Ante Portas : Donald 2.0

Nachdem Donald Trump die  erste Nominierungswahl zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner haushoch gewonnen hat, wäre jetzt eigentlich der richtige Zeitpunkt,  die “König Donald 2.0”-Staffel unserer Real Game of Thrones- Serie zu starten. Nachdem ich mir gerade bei Jimmy Dore angeschaut habe, wie die etablierten US-Medien über diesen Vorwahlsieg geradezu apokalyptisch aus dem Häuschen gerieten, denke ich allerdings, es reicht in diese “Reportagen” aus dem Jahr 2017 reinzuschauen. Denn alles läuft wieder im selben Gaga-Fantasy-Style ab, wie vor sieben Jahre, als der Ultraböse mit unsichtbaren Tricks bekanntlich die US-Wahl manipuliert hatte,  um seine Marionette Donald ins Weiße Haus zu hieven. Die Restauflage des lustigen Büchleins über den finsteren  Tiefen Staat ist aktuell für vier Euro zu haben:    “König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf um den Thron” ”  Es ist, so die “Huffington Post” zum Erscheinen 2017 ” überaus witzige, smarte und ausgesprochen nützliche Aufklärung, die nicht zuletzt klar macht, dass Trumps Gegner sich von diesem und seinen Methoden wenig unterscheiden….” – und genau dieses Theater steht derzeit und bis kommenden November wieder auf dem Spielplan.

Dass nach Auffliegen des grotesken “Russiagate”-Fakes, den die unsichtbaren Meister inszeniert hatten, noch einmal eine Putin-Nummer durchgespielt wird, ist nicht zu erwarten, zumal Joe Biden und seine Pfleger  aktuell damit konfrontiert sind, dass der  “Ultraböse” den Krieg in der Ukraine gewinnt. Noch versuchen die Demokraten über die Justiz Trump von einer Kandidatur fernzuhalten, indem sie ihm schwer nachvollziehbare, technische Finanzverbrechen vorwerfen und beschwören, falls das nicht gelingt,  die “Diktatur” und “das Ende der Demokratie”. An dem sie freilich mit der konzertierten Staatsaktion gegen Trump massiv selbst gearbeitet haben und mit vereinten Kräften von CIA, NSA, FBI und den ehemals “liberalen” Medien über Jahre die haltlose Verschwörungslegende russischer Wahlbeeinflussung als Faktum verkauft hatten.

Jetzt wird Donald wegen roter Flecken (aus dem Bräunungsstudio?) bereits “Syphillis zweiten Grades” an den Hals getextet und wir dürfen das Popcorn bereitlegen, was noch alles kommt seitens der Anti-Donaldisten. Sie müssen sich was einfallen lassen,   Pornostars, “Golden Shower” und anderer Schmuddel sind schon  durch und  jahrelange Korruptionsermittlung und Impeachment-Zirkus  (“Mueller Report”) endeten erfolglos. Während die Fakten über den bis über beide Ohren aus der Ukraine korrumpierten Joe Biden und seinen missratenen Sohn Hunter  als “russische Desinformation” nur krampfhaft unter dem Teppich gehalten werden konnten. Ende Februar muss Hunter Biden nun vor dem Kongress-Auschuss aussagen, wofür er Millionen Dollar von ukrainischen und chinesischen Firmen eigentlich erhalten hat. Auch wenn er beschwören wird, dass der Papa mit all dem absolut nichts zu tun hat (und das Geld allein  für Koks und Nutten draufging)…. für den Wahlkampf von “Sleepy Joe” wird das nicht förderlich sein.

Unterdessen hat Trump junior die Idee ins Spiel gebracht, dass Donald mit Tucker Carlson als Vize ein Team bilden könnte. Der populäre konservative Moderator hatte in Sachen Covid, Ukraine-Krieg und Julian Assange noch so etwas wie echten Journalismus gemacht,  war von Fox-News letztes Jahr gefeuert worden und hat mittlerweile auf “X” schon wieder ein Millionenpublikum – für einen erfolgreichen Wahlkampf nicht die schlechtesten Voraussetzungen. Falls es zu dieser  Trump-Trucker-Kampagne käme, wäre Donalds Durchmarsch wohl kaum zu verhindern – ich denke aber, Tucker ist zu smart, um sich mit dem chaotischen Egomanen Donald  einzulassen. Der Junior von George Soros, Alex Soros, sagte beim WEF in Davos, die einzige Möglichkeit Trump noch aufzuhalten sei, ihn möglichst schnell ins Gefängnis zu bringen. Es wäre nicht das erst mal, dass ein unliebsamer Kandidat aus der Knastzelle Wahlkampf macht: der Anti-Militarist und Chef der Sozialistischen Partei, Eugen Debs, der wegen regierungskritischer Äußerungen 1918 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde, holte bei der Präsidentschaftswahl 1920 knapp eine Million Stimmen, 3,4 %.

Falls  es mit einer der mittlerweile über 70 eher dubiosen Anklagen gelingt, Trump doch noch einzubuchten, wird er sicher deutlich  mehr Stimmen und eventuell sogar eine Mehrheit einfahren. Der Computer-Prognostiker Martin Armstrong, dessen Prophezeiungen oft richtig lagen, sieht Trump in vier von sechs Projektionen mit teilweise riesigem Abstand vorn. Joe Biden indessen rutschte Anfang des Jahres in den Umfragen auf neue Tiefpunkte und kann weder die schwache nationale Ökonomie noch die verlorenen internationalen Kriege noch die Massenmigration an der mexikanischen Grenze, die mittlerweile auch von den Demokratern als großes Problem gesehen wird, als Wahlargumente anführen. Und einen aussichtsreichen Ersatz haben die Demokraten nicht in petto, falls sie die Wandermumie Biden  doch noch zurückziehen sollten, aus “Gesundheitsgründen” . Oder weil er sich in wachen Momenten verplappert und auf die Frage, ob die Bombenattacken auf die Houthis funktionieren, mitteilt, dass die Angriffe die Houthis zwar nicht stoppen können – “aber sie werden fortgesetzt”.  Klar: es geht um permanenten Krieg und nicht darum, Kriege zu gewinnen und Frieden zu schaffen. Selbst wenn er will kann auch ein Trump daran nichts ändern, er hat als Präsident zwar keinen neuen Krieg begonnen, aber auch keinen beendet.
Während hinter der Bühne der gute alte “Yankee and Cowboy War” läuft – vor sieben Jahren hier und hier skizziert – verspricht der ins Haus stehende US-Wahlkampf ohne Frage neue Höhepunkte, im Theater des Absurden und der Demokratiesimulation… 

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Mathias Bröckers : Vom Ende der unipolaren Welt, ‎ Fifty-Fifty (Oktober 2022),  288 Seiten, 20 Euro

Erbarmen ! – die Hesse komme…

Die deutsche Fregatte “Hessen” soll die  US-Operation “Wohlstandssicherung” unterstützen, um die Durchfahrt israelischer Frachter im Roten Meer und Suez-Kanal sicher zu stellen, die von den Huthi-Kämpfern des Jemen seit Wochen blockiert wird. Wie aus der jemenitischen Wüste gemeldet wird, ist angesichts dieser Nachricht unter den Huthi-Milizen das großes Zittern ausgebrochen: dass es kein Erbarmen gibt, wenn “die Hesse komme”  ist selbst den Äppelwoi-Verächtern in Sanaa wohl bekannt.

