nach der absehbaren Vernichtung von 100, 200, 300 Leopard/Challenger/M-1-Panzern auch noch F-16, F-22 und weitere Kampfjets in die Verschrottungsanlage Ukraine schicken kann, ohne Land oder gar den Krieg zu gewinnen. Auch der pentagon-finanzierte Thinktanker RAND hat mittlerweile den Rückwärtsgang eingelegt: hatte man dort 2019 noch die Strategie ausgetüftelt, wie man Russland mit finanziellen, ökonomischen und militärischen Mitteln “überlasten und  überwältigen” kann,  stellen die “Experten” jetzt fest, dass nicht die Russen, sondern NATOstan von Überlastung und Überwältigung betroffen sind und fordern ein schnelles Kriegsende. Nicht grundsätzlich, aber in der Ukraine, um dort keine Kräfte zu binden, die für den Endgegner China gebraucht werden. Es braucht sich also niemand wundern, wenn die Ukraine von den amerikanischen “Freunden” alsbald genauso verwüstet als failed state zurückgelassen wird wie die Schauplätze ihrer letzten Kriegsabenteuer. Schon wird ja mit rosaroten Luftballons in Richtung Fernost propagandamäßig kräftig gezündelt, während gleichzeitig noch die Köpfe rauchen, wie sich das Debakel  Ukraine als “victory” verkaufen oder irgendwie vertuschen lässt.

Unterdessen soll CIA-Chef Burns dem Kreml ein diskretes Friedensangebot (“land for peace”) angeboten haben, was die Russen selbstverständlich ablehnten. Weil es ihnen erstens gar nicht um “Land”- eine Erweiterung ihres ohnehin gigantischen Territoriums – geht, sondern nur um den Abzug von NATO-Raketen vor ihrer Haustür; weil zweitens die USA mit ihrem “Angebot” ziemlich genau ein Jahr zu spät kommen –  Mitte Februar 2022 hatten sie Kiew noch zu den massiven Angriffen auf die  Donbass-Provinzen getrieben, die den russischen Einmarsch am 24.2. provozierten; und weil sie drittens nach dem  Scheitern im finanziellen und ökonomischen Krieg-  dem weitgehenden Verpuffen sämtlicher Sanktionen – auch militärisch nichts zu bieten haben. Außer  – was von Beginn an klar war – eine nukleare Apokalypse herauf zu beschwören.
Unterdessen  -Überraschung – hat der deutsche Verteidigungsminister Pistorius den ersten Leopard persönlich in Kiew abgeliefert. 178 weitere sollen – bis 2024 wink, wink – folgen. Es handelt sich um das Modell “1A-5”, die 90er Jahre Version eines Panzers aus den 1960ern: ein obsoletes “piece of shit” – so Andrey Martinov – “das auf dem modernen Schlachtfeld nicht überlebensfähig ist” und sich “durch das Fehlen einer ernsthaften Panzerung sowie eine Kanone auszeichnet, die, sagen wir es mal so, ein wenig “veraltet” ist.”
Dass Deutschland bei den amerikanischen `Partnern` eine “Abwrackprämie” für die Lieferungen ausgehandelt hat, ist unwahrscheinlich. Nachdem man schon die Abwrackung von NordStream (Seymour Hersh schildert Planung und Ausführung) stillschweigend hingenommen hat  und brav teures US-Flüssiggas einkauft, muss nach der Verschrottung der Leos im Panzer-Porno dann der “M-1 Abrams” angeschafft werden. Schon plant der olivgrüne Wirtschaftsminister – transatlantisch stets “in dienender Führungsrolle” (Habeck) – das  Geld für den Kohleausstieg  in die Waffenproduktion umzuleiten.  Nachhaltigkeit, Green Deal, Klima war gestern, die Grünen sind jetzt die neuen Braunen – und genauso größenwahnsinnig wie die alten. Da  muss man fast schon dankbar sei, dass der wurstige Kanzler Scholz noch ein wenig bremst und den grünbraunen Ostlandrittern nur Oldtimer zur Verfügung stellt….
Plakate privater Firmen in Russland rufen mittlerweile schon zur “Großwildjagd” auf: “Verbrenne einen Leopard – erhalte ein Seegrundstück am Baikal.” Ich habe die Echtheit dieses Netzfundes nicht überprüft, aber schon gehört, dass es am Baikal-See sehr schön sein soll…
(wird fortgesetzt)

