Nachdem Donald Trump die erste Nominierungswahl zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner haushoch gewonnen hat, wäre jetzt eigentlich der richtige Zeitpunkt, die “König Donald 2.0”-Staffel unserer Real Game of Thrones- Serie zu starten. Nachdem ich mir gerade bei Jimmy Dore angeschaut habe, wie die etablierten US-Medien über diesen Vorwahlsieg geradezu apokalyptisch aus dem Häuschen gerieten, denke ich allerdings, es reicht in diese “Reportagen” aus dem Jahr 2017 reinzuschauen. Denn alles läuft wieder im selben Gaga-Fantasy-Style ab, wie vor sieben Jahre, als der Ultraböse mit unsichtbaren Tricks bekanntlich die US-Wahl manipuliert hatte, um seine Marionette Donald ins Weiße Haus zu hieven. Die Restauflage des lustigen Büchleins über den finsteren Tiefen Staat ist aktuell für vier Euro zu haben: “König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf um den Thron” ” Es ist, so die “Huffington Post” zum Erscheinen 2017 ” überaus witzige, smarte und ausgesprochen nützliche Aufklärung, die nicht zuletzt klar macht, dass Trumps Gegner sich von diesem und seinen Methoden wenig unterscheiden….” – und genau dieses Theater steht derzeit und bis kommenden November wieder auf dem Spielplan.
Dass nach Auffliegen des grotesken “Russiagate”-Fakes, den die unsichtbaren Meister inszeniert hatten, noch einmal eine Putin-Nummer durchgespielt wird, ist nicht zu erwarten, zumal Joe Biden und seine Pfleger aktuell damit konfrontiert sind, dass der “Ultraböse” den Krieg in der Ukraine gewinnt. Noch versuchen die Demokraten über die Justiz Trump von einer Kandidatur fernzuhalten, indem sie ihm schwer nachvollziehbare, technische Finanzverbrechen vorwerfen und beschwören, falls das nicht gelingt, die “Diktatur” und “das Ende der Demokratie”. An dem sie freilich mit der konzertierten Staatsaktion gegen Trump massiv selbst gearbeitet haben und mit vereinten Kräften von CIA, NSA, FBI und den ehemals “liberalen” Medien über Jahre die haltlose Verschwörungslegende russischer Wahlbeeinflussung als Faktum verkauft hatten.
Jetzt wird Donald wegen roter Flecken (aus dem Bräunungsstudio?) bereits “Syphillis zweiten Grades” an den Hals getextet und wir dürfen das Popcorn bereitlegen, was noch alles kommt seitens der Anti-Donaldisten. Sie müssen sich was einfallen lassen, Pornostars, “Golden Shower” und anderer Schmuddel sind schon durch und jahrelange Korruptionsermittlung und Impeachment-Zirkus (“Mueller Report”) endeten erfolglos. Während die Fakten über den bis über beide Ohren aus der Ukraine korrumpierten Joe Biden und seinen missratenen Sohn Hunter als “russische Desinformation” nur krampfhaft unter dem Teppich gehalten werden konnten. Ende Februar muss Hunter Biden nun vor dem Kongress-Auschuss aussagen, wofür er Millionen Dollar von ukrainischen und chinesischen Firmen eigentlich erhalten hat. Auch wenn er beschwören wird, dass der Papa mit all dem absolut nichts zu tun hat (und das Geld allein für Koks und Nutten draufging)…. für den Wahlkampf von “Sleepy Joe” wird das nicht förderlich sein.
Unterdessen hat Trump junior die Idee ins Spiel gebracht, dass Donald mit Tucker Carlson als Vize ein Team bilden könnte. Der populäre konservative Moderator hatte in Sachen Covid, Ukraine-Krieg und Julian Assange noch so etwas wie echten Journalismus gemacht, war von Fox-News letztes Jahr gefeuert worden und hat mittlerweile auf “X” schon wieder ein Millionenpublikum – für einen erfolgreichen Wahlkampf nicht die schlechtesten Voraussetzungen. Falls es zu dieser Trump-Trucker-Kampagne käme, wäre Donalds Durchmarsch wohl kaum zu verhindern – ich denke aber, Tucker ist zu smart, um sich mit dem chaotischen Egomanen Donald einzulassen. Der Junior von George Soros, Alex Soros, sagte beim WEF in Davos, die einzige Möglichkeit Trump noch aufzuhalten sei, ihn möglichst schnell ins Gefängnis zu bringen. Es wäre nicht das erst mal, dass ein unliebsamer Kandidat aus der Knastzelle Wahlkampf macht: der Anti-Militarist und Chef der Sozialistischen Partei, Eugen Debs, der wegen regierungskritischer Äußerungen 1918 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde, holte bei der Präsidentschaftswahl 1920 knapp eine Million Stimmen, 3,4 %.
Falls es mit einer der mittlerweile über 70 eher dubiosen Anklagen gelingt, Trump doch noch einzubuchten, wird er sicher deutlich mehr Stimmen und eventuell sogar eine Mehrheit einfahren. Der Computer-Prognostiker Martin Armstrong, dessen Prophezeiungen oft richtig lagen, sieht Trump in vier von sechs Projektionen mit teilweise riesigem Abstand vorn. Joe Biden indessen rutschte Anfang des Jahres in den Umfragen auf neue Tiefpunkte und kann weder die schwache nationale Ökonomie noch die verlorenen internationalen Kriege noch die Massenmigration an der mexikanischen Grenze, die mittlerweile auch von den Demokratern als großes Problem gesehen wird, als Wahlargumente anführen. Und einen aussichtsreichen Ersatz haben die Demokraten nicht in petto, falls sie die Wandermumie Biden doch noch zurückziehen sollten, aus “Gesundheitsgründen” . Oder weil er sich in wachen Momenten verplappert und auf die Frage, ob die Bombenattacken auf die Houthis funktionieren, mitteilt, dass die Angriffe die Houthis zwar nicht stoppen können – “aber sie werden fortgesetzt”. Klar: es geht um permanenten Krieg und nicht darum, Kriege zu gewinnen und Frieden zu schaffen. Selbst wenn er will kann auch ein Trump daran nichts ändern, er hat als Präsident zwar keinen neuen Krieg begonnen, aber auch keinen beendet.
Während hinter der Bühne der gute alte “Yankee and Cowboy War” läuft – vor sieben Jahren hier und hier skizziert – verspricht der ins Haus stehende US-Wahlkampf ohne Frage neue Höhepunkte, im Theater des Absurden und der Demokratiesimulation…
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Mathias Bröckers : Vom Ende der unipolaren Welt, Fifty-Fifty (Oktober 2022), 288 Seiten, 20 Euro









“In diese Richtung wird es laufen, auch wenn “uns” im Westen das nicht gefällt”, schrieb ich damals dazu. Mittlerweile ist es an der Zeit, sich mit Landkarten und Verhandlungen in dieser Richtung anzufreunden – bevor Zelensky mit dem Volkssturm aus 16 und 60-jährigen, den er jetzt einberufen will, weitere sinnlose Menschenopfer auf dem Altar des Imperiums darbringt. 