Wenn also die gefürchtete deutsche Kriegsmarine demnächst vorfährt – bestückt mit Kampfhubschraubern, Luftabwehrraketen und 240 Mann Besetzung – wird der Huthi hurtig die Sandalen ausziehen, die Waffen niederlegen und die Blockade aufgeben. Was sonst?  Unter Leitung der kompetenten  NATOstan-Strategen haben Briten und Amerikaner schon mit Bombardements begonnen, da kann also nichts mehr schiefgehen. Laut einem Sprecher der jemenitischen Widerstandsbewegung wurden bei den 73 Bombeneinschlägen bereits fünf Huthi- Kämpfer getötet und sechs verletzt. Es geht also voran bei der “Befreiung” des Roten Meers: schließlich feuern wir mit 2-Millionen-Dollar Raketen auf 2000-Dollar-Drohnen, da ist es keine Frage, wer am Ende den militärischen Sieg feiern wird. Oder doch? Haben diese verschlagenen Huthi-Wickelmützen den Westen etwa in eine Falle gelockt ? Bekanntlich haben die ebenso brutalen wie nutzlosen  Bombardements, mit denen die Saudis mit US-Unterstützung das Land acht Jahre lang überzogen haben, nicht geholfen, ihren Widerstand zu brechen. Stattdessen haben sie die größten Raffinerien in Saudi-Arabien mit ihren Drohnen in Brand gesetzt, was die Saudis a) dazu brachte, mit den Huthis einen Waffenstillstand zu arrangieren und b) die Erkenntnis, dass die teuren Wunderwaffen und Flugabwehr ihrer “Schutzmacht” USA wenig taugen. Mehr davon nun mit einer Flottille zur “Wohlstandssicherung” heran zu schippern wird nicht helfen, auch wenn die erbarmungslosen Hessen dabei sind: so wie Israel die “Hamas” nur mit Massenmord der Zivilbevölkerung vernichten kann, können auch die Huthis im Jemen nur per Genozid beseitigt werden. Das ist also keine Option, auch wenn mit der Invasion in Gaza der “regelbasierte Völkermord” jetzt offenbar in die westliche internationale “Ordnung” aufgenommen werden soll. Willkommen in der neuen Asymmetrie  der multipolaren Welt, wo eine winzige Huthi-Streitmacht mit einer kleinen See-Blockade den palästinensischen Widerstand unterstützen und einen Waffenstillstand in Gaza erreichen will – und den gesamten globalen Schiffsverkehr durcheinander bringt. Und dabei wie  Pepe Escobar schreibt, “die koloniale und neokoloniale Kontrolle über Afro-Eurasien in Stücke schlägt”:

 

“Der westliche Imperialismus und später der Turbokapitalismus waren schon immer davon besessen, sich den Jemen einzuverleiben, ein Prozess, den Isa Blumi in seinem großartigen Buch “Destroying Yemen” so beschreibt, dass “die Jemeniten zwangsläufig ihrer historischen Rolle als wirtschaftlicher, kultureller, geistiger und politischer Motor für einen Großteil der Welt des Indischen Ozeans beraubt werden”.

Der Jemen ist jedoch unbesiegbar und, getreu einem lokalen Sprichwort, “tödlich” (Jemen Fataakah). Als Teil der Achse des Widerstands ist die jemenitische Ansarallah nun ein Hauptakteur in einem komplexen eurasischen Drama, das die Konnektivität im Kernland neu definiert und neben Chinas Belt- and Road Initiative (BRI), dem von Indien, Iran und Russland geführten Internationalen Nord-Süd-Verkehrskorridor (INSTC) und Russlands neuer Nördlicher Seeroute auch die Kontrolle über strategische Engpässe im Mittelmeer und auf der arabischen Halbinsel umfasst.

Dies ist ein völlig anderes Paradigma der Handelskonnektivität, das die westliche koloniale und neokoloniale Kontrolle über Afro-Eurasien in Stücke schlägt. Ja, BRICS+ unterstützt den Jemen, der mit einem einzigen Schachzug die Pax Americana mit der Mutter aller geopolitischen Probleme konfrontiert hat.”

Alastair Crooke schreibt über die “bemerkenswerte Ruhe” die Russland, Iran und China angesichts der Konfrontationen in Gaza, Israel und im Roten Meer walten lassen: sie schauen zu, wie sich der Hegemon  in eine Reihe strategischer Fehler  hineinziehen lässt,  die die globale Ordnung zweifellos zu ihrem Vorteil umgestalten werden. Die “Hessen”,  deren Einsatz im Bundestag noch beschlossen werden muss, wird daran nichts ändern.


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Unterdessen wird Südafrika für seine Anklage wegen Völkermord vor dem Internationalen Gerichtshof von  Israel als “legaler Arm der Hamas” bezeichnet – hier der Gerichtsreport von Craig Murray über Tag 1 und Tag 2 in Den Haag. Und die deutsche Bundesregierung kennt in ihrem rasenden Philozionimus auch angesichts von 8000 ermordeten Kinder, 20.000 Toten und 60.000 Verletzten kein Erbarmen : “Den nun vor dem Internationalen Gerichtshof gegen Israel erhobenen Vorwurf des Völkermords weist die Bundesregierung entschieden und ausdrücklich zurück. Dieser Vorwurf entbehrt jeder Grundlage.”
Ob irgend jemand im Kanzleramt die 84-seitige Anklageschrift, die Südafrikas Regierung eingereicht hat,  gelesen hat, bevor diese Erklärung rausgehauen wurde ?  Da keinerlei Begründung geliefert wird, warum der dezidiert dargelegte und mit Quellen belegte Genozidvorwurf “jeder Grundlage entbehrt”, ist nicht davon ausgehen. Wer zum Beispiel auf den Seiten 59 ff. der Anklage die Aussagen führender Köpfe der Netanjahu-Regierung gelesen hat, muss an den hehren Absichten der israelischen “Selbstverteidigung” große Zweifel anmelden, denn die Motive einer ethnischen, rassistischen Säuberung sind hier ziemlich klar zu erkennen. Wer nur das zur Kenntnis nimmt, kann die Anklage schon nicht mehr als haltlos bezeichnen, wie es die Bundesregierung tut – und nun auch noch in Form einer “Nebenintervention” als Drittpartei an der Seite Israels in das Verfahren eintreten will. Und das just zum 120. Jubiläum des ersten Genozids im 20.Jahrhundert, bei dem die deutschen Invasoren zehntausende Hereros in der namibischen Wüste sterben ließen, was seitens des Präsidenten von Namibias, Hage Geingob, zu einem scharfen Protest führte:
“Deutschland kann sich nicht moralisch zur Konvention der Vereinten Nationen gegen Völkermord bekennen, einschließlich der Sühne für den Völkermord in Namibia, und gleichzeitig das Äquivalent eines Holocausts und Völkermords in Gaza unterstützen…”
Doch da täuscht sich Präsident Geingob wohl, zu welchen grotesken Spagathaltungen Deutschland in der Lage ist, dank “wertebasierter feministischer Außenpolitik”  (Baerbock) und “dienender Führungsrolle” (Habeck) gegenüber den USA kriegt Berlin es ja sogar hin, sich die eigene Energieversorgung wegsprengen zu lassen und gute Miene dazu zu machen. Und hat nicht nur kein Problem damit, wenn die Enkel der Holocaustopfer sich in Gaza aufführen wie die übelsten Nazis, sondern unterstützt sie “ausdrücklich und entschieden” dabei, dies straffrei tun zu können. 