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Notizen vom Ende der unipolaren Welt – 67

 
Zum 80. Jahrestag der deutschen  Kapitulation in der Schlacht von Stalingrad wurde die Stadt Wolgograd  an einigen Stellen mit ihrem historischen Ortsnamen benannt. In Russland ist diese Entscheidungsschlacht des 2. Weltkriegs nicht vergessen, anders als in Deutschland, wo man es mit Kampfpanzern in der Ostukraine noch einmal versuchen will. Wahnsinn! Aber offensichtlich – siehe den Panzer-Porno auf dem aktuellen “Spiegel” – mit Methode. Oder, wie der Kabarettist Uwe Steimle gerade feststellte: “Es gab Zeiten in Deutschland, da wurde man wenigstens  noch gefragt ob man den totalen Krieg überhaupt will.”
Im folgenden als Erinnerung an diesen Horror ein Gastbeitrag von Marcel Bühler:
 
 
Liebe Zeitgenossen:

Vor rund 80 Jahren, am 31. Januar 1943 kapitulierte der Oberbefehlshaber der deutschen 6. Armee, Generalfeldmarschall Friedrich Paulus, im Keller des berühmten Kaufhauses “Unimag” und ging mit rund 90’000 verbliebenen Soldaten in sowjetische Kriegsgefangenschaft wo er bis 1953 verblieb. Den Rest seines Lebens verbrachte er in der DDR.
 
Die Schlacht von Stalingrad, die rund 1 Million Menschenleben forderte, gilt als der eigentliche Wendepunkt im sowjetisch-deutschen Krieg und wird in Russland entsprechend jedes Jahr gefeiert. Hier nachgestellte Szenen von der damaligen Kapitulation und den Aussagen einiger aktueller Darsteller:
 
 
Nachdem ich als 14-jähriger das Buch eines englischen Historikers über dieses bewegende Ereignis gelesen hatte, besuchte ich 1996 das heutige Wolgograd mit der Schweizerisch-Militärhistorischen Gesellschaft. Mit dabei war auch der deutsche Überlebende Horst Zank der das Buch “Stalingrad – Kessel und Gefangenschaft” geschrieben hat in dem er seine Erlebnisse als damals 24-jähriger Leutnant beschreibt. Wir trafen am Abschlussabend auch einige sowjetische Veteranen der Schlacht (im Anhang noch einmal einige Fotos die ich damals gemacht habe).
 
Noch immer leben einige wenige Zeitzeugen die bei RT zu Wort kamen:
 
 
Im “Ehrenbuch der deutschen Wehrmacht” von 1954 fand ich auf Seite 175 eine Karte, welche die nachfolgenden Kämpfe im Februar/März 1943 in der heutigen Ostukraine zeigen. Hier gingen die deutschen Verbände, besonders die 4. Panzerarmee (abgestützt durch die 1. Panzerarmee welche noch das Donbass mit Donezk, das damals Stalino hiess, hielt) noch einmal zu einer Gegenoffensive über und konnte Ende März 1943 den Frontbogen östlich von Charkow entlang des Flusses Donezk und südlich von Isjum bis an das östliche Ende des Asow’schen Meeres stabilisieren.
 
Wenn also heute durch den Entscheid der Bundesregierung (eine Marionette Washingtons), wenigstens 14 deutsche Kampfpanzer Leopard 2 vom Typ A6 an die ukrainischen Nationalisten zu schicken, wieder deutsche Panzer über die Felder der Ostukraine rollen, so hat das für die Russen natürlich eine tiefsinnige Bedeutung. Präsident Putin machte dies in seiner Rede zu den Feierlichkeiten zur Schlacht von Stalingrad sehr deutlich:
 
 
Die Provokation ist also maximal, auch wenn die militärische Bedeutung der vom Westen zugesagten “Panzerarmee” von weiteren 14 Leopard 2 Typ A4 der Polen, 14 Challenger der Briten und 31 M1 Bradley der Amerikaner (die USA schicken ebenfalls ältere Modelle um die noch geheime Wannenkonstruktion der modernsten Versionen nicht den Russen zu verraten) eher bescheiden sein dürfte. Die vorsätzlich geschaffene Spaltung Europas, insbesondere zwischen Deutschen und Russen, soll also möglichst nachhaltig sein (ähnlich der “Energiepolitik” mittels Windrädern) damit die Europäer weiter unter dem “Schutzschirm” der NATO leben und nicht auf die Idee kommen. sich von den USA zu emanzipieren und eine eigene Sicherheitsordnung aufzubauen.
 