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Der kleine Koks-König aus Kiew ist gestern in Davos eingetroffen, um beim World Economic Zombie Meeting noch ein paar Milliarden locker zu machen, denn: “Putin ist ein Raubtier, das sich nie zufrieden gibt” Dafür gab es standing ovations; substantiell ist für den Ex-Komiker aber nicht mehr viel zu holen. Was Waffen betrifft, sind in den letzten beiden Jahren sämtliche “game changer” des Westens neutralisiert worden und von möglichem Nachschub ist nichts anderes zu erwarten. Die Materialschlacht ist lange verloren, die Armee auf kleine Reste geschrumpft und weil mit Geld und PR am Boden nichts zu gewinnen ist, wäre die weiße Fahne für Zelensky eigentlich das Gebot der Stunde, wollte er seiner Verantwortung als Präsident noch irgendwie nachkommen. Noch einen Volkssturm aus Frauen und Rentnern aufzustellen, wie Zelensky plant, um den Zombies des WEF und des MICIMAT zu gefallen und einen definitiv verlorenen Krieg fortzusetzen, ist mörderischer Wahnsinn. Und es ist verlogener Schwachsinn, beim WEF “Friedensgespräche” zu führen, an denen Russland nicht beteiligt ist.
EU-Kommisarin von der  Leyen ist indes weiter vom Endsieg überzeugt: “Die Ukraine kann in diesem Krieg siegen!” und trommelt für die Fortsetzung, und Kollege Merz (CDU) will eine Abstimmung im Bundestag über die Lieferung von Taurus-Raketen, mit denen die Ukraine Ziele in Russland beschießen kann.  Unterdessen enthüllt die BILD-Zeitung, wie die Bundeswehr sich auf einen bevorstehenden Angrif Putins vorbereitet. Als ob es die Russen nötig hätten, auch nur einen Fuß in den Westen zu setzen.  Das Führungspersonal mit seiner transatlantischen Agenda fährt die Ukraine, Europa und Deutschland ganz allein an die Wand…

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3. JT #99: DER WESTEN HAT FERTIG

Im Jahr 2024 verschieben sich die geopolitischen Machtverhältnisse weiter. Israel wird vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag wegen Völkermord angeklagt und die Unterstützung für das Land bröckelt. Wie sieht die Zukunft im Nahen Osten aus? Außerdem: Der Krieg in der Ukraine ist für den Westen verloren, auch wenn es die meisten noch nicht einsehen wollen. Was kommt danach? Und: Der Kampf um die Freiheit von Wikileaks Gründer Julian Assange spitzt sich zu. All das und mehr in der 99. Folge des 3. Jahrtausend. Alle Links zur Sendung auf Exomagazin

Plattenverschiebung

Am 1. Januar sind fünf weitere Staaten der “BRICS”-Wirtschaftsunion beigetreten, was weltökonomisch einer tektonischen Plattenverschiebung gleichkommt: der “globale Süden” schließt sich zusammen – mit dem Rohstoffriesen Russland und dem Produktionsriesen China on top – und lässt den G7-Club augenblicklich klein und überholt erscheinen: Märkte,  Herstellungskapazitäten und Energieversorgung der Zukunft befinden sich weder in Europa noch in den USA, sondern in den BRICS-Ländern. Auch wenn eine gemeinsame Währung noch nicht aus dem Boden gestampft werden kann , wird der bilaterale Handel mit den “5-R” -Landeswährungen (Renmibi/Real/Rupie/Rubel/Rand) dem “Petrodollar”  und dem haushoch überschuldeten US-Hegemon langsam aber sicher das Wasser abgraben.
In Europa gehen unterdessen auch ohne BRICS die Lichter schon aus:”Die Fabriken in der Eurozone beendeten das Jahr 2023 mit einer rückläufigen Entwicklung, nach 18 Monaten mit schrumpfender Produktion”, meldet Reuters., packt diesen Stand der De-Industrialisierung aber unter die Headline “Eurozone economy likely entered recession last year.” Was  nach durchgehenden 18 Monaten Produktionsrückgang noch “wahrscheinlich”, “scheinbar” eine Rezession sein soll, können Ihnen die Neusprech-Linguistiker der Agentur likely erklären.
Dass sie eintreten und Realität wird, war  in der bescheidenen Glaskugel dieses Blogs schon im Sommer 2022  zu lesen:

Vorgestern noch Export-Weltmeister, gestern noch viertgrößte globale Wirtschaftsmacht, heute erstmals mit negativer Handelsbilanz, und morgen vom Weltmarkt abgehängte Kolonie des niedergehenden US-Imperiums. So schaut´s aus, wenn Gas aus ist. Und billiges Öl boykottiert wird. Und nachhaltige, erneuerbare Energie erst einen Bruchteil des aktuellen Bedarfs decken und erst in 20-30 Jahren fossile Energieträger ersetzen kann. Und sich Deutschland und Europa von den USA in einen Krieg treiben lassen, der weder militärisch noch wirtschaftlich gewonnen werden kann, weil er von grundlegend falschen Voraussetzungen ausgegangen ist. Nämlich erstens, dass die russische Wirtschaft etwa auf dem Niveau von Italien liegt und Sanktionen in kürzester Zeit zum ökonomischen Zusammenbruch und einem Regierungswechsel führen; und zweitens, dass die von der NATO zur größten europäischen Landstreitmacht hochgerüstete und ausgebildete ukrainische Armee die Donbass-Region und die Krim militärisch erobern könnte. Tatsächlich aber hat sie nicht einmal gegen die zahlenmäßig unterlegene Truppen der “Speziellen Militäroperation” ein Chance und wird von der russischen Artilleriewalze systematisch zermürbt und zermahlen.

Womit wir bei dem von Beginn an  ungewinnbaren  Krieg sind, zu dem der Westen die Ukraine angetrieben und hochgerüstet und noch immer kein Einsehen in die Sinnlosigkeit hat, weitere Menschenleben und Dollarmilliarden dafür zu opfern. Der einstige Oberfalke und Chefberater von Präsident Zelenski, Aleksey Arestovich, plädiert mittlerweile nicht nur für einen Friedensschluss mit Russland, sondern auch dafür, dann gemeinsam die NATO-Staaten wegen Kriegsverbrechen zu verklagen. Auch wenn es dazu sicher nicht kommen, zeigt diese 180-Grad-Wende eines Spindoktors, wie verzweifelt und hoffnungslos die Lage in der Ukraine tatsächlich ist. Auch Springers “Welt”, allzeit rühriges Kampfblatt für alle US-Kriege, muss jetzt erstaunt feststellen dass der Iwan nicht über rostige Kalaschnikows, sondern überlegene, hypersonische Waffen verfügt. Ja sowas! Nachdem man das Publikum zwei Jahre lang mit Leoparden, Geparden und anderen Wundertieren im Siegesrausch gehalten und Fake News über “Russlands Schwäche” verkündet hat, kommt man jetzt damit um die Ecke, dass gegen Kinzhal & Co. kein Kraut gewachsen ist, weil kein Regierungssitz, kein Hauptquartier, keine Waffenfabrik auf der Welt gegen einen Einschlag dieser Raketen verteidigt werden kann. Auch wenn die ukrainische Luftabwehr in ihren Meldungen stets mehr Raketen abfängt als überhaupt verschossen wurden kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den Tagen über den Jahresbeginn hunderte vorallem in Munitions,-und Waffenfabriken überall im Land eingeschlagen sind und ein Ende dieses Feuerwerks nicht abzusehen ist.

Jacques Baud, auf dessen ausgezeichnete Analysen ich hier schon häufiger hingewiesen habe, hat ein neues Buch geschrieben. Hier (auf englisch) der Vorabdruck des Kapitels “The Russian Art of War” – Wie der Westen die Ukraine in die Niederlage führte, in dem er zusammenfasst:

“Der Grund, warum die Russen in der Ukraine besser sind als der Westen, ist, dass sie den Konflikt als einen Prozess sehen, während wir ihn als eine Reihe von Einzelaktionen betrachten. Die Russen sehen die Ereignisse wie einen Film. Wir sehen sie als Fotografien. Sie sehen den Wald, während wir uns auf die Bäume konzentrieren. Deshalb setzen wir den Beginn des Konflikts auf den 24. Februar 2022 oder den Beginn des Palästinakonflikts auf den 7. Oktober 2023. Wir ignorieren die Zusammenhänge, die uns stören, und führen Konflikte, die wir nicht verstehen. Deshalb verlieren wir unsere Kriege…”

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Auch Israel, das auf den Hamas-Anschlag mit völkermörderischen Bombardements reagierte, kann in diesem Krieg nur verlieren, denn die “Teile und Herrsche”-Strategien des Westens funktionieren nicht mehr: 
“Jahrzehnte westlich geprägter Erzählungen, die dazu dienten, Differenzen in Westasien auszunutzen, Zwietracht unter den unzähligen Gemeinschaften der Region zu säen und westliche außenpolitische Ziele über die Köpfe der streitenden Einheimischen hinweg durchzusetzen liegen nun in Trümmern”.
So Sharmine Narwani auf The Cradle: “Für Washington und seine Verbündeten wird es keine Erleichterung geben, wenn sich der Krieg ausweitet. Je mehr sie daran arbeiten, die Hamas zu besiegen und den Gazastreifen zu zerstören, und je mehr sie den Jemen, den Irak und Syrien mit Raketen beschießen und die Widerstandsachse belagern, desto wahrscheinlicher ist es, dass die arabische Bevölkerung die Narrative “Sunniten gegen Schiiten”, “Iran gegen Araber” und “Säkulare gegen Islamisten”, die die Region jahrzehntelang gespalten und zerstritten gehalten haben, aufgibt.”
Zu der Klage gegen Israel wegen Völkermords, die Südafrika beim Internationale Strafgerichtshof eingereicht hat, wird kommende Woche  eine erste Anhörung stattfinden. Dies könnte, so der britische Ex-Diplomat Craig Murray, eine Wende bedeuten:
“Wenn Sie heute die Polizei bitten, gegen den britischen Premierminister Rishi Sunak wegen Beihilfe zum Völkermord zu ermitteln, wird sie Sie auslachen und sagen, dass es keinen Völkermord gibt. Nach einem Urteil des Internationalen Strafgerichtshof können sie das nicht mehr tun. Nun bin ich nicht naiv. So wie unsere Machthaber glauben, dass ihnen Karim Khan vor dem Internationalen Strafgerichtshof den Rücken freihält, so glauben sie auch, dass ihnen im Vereinigten Königreich die Bestimmung, dass jede Strafverfolgung mit Zustimmung des Generalstaatsanwalts erfolgen muss, den Rücken freihält.” So sieht es, was die Strafverfolgung betrifft, auch in Deutschland aus. Wo aus politischen Gründen ja auch die Nordstream-Attacke  als “Terroranschlag unter Freunden” mit Augenzwinkern durchgewunken wird. Und so wundert es nicht, dass die deutsche Regierung jetzt “prüft” die Koalition der Willigen unterstützen wird, die im Roten Meer als “Wächter des Wohlstands” dafür sorgen sollen,  dass die Houthi-Milizen im Jemen keine Frachtlieferungen nach Israel blockieren. Da bei der  Operation mit 2 Millionen Dollar-Raketen auf 2000 Dollar-Drohnen gefeuert werden soll und Anlieger des Roten Meers auch über Hyperschallraketen verfügen, gegen die es keine Verteidigung gibt, droht hier ein weiteres militärisches Debakel


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Ende August war ich mit dem “gefährlichsten Anführer” der Querdenker (Die Zeit) und seinem Rechtsbeistand Ralf Ludwig in Klausur. um mir von Michael Ballweg seine abenteuerliche Geschichte erzählen zu lassen: von einem “unpolitischen” Menschen, der eigentlich nur auszog um sein Recht auf Versammlungs,-und Debattenfreiheit zu verteidigen – und die größte  außerparlamentarische Opposition der Bundesrepublik auf die Straße gebracht hat: für den Erhalt der Demokratie und des Grundgesetzes, gegen diktatorische Hygieneverordnungen, für die offene Debatte fragwürdiger Maßnahmen und gegen die Total-Desinfizierung des Meinungskorridors.
Dafür hat ihn die Staatsanwaltschaft Stuttgart unter der fadenscheinigen Anklage des Betrugs verhaftet, neun Monate in Untersuchungshaft gehalten und sein gesamtes Vermögen arrestiert. Das Landgericht Stuttgart hat dann Anfang Oktober sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen und will kein Strafverfahren eröffnen, denn es gibt keine Betrogenen und keinen Betrüger. Doch nicht nur die Staatsgewalt hat Michael Ballweg mit falschen Vorwürfen schikaniert und ins  Gefängnis werfen lasse, auch die Medien haben mit Falschbehauptungen und Diffamierungen operiert. Genug für mehr als nur eine “Richtigstellung” – so der Titel des Buchs, das im Dezember erschienen ist – die von den Großmedien, die Ballweg zu Unrecht beschuldigten, freilich nicht als notwendig betrachtet wird. Zumindest ist mir von dieser Seite bis dato keine Rezension des Buchs bekannt. Auch den “Angeklagten” zu Wort kommen zu lassen – mit solchen Old-School-Grundsätzen fairer Berichterstattung hat die Journaille unserer Tage nichts mehr am Hut.
Anders der Kollege Norbert Haering, der das Buch in zwei Teilen besprochen hat,  mit einer Replik von Michael Ballweg: “Das Buch ist ein wichtiges, kurzweiliges und schockierendes Zeitdokument. Ballwegs konstruktive Haltung zur Digitalisierung hat mich zum Widerspruch gereizt.”
Die Debatte um “digitalen Aktivismus” vs. Digitalskepsis haben wir bei unseren Gesprächen nicht geführt, mir ging es darum, den zum Staatsfeind Nr.1 abgestempelten und nach Stammheim verfrachteten Michael Ballweg zu Wort kommen zu lassen. Die dezentralen Peer-to-Peer-Server und das apple- und googlefreie Handy, an denen er arbeitet, finde ich höchst richtig und wichtig. Gleichwohl sind auch die Einwände Norbert Haerings relevant und diskussionswürdig. Vielleicht sollten wir dazu auch einmal eine Gesprächsrunde  machen….