Die “Kriegserklärung” von Annalena Baerbock an Russland im EU-Parlament kommentierte die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, kurz und bündig (“die Schuld wird nicht verjähren”):
 
 
Auch der amerikanische Militärexperte und Kritiker, Scott Ritter, bezeichnet die Politik des Westens in der Ukraine als “unverzeihlich”:
 
 
Militärisch hat in der Ukraine bereits der letzte Akt des Kriegstheaters begonnen. Die ukrainische Front wankt, die Verluste steigen und ein wesentlicher Teil der ukrainischen Bevölkerung hat bereits das Land verlassen. Laut amerikanischen Offizieren soll General Walerij Saluschnij vor kurzem gegenüber dem Vorsitzenden der vereinigten Stabschefs der USA, General Mark Milley, gar eingeräumt haben, dass bereits 257’000 Ukrainer ihr Leben verloren haben! Dies würde die bisherigen Schätzungen von Colonel Douglas MacGregor bei weitem übertreffen:
 
 
Auch Scott Ritter glaubt, dass der Krieg bereits in wenigen Monaten beendet sein wird und dass Russland dann wieder die grösste Landmacht in Europa sein wird:
 
 
Damit sind diese amerikanischen Militär-Experten zu den gleichen Einschätzungen gekommen, die ich bereits im März letzten Jahres, zu Beginn der russischen Intervention, vertreten habe. An Russland sind noch alle Aggressoren gescheitert, auch die NATO kommt an die Grenzen ihrer Expansion nach Osten und wird sich mit dem wiedererstarkten Russland arrangieren bzw. die “roten Linien” Putins und seiner Generäle akzeptieren müssen. Zu den Kämpfen um Bachmut, dem die Einschliessung und damit das gleiche Schicksal wie dem Kessel Stalingrad im 2. WK droht, hat “Hindustan Times” einen aktuellen Bericht veröffentlicht:
 
 
Die historischen Parallelen sind frappant, auch wenn heute die Ukrainer die Hauptlast des sinnlosen Kräftemessens und der Kriegssatire tragen.
 
Viele Grüße aus Zürich
 
M. Bühler 

Notizen vom Ende der unipolaren Welt – 66

Nachdem die Türkei, stolzer Besitzer von 364 Leopard-Panzern,  2018 einige davon in Syrien zum Einsatz gebracht hatte, meldete die britische Daily Mail über den Erfolg des angeblich “weltbesten” Kampfpanzers: “Angesichts der Tatsache, dass die Panzer in großem Umfang von NATO-Mitgliedern – darunter Kanada, die Niederlande, Dänemark, Griechenland und Norwegen – betrieben werden, ist es besonders peinlich, dass sie von syrischen Terroristen so leicht zerstört werden können, obwohl sie der russischen Armee gewachsen sein sollen.” Anlass für diesen Artikel hatte ein Video der ISIS gegeben, das zehn zerstörte Leos (Stückpreis 7 Mio. Euro) zeigte. Man sollte das Filmchen jetzt vielleicht noch einmal kurz im Bundestag vorführen, um kriegsgeile Parlamentarier und die Journaille von ihrem Panzer-Fetischismus zu kurieren. Wenn Leopoarden schon von ein paar islamistische Wickelmützen reihenweise verschrottet werden, was sollen sie denn bitteschön gegen eine hundertfach stärkere russische Armee ausrichten ? Und wenn sie doch keine Papier-Tiger sind und man nur genug davon einsetzen muss, um die Schlacht zu wenden und Russland zu besiegen – warum haben die NATO-Mitglieder, bei denen sie “in großem Umfang” herumstehen, noch keine hin geschickt ? Muss nur Deutschland liefern, weil es das Ding seit 1970ern entwickelt und gebaut hat ? Wie viele Panzer, Raketenwerfer, wie viel Material und vor allem wie viele Menschen müssen noch vernichtet werden, bevor der kollektive Westen ein Einsehen hat, dass der Krieg damit nicht zu gewinnen ist ?
Der militär-analytische Blog Big Serge hat die aktuelle Front in der Ostukraine mit der “Blutmühle” von Verdun 1916 verglichen, in der 700.000 deutsche und französische Soldaten ihr Leben ließen. Seine Schätzung, dass auf ukrainischer Seite bisher 150.000 KIA (Killed In Action) und zwei bis drei Mal soviel Verwundete zu beklagen sind, scheint realistisch. Ebenso wie die Schätzung eines ukrainischen Generals, dass die Zahl der russischen “tubes”, der Rohre aus denen die Artillerie feuert, die der Ukraine aktuell um den Faktor 10 übersteigt. Wer glaubt, dass ein paar Dutzend Kampfpanzer da etwas richten, sollte  schleunigst zurück an die  World of Tanks – Konsole beordert werden, statt in Talkshows und Interviews.
Was hinter dem sinnlosen “Immer mehr, immer weiter” dieser mörderischen Materialschlacht steckt ist einmal mehr der Sinn fürs Geschäft: wer jetzt der Ukraine Leos liefert, bekommt gebrauchte US-Panzer als Ersatz – und Rumms sind die amerikanischen “Partner” mit Training, Ersatzteilen, Wartungsverträgen dick im Geschäft. Direkt an die Ukraine will das Pentagon seine Abrams-Panzer nicht liefern,  weil das Pleite-Regime in Kiew für  Anschlussverträge nichts auf Tasche hat.  Ein Schelm (bzw. Verschwörungstheoretiker), wer Böses dabei denkt… wie mit dem  Rumms  von “Nordstream 2” wird so unsere “Freiheit” verteidigt.