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Neues aus der Mottenkiste der Durchhalteparolen: DOMINO

2023 war ziemlich aufregend und 2024 verspricht keine De-Eskalation, auch wenn der Krieg in der Ukraine vermutlich zu Ende gehen wird. Dass jeder Tag, den er dauert, nicht Russland schwächt, sondern die Verhandlungsposition der Ukraine und des Westens, hatte ich in den Notizen hier vom ersten Tag an festgehalten und schon im Mai 2022 überlegt, wie  die Perle des Schwarzen Meers – Odessa – retten und der Rumpf-Ukraine einen Meerzugang erhalten könnte:

“Dass das Verteidigungsministerium in dieser Woche eine große Multimedia-Dokumentation zur historischen  “Schlacht um den Dnjepr” online gestellt hat,  könnte Zufall sein, aber auch die nächsten Schritte der “Operation Z” anzeigen – und das Ziel, die merhheitlich russischsprachigen Regionen der Ukraine zu einer Föderation von Volksrepubliken zu vereinen. Dass die Falle, die das US-Imperium Russland mit dem Ukraine-Konflikt stellen will – die Verwicklung in einen endlosen, zähen Guerillakrieg a la Afghanistan – in diesen russland-freundlichen Gebieten nicht wirklich funktionieren wird, ist anzunehmen. Dass es zuvor aber um die wunderbare Stadt Odessa zu einem langen, zerstörerischen Kampf wie in Mariupol kommen wird, das kann und will ich mir nicht vorstellen und nur hoffen, dass es schon vorher zu Friedensverhandlungen kommt. Vielleicht, fiel mir heute Nacht ein, wäre es eine Lösung, dass diese Perle am Schwarzen Meer zu einer (zoll-)freien Enklave und Hafenstadt wird, zu der auch die künftige Rumpf-Ukraine Zugang erhält. Ich weiß nicht, ob solch ein Status, etwa wie früher Hongkong, verhandelbar ist, doch um Odessa vor der Belagerung und Raketen zu retten, sollte für Ukrainer und Russen kein Kompromiss zu schlecht sein….”

Dass Russland auf die Regionen Odessa und Charkow nicht verzichten wird, sieht auch Ex-General Harald Kujat – hier ein lesenswertes aktuelles  Interview mit dem einst höchsten NATO-Militär und Generalinspekteur der Bundeswehr, der schon lange für Verhandlungen plädiert, weil militärisch gegen die Russen nicht zu gewinnen ist  (und der deshalb in den Mainstream-Medien gecancelt wurde). Die Vision für Odessa schien vor 1,5 Jahren, als die westlichen “Experten” von Gegenoffensiven und Leopard-Attacken schwärmten, weit her geholt aber richtig, weil mir die “Zukunftskarte der Ukraine” eines russischen Bloggers weitaus realistischer schien als der westliche Siegesrausch:
“In diese Richtung wird es laufen, auch wenn “uns” im Westen das nicht gefällt”, schrieb ich damals dazu. Mittlerweile ist es an der Zeit, sich mit Landkarten und Verhandlungen in dieser Richtung anzufreunden – bevor Zelensky mit dem Volkssturm aus 16 und 60-jährigen, den er jetzt einberufen will, weitere  sinnlose Menschenopfer auf dem Altar des Imperiums darbringt.
Washington und London haben den Komiker in diesen aussichtslosen Krieg getrieben und von dort muss die Blutmühle, der schon Hunderttausende zum Opfer gefallen sind, gestoppt werden. Jetzt, und nicht erst in drei, fünf, acht Monaten wenn weitere Zigtausende ihr Leben gelassen haben. “
“Die Ukraine braucht nicht ihr gesamtes Territorium, um Putin zu besiegen” wird in der “New York Times” unterdessen an einem neuen Narrativ gebastelt, das freilich von  der Realität genauso wenig gedeckt ist, wie die Erzählungen, mit denen das westliche Publikum seit zwei Jahren eingeseift wird.  Und weiter auf dem Kurs gehalten, dass es nur noch ein paar hundert Milliarden für neue Wunderwaffen braucht, um “Putin zu besiegen”, wenn man ein paar territoriale Zugeständnisse macht. Wir wissen nicht, was diese Spin-Doktoren geraucht haben,  sicher ist nur, dass sie völlig ahnungslos zu sein scheinen und  die militärische und ökonomische Wirklichkeit völlig ausblenden. Denn in der sitzt “Putin” fester im Sattel denn je, brummt die russische Wirtschaft mit über 5% Plus und  fährt das Team NATOstan  auf dem Schlachtfeld eine demütigende militärische Niederlage ein. Die auch mit dem neuesten Clou der inkompetenten Chefstrategen , “Hold and Build” (Rückzug und Nachrüstung”), nicht abzuwenden ist. Schurnalisten und Pre$$titutes, die das barbarische Massaker im Auftrag ihrer Geldgeber und ohne jede Recherche herbeigeredet und angefeuert haben und es noch immer schönfärben, dürfen eigentlich nicht mit einem Achselzucken (“Russland wurde eben unterschätzt”)  davonkommen, für die von der Leyens, Baerbocks und Strack-Zimmermänner gilt das nämliche; Schreib,-Sende,-Politikverbot für diese verantwortungslosen Gestalten sind das Mindeste. Okay…dazu wird es nicht kommen, aber auch nach Weihachten darf man sich ja noch was wünschen…
Aus der Mottenkiste der Durchhalteparolen hat Joe Biden mittlerweile die “Domino”-Theorie wiederbelebt, mit der ich seit frühester Jugend vertraut bin: wenn wir die Reisbauern in Vietnam nicht bombardieren, ist “unsere Freiheit” im Westen bedroht, denn wenn dort die “Kommunisten” siegen, wird ein Land nach dem anderen fallen. Jetzt heißt es, dass “Putin”, wenn er nicht besiegt wird, an den ukrainischen Grenzen natürlich nicht halt machen wird, er hat sogar schon die Windmühlen und Holzschuhe Hollands  im Fadenkreuz, weshalb der niederländische Armeechef dazu aufruft, sich für den Krieg gegen Russland vorzubereiten. Ins selbe Horn (“Mehr Geld!”) bläst auch Boris Pistorius, der die Bundeswehr “kriegstüchtig” machen und die Wehrpflicht wieder einführen will.
Nach den USA ist Deutschland schon jetzt der größte Sponsor des verlorenen Ukrainekriegs, aber wo jetzt “Domino” droht, ist das natürlich nicht genug. Dass in der Wirklichkeit Russland keinerlei territoriale Interessen in der Ukraine hatte, dass ein großer Krieg noch im April 2022 absolut vermeidbar war weil sich Kiew und Moskau in Istanbul weitestgehend über einen Kompromiss geeinigt hatten und es die USA und Großbritannien waren, die die Ukrainer in diesen aussichtslosen Krieg getrieben haben…derlei reale Fakten  müssen für das “Domino”-Narrativ ausgeblendet werden. Ebenso wie die Tatsache, dass NATOstan mit der größten Proxy-Armee aller Zeiten eine fürchterliche militärische Abreibung erleidet – einen Friedhof nicht nur von hunderttausenden Leichen, sondern auch von milliardenteuren Leoparden, HIMARS, IRIS, PATRIOT und anderen Waffen.
Nachdem am vergangenen Freitag mehr als 100 russische Raketen und Drohnen in der gesamten Ukraine eingeschlagen sind – nicht in Hospitälern und Kindergärten, wie Kiew behauptet ,sondern gezielt in Waffen,-und Munitionsfabriken –  will der Ex-Chef der Münchner Unsicherheitskonferenz Ischinger jetzt TAURUS-Raketen an Kiew zu liefern, und der ehemalige Botschafter von Fritsch  “warnt eindringlich vor den Folgen, falls Russland den Krieg gewinnen sollte. »Es würde den Weg ebnen zu einer Fortsetzung der neoimperialistischen Gewaltpolitik Wladimir Putins«, sagte Fritsch der »Augsburger Allgemeinen«. Ein russischer Sieg wäre »nicht allein das Ende einer freien, unabhängigen Ukraine«, sondern Putin ziele insgesamt auf Selbstbestimmung und Freiheit des Westens.” Bingo! bzw. Domino!
Keine Kapitulation, weiter kämpfen (lassen), bis zum allerletzen Ukrainer. Auf dass man in der Kirche der Angst den Eltern weiter Schrecken einjagen kann, dass demnächst ihre Söhne und Töchter dran sind, wenn die Putins  “Gewaltpolitik” bis zum Rhein vorstößt. Etwas anderes als  “Die Russen kommen!” hat der Westen nicht mehr zu bieten, es ist der letzte Strohhalm, um an der gescheiterten Kriegspolitik gegenüber Russland weiter festzuhalten.