https://twitter.com/thorstenbenner/status/1617064545788522497

Die seit März 2022 immer wieder verbreitete Meldung westlicher Propagandaschleudern, dass den Russen “die Raketen ausgehen” und der Ukraine nur noch mehr  Waffen fehlen, um die Krim und die Donbass-Region zurück zu erobern, wird auch durch ständige Wiederholung nicht wahr, genau so wenig wie die anderen Berichte vom Kaliber “Feind schwach, Endsieg nah”, mit denen die “Blutmühle” immer weiter gefüttert wird. Unsere Väter haben 1941 ff. schon einmal mit Panzern versucht, Russland zu besiegen und die Knochenhaufen von Verdun zu ganzen Gebirgen mit Millionen Leichen noch überboten.

Das Ergebnis habe ich dann seit den 1970ern beim Transit nach Westberlin auf seinem Sockel kurz vor Dreilinden immer freudig und dankbar begrüßt:  den Panzer der sowjetischen Armee, der bis nach Berlin gerollt war, um Deutschland von der Nazi-Pest zu befreien. Ich habe wenig Zweifel, dass ein weiterer Versuch genau so enden wird, wobei es heute nicht mehr so vergleichsweise “gemütlich” wie einst mit dem Panzerchen T-34 und seinen Kollegen. Nicht nur weil der Westen es mit einer Nuklearmacht zu tun hat, sondern weil die Russen auch “konventionell” überlegen sind und es gegen Einschläge von  Kinzhal & Co. zu Hause keine Verteidigung  gibt – und an der Front  gegen “Penicilin” keine gute Abwehr. Ende Dezember wurden die russischen Truppen mit dem neuesten Gimmick der elektronischen Kriegsführung ausgestattet. Die nach dem Antibiotikum benannten Überwachunsgeräte können “Bakterien” – feindliche Radar-und Geschützstellungen – aufgrund von akustischen und Infrarot-Messungen lokalisieren, ohne selbst Radar-oder Funkwellen auszustrahlen. Irgendwo im Wald aufgestellt sind sie kaum zu entdecken, “riechen” Leoparden aber auf 30 Kilometer.  Insofern sollte Olaf,  statt schwere Leos im Schwarzen Loch Ukraine zu versenken, höchstens die T-34 aus dem Museum reaktivieren…
Also Schluss jetzt mit diesem Panzer-Porno!  Und ein dröhnendes “Schnauze!” an die verantwortungslosen  Presstitutes und Laptop-Bomber, die dazu lüstern lechzen und stöhnen –  in den ehemaligen “Qualitätsmedien”, wo sachliche Debatten und fachliche Analysen nicht mehr stattfinden. Wer die nüchterne Einschätzung und Beurteilung des Kriegs von wirklichen Fachleuten erfahren will – zum Beispiel von den Ex-Generälen Harald Kujat oder Erich Vad – muss in entlegenen Schweizer Magazinen (“Zeitgeschehen im Fokus”) oder Frauenzeitschriften (“Emma”) stöbern. Die Herren mögen die vielleicht erfahrensten Militärexperten in Deutschland sein – in den ehemaligen “Qualitätsmedien”, wo NATO-Callboys mit Strack-Zimmermann um die Wette stöhnen,  kommen sie nicht vor.