Zum Abschluss hier noch zwei Videos, von Max Blumenthal über den aktuellen Völkermord in Gaza: “What is Wrong With Israel?”(nur für starke Nerven), und der Ausblick  auf die Zukunft einer derart “regelbasierten” internationalen Ordnung von vier geschätzten Kollegen (Dirk Pohlmann, Milosz Matuschek, Ulrich Mies und Walter van Rossum): Die Sintflut-Surfer

Ich danke für die Aufmerksamkeit in diesem Jahr und wünsche einen guten Rutsch ins Neue. Nicht vergessen:  Auch wenn die Lage oft hoffnungslos scheint, ist sie nie ernst.

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Mathias Bröckers: JFK -Staatsstreich in Amerika, Westend  (Oktober 2023), 304 Seiten, 14 Euro

 

 

 

 

 

 

 

Herodes reloaded

Es fällt schwer weiter hinzusehen, auf den Massenmord an Frauen und Kindern in Gaza. Es fällt noch schwerer weiter zuzuhören, wenn aus allen Kanälen tönt, dass das grausame Schlachten notwendig sei, um “Hamas zu vernichten”. Und dass es in Deutschland “Staatsräson” wäre, Israel und seine rechtsextreme Regierung bei diesen barbarischen Massakern uneingeschränkt zu unterstützen.  Wo Herodes Netanjahu mit  der Ration von 136 getöteten Kindern pro Tag seinen biblischen Vorgänger als Statthalter des Imperiums in Palästina  in den Schatten stellt,  fällt es auch schwer, die Floskel vom “Existenzrecht” Israels ernst zu nehmen, bei der nie dazu gesagt wenn, wo denn die Grenzen dieser Existenz liegen.

In zwei Monaten Angriffskrieg auf Gaza haben die israelischen Invasoren jetzt schon mehr Zivilisten getötet als nach knapp zwei Jahren durch den russischen Einmarsch in der Ukraine ums Leben gekommen sind – was nach der geltenden Doktrin des Netanjahu-Regimes auch gerechtfertigt ist, denn sämtliche Einwohner sind “Hamas”: entweder Terroristen, oder Sympathisanten, oder “menschliche Schutzschilde”.
Nicht nur der Wertewesten und seine angeblich “regelbasierte” internationale Ordnung verlieren mit der Akzeptanz dieses Massenmords ihre letzten Hauch moralischer Autorität, auch Israel schießt sich mit Vertreibung und Vernichtung der Bevölkerung aus Gaza und der Westbank selbst in den Fuß.

Dass Netanjahu bei der UN schon Landkarten vorzeigt, auf denen Palästina gar nicht mehr existiert, ist gelinde gesagt voreilig, denn Millionen Menschen zu töten oder zu vertreiben kann und wird die Weltgemeinschaft nicht zulassen. Noch liefert das Imperium in Washington massenweise Waffen und der doppelzüngige “Sultan of Swing” Erdogan den Sprit (40% des israelischen Öls kommen via Türkei), ohne den die Bombardements auf seine Muslimbrüder in Palästina nicht laufen könnten; noch sind keine massiven Sanktionen gegen Israel in Sicht und die Neocons im Pentagon träumen vom Krieg gegen Iran, den man mit jüdischen Fanatikern als Proxy jetzt wunderbar anzetteln könnte… aber das wird schiefgehen – wie alles, was das US-Imperium mit seinen NATO-Vasallen in diesem Jahrhundert militärisch angerichtet hat. Schamlose Propaganda und notorisches  Lügen wird nicht helfen. Wenn in Gaza und Westbank Millionen ermordet und vertrieben werden, kann das Land niemals in Frieden leben – an der “Shalom Aleikum”-Ein-Staaten-Lösung,   führt letztlich kein Weg vorbei

 

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Dass der 2014 angezettelte Proxy-Krieg in der Ukraine nur schiefgehen konnte, weil gegen eine 10-fach überlegene Armee militärisch nicht zu gewinnen ist, habe ich hier auf dem Blog und in einem Buch seit zwei Jahren ad nauseam beschrieben und begründet. Und für sofortige Verhandlungen plädiert. Man musste kein Hellseher sein, um zu dieser Einsicht zu kommen, sondern nur das erste Gebot jeder Kriegführung beachten: “Kenne deinen Gegner!” Doch wie schon ihre Vorgänger hier im Bild haben auch die heutigen Imperatoren diese goldene Regel einfach ignoriert und ein halbe Million Ukrainer in der Blutmühle Donbas verrecken lassen. Weil sie damit “Russland schwächen” wollten. Um zwei Jahre und Berge von Leichen und Milliarden Dollar später erstaunt festzustellen, dass sie ihre eigenen Länder ruinieren und in die Rezession treiben. Allen voran die Deutschen als Mustervasallen, die wie Olaf der Dumme sogar noch dazu grinsen, wenn der Imperator ihnen die Energieversorgung abklemmt und sie zur Deindustrialisierung verdonnert. Der hier seit 2 Jahren angemahnte Morgenthau-Habeck-Plan, Deutschland in ein Agrarland zu verwandeln, liegt indessen noch immer nicht vor, aber die Ampelregierung hat weiter grün und fährt das Land an die Wand.
Und was sagt der CDU-Ostlandritter Kiesewetter ? “Wenn Europa die Energiewende vollziehen will, braucht es eigene Lithium-Vorkommen. Die größten Lithium-Vorkommen in Europa liegen im Donezk-Lugansk-Gebiet. (…) Also wir haben hier auch ganz andere Ziele noch im Hintergrund.” Wir erinnern uns: Ein Bundespräsident musste 2010 schon mal zurücktreten, als er den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr nicht mit “Anti-Terror”-Geschwurbel, sondern mit dem Klartext begründete, man müsse eben die “Handelswege” sichern. Nach der “Zeitenwende” (Scholz) müssen jetzt Grundgesetz und Verfassung freilich zurückstehen, wenn Wirtschaftskriege angesagt sind, die gute alte Kanonenbootpolitik gehört schließlich seit je zur anglo-amerikanischen “regelbasierten internationalen Ordnung.”
Insofern ist damit zu rechnen, dass sich die Dummdeutschen jetzt auch der Koalition der Willigen anschließen, um  im Roten Meer mit einem Flotteneinsatz die Blockade israelischer Öllieferungen durch die jemenitischen Houthi  aufzuheben – unter dem Titel “Operation Prosperity Guardian” ,womit die “Genocid Prosperity”, wie Pepe Escobar es nennt , sichergestellt werden soll. Allen voran mit dem US-Flugzeugträger “Eisenhower”, von dem man glaubt, dass sich Feinde davon erschrecken lassen. Wobei es den Chefplanern solcher  Einsätze offenbar entgangen zu sein scheint, dass der Gegner über Schwärme preiswerter  Drohnen  verfügt und den milliardenschweren Elefanten einfach versenken kann.  Wundern wir uns also nicht, wenn möglicherweise bald ein 9/11 auf See stattfindet.
Bevor das Imperium und seine NATOstan-Helfer von der Barfußtruppe der Taliban aus Afghanistan verjagt wurden, hatte man im Pentagon erkannt, dass es wenig Sinn macht “mit 2-Millionen-Dollar Raketen auf 2-Dollar-Zelte” zu feuern. Diese Erkenntnis hat aber nicht davon abgehalten, in der Ukraine dann mit diesen teuren “Wunderwaffen” auf die Russen loszugehen, als ob die wie die Taliban nur mit rostigen Kalaschnikows ausgestattet wären. Das schreckliche Desaster dieser Ignoranz und Arroganz lässt sich mittlerweile auch mit Propagandalügen nicht mehr vertuschen – wer seinen Gegner nicht kennt wird jeden Krieg verlieren.