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Soeben erschienen:
Mathias Bröckers : Vom Ende der unipolaren Welt , ‎ Fifty-Fifty (2022),  288 Seiten, 20 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. JT # 87: Public Private Censorship

Seit mehr als einem halben Jahr sitzt der Querdenken-Gründer Michael Ballweg in Untersuchungshaft – warum dauert es so lange, bis es überhaupt zu einer Anklage kommt?
Außerdem: Die Twitter Files offenbaren eine erschreckende Verstrickung von Staat und Medienkonzernen, aber niemanden scheint es zu interessieren. Und: Hat der 3. Weltkrieg mittlerweile schon begonnen? Über all das und mehr berichten Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers in Ausgabe #87 des 3. Jahrtausends.

Notizen vom Ende der unipolaren Welt – 65

Für Emmanuel Todd, Anthropologe und einer der bekanntesten Intellektuellen Frankreichs,   hat bereits “der dritte Weltkrieg begonnen”. Hier einige Passagen aus einem Interview im “Figaro” (mit Bezahlschranke), die ich auf MoonOfAlabama entdeckt und mit deepl.com aus dem Englischen gehievt habe :

“Es ist offensichtlich, dass der Konflikt, der als begrenzter Territorialkrieg begann und sich zu einer globalen wirtschaftlichen Konfrontation zwischen dem gesamten Westen auf der einen Seite und Russland und China auf der anderen Seite ausweitet, zu einem Weltkrieg geworden ist.”

Todd stimmt mit John  Mearsheimers Analyse des Konflikts überein:

“Mearsheimer sagt uns, dass die Ukraine, deren Armee seit mindestens 2014 von NATO-Soldaten (Amerikanern, Briten und Polen) übernommen wurde, daher de facto Mitglied der NATO war und dass die Russen angekündigt hatten, dass sie die Ukraine niemals in der NATO dulden würden. Aus ihrer Sicht führen die Russen daher einen defensiven und präventiven Krieg. Mearsheimer fügte hinzu, dass wir keinen Grund hätten, uns über die eventuellen Schwierigkeiten der Russen zu freuen, denn da es sich für sie um eine existenzielle Frage handele, würden sie umso härter zuschlagen, je schwieriger es sei. Diese Analyse scheint zuzutreffen.”
Aber:
“Mearsheimer überschätzt, wie ein guter Amerikaner, sein Land. Er ist der Meinung, dass der Krieg in der Ukraine für die Russen existenziell ist, während er für die Amerikaner im Grunde nur ein ‘Machtspiel’ unter anderen ist. Nach Vietnam, Irak und Afghanistan, was ist da ein weiteres Debakel? Das Grundaxiom der amerikanischen Geopolitik lautet: “Wir können tun, was wir wollen, denn wir sind geschützt, weit weg, zwischen zwei Ozeanen, uns wird nie etwas passieren”. Nichts wäre für Amerika existenziell. Eine unzureichende Analyse, die Biden heute dazu bringt, kopflos vorzugehen. Amerika ist zerbrechlich. Der Widerstand der russischen Wirtschaft bringt das amerikanische imperiale System an den Rand des Abgrunds. Niemand hatte erwartet, dass die russische Wirtschaft der “Wirtschaftsmacht” der NATO standhalten würde. Ich glaube, dass die Russen selbst nicht damit gerechnet haben….
Wenn die russische Wirtschaft den Sanktionen auf unbestimmte Zeit widersteht und es schafft, die europäische Wirtschaft zu erschöpfen, während sie selbst, unterstützt von China, bestehen bleibt, würde die amerikanische Währungs- und Finanzkontrolle über die Welt zusammenbrechen und damit auch die Möglichkeit der Vereinigten Staaten, ihr riesiges Handelsdefizit umsonst zu finanzieren. Dieser Krieg ist also für die Vereinigten Staaten existenziell geworden. Genauso wenig wie Russland können sie sich aus diesem Konflikt zurückziehen, sie können nicht loslassen. Deshalb befinden wir uns jetzt in einem endlosen Krieg, in einer Konfrontation, deren Ergebnis der Zusammenbruch des einen oder des anderen sein muss.”

Todd ist der Überzeugung, dass die USA im Niedergang begriffen sind und sieht dies als schlechte Nachricht für die Autonomie der Vasallenstaaten:

“Ich habe gerade ein Buch von S. Jaishankar, dem indischen Außenminister (The India Way), gelesen, das kurz vor dem Krieg veröffentlicht wurde. Er sieht die amerikanische Schwäche und weiß, dass die Konfrontation zwischen China und den USA keinen Gewinner haben wird, sondern einem Land wie Indien und vielen anderen Raum geben wird. Ich füge hinzu: aber nicht für die Europäer. Überall sehen wir die Schwächung der USA, aber nicht in Europa und Japan, weil eine der Auswirkungen des Rückzugs des imperialen Systems darin besteht, dass die Vereinigten Staaten ihren Einfluss auf ihre ursprünglichen Protektorate verstärken. Während das amerikanische System schrumpft, lastet es immer schwerer auf den lokalen Eliten der Protektorate (und ich schließe hier ganz Europa ein). Die ersten, die ihre nationale Autonomie verlieren, werden die Engländer und die Australier sein (oder sind es bereits).”

Zu den kulturellen, ideologischen und anthropologischen Aspekten sagt Todd:

“Wenn wir sehen, dass die russische Duma ein noch repressiveres Gesetz über ‘LGBT-Propaganda’ verabschiedet, fühlen wir uns überlegen. Ich kann das als gewöhnlicher Westler fühlen. Aber aus geopolitischer Sicht ist es ein Fehler, wenn wir nur an diese Softpower denken. Auf 75 % des Planeten war die verwandtschaftliche Organisation patrilinear, und man spürt ein starkes Verständnis für die russische Haltung. Für den kollektiven Nicht-Westen vertritt Russland einen beruhigenden moralischen Konservatismus.
(..) Die UdSSR hatte eine gewisse Form von Soft Power, [aber] der Kommunismus hat im Grunde die gesamte muslimische Welt durch seinen Atheismus in Schrecken versetzt und in Indien, abgesehen von Westbengalen und Kerala, nichts Besonderes inspiriert. Heute jedoch kann Russland, das sich als Archetyp einer Großmacht neu positioniert hat, die nicht nur antikolonialistisch, sondern auch patrilinear und konservativ in Bezug auf traditionelle Sitten ist, viel mehr verführen. Zum Beispiel ist offensichtlich, dass Putins Russland, nachdem es moralisch konservativ geworden ist, mit den Saudis sympathisiert, die sich mit den amerikanischen Debatten über den Zugang von Transgender-Frauen zur Damentoilette sicher etwas schwer tun.
Die westlichen Medien sind auf tragische Weise komisch, sie sagen immer wieder, ‘Russland ist isoliert, Russland ist isoliert’. Aber wenn wir uns die Abstimmungen in der UNO ansehen, dann sehen wir, dass 75 % der Welt dem Westen nicht folgen, der dann sehr klein erscheint. Betrachtet man diese Kluft aus anthropologischer Sicht, so stellt man fest, dass die Länder des Westens häufig eine Kernfamilienstruktur mit bilateralen Verwandtschaftssystemen haben, d. h., dass männliche und weibliche Verwandtschaft bei der Definition des sozialen Status des Kindes gleichwertig sind. In den übrigen Ländern, dem Großteil der afro-euro-asiatischen Bevölkerung, finden wir gemeinschaftliche und patrilineare Familienorganisationen. Wir sehen also, dass dieser Konflikt, der von unseren Medien als politischer Wertekonflikt beschrieben wird, auf einer tieferen Ebene ein Konflikt anthropologischer Werte ist. Es ist dieser unbewusste Aspekt der Kluft und diese Tiefe, die die Konfrontation gefährlich machen.”

Soweit ein wenig Gedankenfutter für den Sonntag….

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Soeben erschienen:
Mathias Bröckers : Vom Ende der unipolaren Welt , ‎ Fifty-Fifty (2022),  288 Seiten, 20 Euro