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In der letzten 3.JT-Sendung hatten wir uns zum Jahresausklang  nur gute Nachrichten vorgenommen, was angesichts dieser sinnlosen Kriege schwer gefallen ist. So wie es weiterhin schwerfällt, diesen Schrecken anzusehen, wahrzunehmen, festzuhalten, statt einfach wegzuschauen und abzuschalten. Zumal an Weihnachtstagen, vor denen terroristische Zionisten damit drohen, am besten die Geburtskirche in Betlehem in die Luft zu jagen und die Alqsa-Moschee auf dem Tempelberg gleich noch dazu. Hört der Wahnsinn denn nie auf ?

Wolfgang Neuss, dessen 100. wir gerade in Berlin gefeiert haben, hattte die These, dass der Wahnsinn nie aufhört, weil die Seelen, die dafür verantwortlich sind, sich ja wieder inkarnieren, um es in anderer Gestalt besser zu machen: “Wir müssen Hitler solange wiederholen bis er ein Hit ist!” Wie die alten Nazi-Seelen gerade wieder wüten in  Gaza und in Kursk scheint es noch in weiter Weg in die Hitparade des Humanen,  und zum Bestehen der seelischen Reifeprüfung, aber nicht vergessen:

Die Erde läuft gut

 

Die Erde,
wie sie da ist,
wo wir draufsitzen,
die Erde,
— die Erde sagt:
“HÖR MAL ZU”,
sagt die Erde,
“DIE WELT LÄUFT IMMER GUT WIE SIE LÄUFT”.
– Was denn,
auch mit den Tausend Toten auf den Zebrastreifen,
durch Autos? –
Die Welt läuft immer gut,
wie sie läuft,
die Erde läuft immer gut wie sie läuft,
— Was denn,
auch mit den Morden, Frau Bachmeister,
die da erschoß, wasdenn
— der Libanon, haste das Massaker??! –
Die Erde läuft immer gut,
wie sie läuft, sagt die Welt.

Die Welt sagt:
“Die Erde läuft gut,
wie sie läuft,
die läuft gut wie sie läuft.
Seit Milliarden Jahren”,
sagt die Erde,
“die Welt läuft gut,
wie sie läuft!”
– Ja, aber, haste denn nicht Auschwitz gesehn –
“Die Erde läuft gut,
wie sie läuft,
die Welt läuft gut,
wie sie läuft”
— und jetzt kommen wir,
wir alle,
wir jungen,
und wir alten,
und wir alle,
wir Menschen,
und sagen:
“Aber FORTSCHRITT muß doch sein!” –
Da sagt die Erde:
“Die Erde läuft gut wie sie läuft,
die läuft GUT wie sie läuft!”
– Dat ist der Fortschritt;
wir wolln trotzdem den Fortschritt!
Wir wolln ändern, immer,
und die Erde sagt da ununterbrochen,
das ist die Tatsache:
– ein Gesetz:
“Die Erde läuft gut wie sie läuft”,
das ist der URGEIST!!
Der sagt das.
Und da ist auch NICHTS dran zu rütteln

“Die Erde läuft gut wie sie läuft.”

Und da kommen WIR an und icke besonders,
Neussi, und sage:
“Aber die Welt muß doch TOTAL GEÄNDERT werden,
und -Strauß, na aber, und Willy Brandt”
– ja und der Fortschritt?! –
ist dünn.
Warum denn ist er dünn?
Nicht weil das boshaft ist,
nicht weil jemand nicht will,
nicht weil jemand besonders will —
sondern weil die Erde gut läuft wie sie läuft.

DARUM ist der Fortschritt immer so dünn.
Wir Menschen erreichen halt doch etwas.
Aber dünn. Dünn.”

(Wolfgang Neuss: Der gesunde Menschenverstand ist reines Gift”, 1985)

In diesem Sinne, mit einem Lichtstrahl Hoffnung: schöne Feiertage und einen guten Rutsch  ins Neue Jahr!

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Mathias Bröckers: JFK -Staatsstreich in Amerika, Westend  (Oktober 2023), 304 Seiten, 14 Euro

 

 

 

 

 

 

 

3. JT #98: Shalom Aleikum

Schlechte Nachrichten gibt es derzeit überall, aber kann es im dritten Jahrtausend so weitergehen?Am Ende des Jahres wollen wir versuchen Perspektiven zu entwickeln: Nicht nur für Palästina und Israel. Sondern wir schauen in dieser Sendung auch ins Jenseits und in die geheimen UFO-Bergungsprogramme der USA. Außerdem gibt es Einiges zu gewinnen – und was gibt’s Neues von Julian Assange? All das und noch viel mehr besprechen Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers im 3. Jahrtausend #98.

Shalom Aleikum!

Neueste Sprachregelungen im Wertewesten:  Massenmord an Kindern heißt jetzt “Hamas”, Vernichtung der Zivilbevölkerung nennt sich “Krieg gegen Terror” und Kritik an diesen Vorgängen und ihren Umbenennungen ist “Antisemitismus”. Man kommt kaum noch hinterher, sich risikofrei politisch korrekt auszudrücken ohne dem Minenfeld der Cancelkultur zum Opfer zu fallen. Sicher aber ist, wie oben im Bild dargestellt, dass ohne das Feuer von Miss Liberty Israels Massaker  in Gaza unmöglich wären. Willkommen in der “regelbasierten internationalen Ordnung”,  in der  jetzt auch barbarische Schlachtfeste inkludiert sind.
Als ich neulich nachts in meinem Bett so auf und ab ging, im Kopf mit diesen schrecklichen Bildern und Fragen, wie dieser Horror beendet werden kann, dämmerte mir plötzlich die Lösung. Mit den USA und Israel, bzw. ihren amtierenden Regierungen, die das Schlachtfest fortsetzen möchten und bei der UN Veto gegen Waffenstillstand eingelegt haben, wird sie nicht zu erreichen sein, aber der Rest der Welt könnte es. Wenn die von Netanjahu & Co. seit Jahrzehnten sabotierte  “Zwei-Staaten-Lösung”  seit dem 7. Oktober definitiv passé ist und ein ethnisch gesäubertes “Groß-Israel” nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte unmöglich, kann es in Zukunft nur einen Staat auf dem Gebiet der ehemaligen britischen Kolonie “Palästina” geben. Eine Freundin, mit der ich diese Lösung besprach, schlug als Arbeitstitel für den Staatsnamen “Shalom-Aleikum” vor, was wir hier erst mal festhalten bevor wir zu der Liste von “Ja,aber..,” kommen. Es geht um die Schweiz des Nahen Ostens, eine föderale Genossenschaft von jüdischen, muslimischen, christlichen und säkularen Kantonen mit einem gemeinsamen Parlament und Bundesrat in Jerusalem.
Warum soll im 21. Jahrhundert nicht möglich sein, was in den Reformationskriegen des 16. Jahrhunderts schon machbar war ? Was hindert vernunftbegabte Einwohner Palästinas (Karte von 1948) eine solche Lösung anzustreben, als Kompromiss und Win-Win für alle ? Fiktive Texte aus dem Alten Testament, die als Katasterdokumente und Grundbucheintrag verstanden werden, können es nicht sein, genauso wenig wie irgendwelche andere “heilige” Schriften. Weil im künftigen “Shalom-Aleikum”-Land selbstverständlich Religionsfreiheit herrscht, darf natürlich jeder glauben was er will, als Gesetz aber gilt die gemeinsame, rechtsstaatliche Verfassung, der das Treiben in jüdisch-orthodox geprägten Kantonen ebenso untergeordnet ist wie in den muslimischen. Gebetet und gepredigt werden darf jeweils nach Gusto, Straßenverkehrsordnung, Steuerpflichten und andere Gesetze gelten für alle. Warum ist das nicht machbar, Herr Nachbar? Wäre eine solche Schweiz des Orients nicht überaus wünschenswert?

Damit wären wir bei der Liste von “Ja…aber”, die ich bei einer kleinen Umfrage im privaten Umfeld zusammenstellte.
1: “Die Juden wollen das nicht”. Das mag sein, die Buren wollten die Unterdrückung der Schwarzen auch nicht aufgeben und warfen Mandela Jahrzehnte ins Gefängnis. Internationaler Druck hat die Apartheid in Südafrika zu Fall gebracht. Das würde in Palästina ebenso gehen.
2: “Das US-Imperium braucht permanenten Krieg und hat kein Interesse an friedlichen Lösungen” Das stimmt zwar, nationalistische Fanatiker aufzurüsten und Proxy-Kriege führen zu lassen, war und ist das Mittel der Wahl im anglo-amerikanischen Empire. Doch es ist zuletzt mit ISIS in Irak und Syrien gescheitert, geht mit den Asov-Nazis in der Ukraine gerade auf riesigen Leichenbergen zu Ende und ist auch in Palästina aussichtslos: “Israel is loosing this war”,  so zwei Kenner der Region,  Tony Karon und Daniel Levi, in “The Nation”.
3: “Nach 75 Jahren Vertreibung und Ermordung können sich die Palästinenser niemals mit Israel versöhnen.” Für eine radikale muslimische Minderheit trifft das sicher zu, ebenso wie auf der anderen Seite auf die radikalen jüdischen Siedler. Realpolitik lässt sich mit solchen Extremisten nicht machen, mit der großen Mehrheit der Menschen aber schon. Für religiöse Fundamentalisten und Fanatiker können in den jeweiligen Kantonen dann Reservate eingerichtet werden, wo sie – in Rahmen der freiheitlich, demokratischen Grundordnung – autonom unter sich bleiben können.
4: “Mit der demographischen Welle bei einer Rückkehr der Vertriebenen wären die Juden schnell in der Minderheit.” Das ist in der Shalom-Aleikhum-Föderation kein Problem, weil auch kleinere Kantone dieselbe Stimme haben wie die größeren.
5:”Ich hab lange aufgehört, mir darüber den Kopf zu zerbrechen, diese levantinischen Wüstenvölker,  die Semiten – Juden, Moslems und alle anderen, kennen seit tausenden Jahren doch nichts anderes, als sich gegenseitig  an die Gurgel zu gehen.” Okay, wenn, mit Karl May, gilt “Der Türke an sich ist bieder und ehrlich” (was angesichts des doppelzüngigen Sultans Erdogan aktuell  freilich zweifelhaft scheint), dann könnte man den “Araber an sich” als schnell beleidigt und aufbrausend bezeichnen und den Juden als dauerbetroffenes Opfer mit Täterfreibrief. Anderswo auf der Welt leben sie allerdings auch völlig entspannt zusammen. Dass irgendwelche geophysikalischen Schwingungen für besonders aggressive Vibes in diesem “(Un-)Heiligen Land” sorgen, ist nicht bekannt.

Soviel zu den “Ja, aber…” Einwänden in dieser keinesfalls repräsentativen Umfrage. Ich finde, an einem wiedervereinigten Palästina führt kein Weg vorbei. Zwei Staaten sind nichts anderes als die alte imperiale “Teile &Herrsche”-Strategie und die  Alternativen – judenfreie Theokratie “Palästina” oder rassereine Theokratie “Israel” – sind keine. Anders als eine föderale Shalom-Aleikum Republik, die als friedlicher, neutraler Knotenpunkt und Hub für Handel und Wandel zwischen Asien und Europa prosperiert, die Erdgasfelder an der Küste von Gaza nutzt, sie mit dem Roten Meer vebindet (Stichwort: Ben-Gurion Kanal)und die Negev-Wüste wieder begrünt. Wie zu Zeiten von Kain und Abel.
Das könnte so laufen im neuen Palästisrael, aber nur wenn sich die beiden vertragen. Ansonsten wird auf Jahrzehnte Krieg und Terror herrschen, egal wer “gewinnt”.

Die Weihnachtsfeiern in Bethlehem fallen unterdessen dieses Jahr aus: Jesus burried under rubble in Bethlehem. Die Rolle des “König” Herodes, der als Statthalter des römischen Imperiums Kinder ermorden liess, um seine Macht zu sichern,  hat heuer “König” Bibi übernommen, der als Statthalter des debilen Kaisers Joe Biden schon 8.600 Kinder beseitigt hat, um sich im Amt zu halten. Wieviele es bis zum Fest noch werden sollen, ist unklar. Sicher aber scheint schon jetzt, dass es  kein gutes Ende mit ihm nehmen kann, wie mit Herodes, der nicht als guter “König der Juden” sondern als paranoider, bösartiger Geisterkranker in die Geschichte eingegangen ist….

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Mathias Bröckers: JFK -Staatsstreich in Amerika, Westend  (Oktober 2023), 304 Seiten, 14 Euro